_ 432 — wickelt — einer Kommission, deren Mitglieder zum großen Teil selbst bestechliche Politiker waren. Der Vorgang, Jen sie nach dem Beschluß des Hauses vom 6. März 1854 antersuchte, war der große Betrug, den George H. Gardiner und John H. Mears gegen die Regierung der Vereinigten Staaten verübt hatten. Durch Meineide, gefälschte Er- klärungen und Bestechung erlangten diese beiden Männer un- ter der Vorspiegelung, daß ihnen gehöriger Besitz in Mexiko während des mexikanischen Krieges zerstört worden sel, von der Regierung der Vereinigten Staaten 581 000 Dollar. Nachdem das Geld bewilligt worden war, wurden die dem „verblüffenden Betrug“ (wie eine Kommission des Hauses sich ausdrückte) zugrunde liegenden Tatsachen öffentlich “ekannt. Sowohl der Senat wie das Repräsentantenhaus antersuchten den Vorgang; eine Senatskommission berich- zete, daß die Ansprüche „falsch und fingiert und die zuerkannten Zahlungen durch gefälschte und nachge- machte Papiere erlangt seien!)““. Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten wurde durch die Enthüllung dieses kühnen Schwindels in die heftigste Aufregung versetzt, und der Kongreß hatte wieder einmal einen krampfhaften Anfall tugendhafter Neugier. Ein Beschluß ging durch, der die Zurückforderung des an Gar- diner und Mears ausgezahlten Geldes verlangte. Aber waren diese Männer die wirklichen Empfänger? Wer hatte das Geld tatsächlich erhalten? Wer waren die Hauptpersonen, die hinter dem Betruge standen? Das waren Punkte, die arforscht werden mußten, Nach dem Ergebnis der Untersuchung schien es, daß eine Gruppe von Bankiers und Politikern hinter dem Betruge standen. Möglicherweise hatten sie ihn angeregt, obgleich diese allgemeine Annahme nicht bestätigt wurde. Die Zeugenaussagen zeigten jedoch, daß zu der Zeit, als die gefälschten Zeugnisse hergestellt wurden, zur erfolgreichen Durchführung des geplanten Betrugs sehr dringend Geld gebraucht wurde. Zu diesem Zeitpunkt trat Corcoran in den Vordergrund. Er lieh als Betriebskapital zur Förderung des Betrugs 18750 Dollar, obgleich er vor der Untersuchungs- 1y U. S. Senate Report No. 182, 1854.