440 — Nun geschah es, daß Sage, wie seine biographischen Schilderer sich ausdrücken, in den Vordergrund trat, um „seine Interessen zu schützen“, Wie er es tat, erzählen sie nicht, aber die gerichtlichen Protokolle der Zeit beschrei- ben sein Verfahren in bemerkenswert einfacher Sprache, ja in klaren Auseinandersetzungen. Es schien, daß Sage die ganze Zeit vorgeschobene Direktoren und Vermittler be- nutzt hatte; d. h., er hatte verschiedene Leute als nomi- nelle Besitzer und führende Leiter vorgeschoben, während er im verborgenen tatsächlich der herrschende Besitzer und die führende Persönlichkeit war. Diese Tatsache trat in zahlreichen Klagen hervor, die dem obersten Gerichts- hof der Vereinigten Staaten zugingen, und den Berichten dieses hohen Gerichtshofes sind gewisse Einzelheiten ent- nommen. Betrügerische Obligationen und betrügerischer Verkauf Sage war dem Wesen nach der Besitzer einer an dritter Stelle stehenden Hypothek von 2 Millionen Dollar, die zur Deckung des sich von Milwaukee nach Portage City oder über die halbe Breite von Wisconsin erstreckenden östlichen Zweiges der La Crosse- und Milwaukee-Eisenbahn ausge- geben war. Der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staa- ten hob in seiner Darlegung des Falles im Jahre 1867 her- vor, daß für diese 2 Millionen Dollar in Obligationen nicht mehr als 280 000 Dollar bar bezahlt worden seien. „In der Tat,“ sagte der Gerichtshof, „beträgt die wirklich gezahlte Summe nur wenig mehr als 150 000 Dollar‘“1). Durch ein, wie sich der Gerichtshof ausdrückte, „betrügerisches Über- einkommen“‘, das die Aktionäre und Gläubiger der Bahn täu- schen sollte, wurde dieser dritten Hypothek die Priorität skriptionsverkauf von Landbewilligungsobligationen aufgebrachten Summen für andere Zwecke als den Bau der Bahn verwendet worden seien . . . daß der ‚Bericht‘ der Gesellschaft in bezug auf ihre wirkliche Lage unzuverlässig sei. Viele Besitzer von Landbewilligungsobligationen wurden unruhig und verkauften für den niedrigen Preis von 20 Cent für den Dollar.‘ — (Appendix to Assembly Journal, Wisconsin, 858, S. 165.) Vielleicht kaufte Sage zu dieser Zeit mehr von den Obligationen. 1) James contra Railroad Company, Wallace Reports, Supreme Court of the United States 6, 735.