465 — Bahnsystemen. Nach den Berichts- und Untersuchungs- büchern der Pacific-Eisenbahnkommission lassen sich ge- wisse Tatsachen genau feststellen. Sowohl der Majoritäts- bericht der Kommissionsmitglieder Littler und Anderson wie auch der Minoritätsbericht des Kommissionsmitgliedes Pattison wiesen nach, daß die Betrügereien der Union- Pacific-Eisenbahngesellschaft unter der Direktion von Gould, Sage und Dillon wahrhaft riesenhaft waren. Millionen Morgen öffentlichen Landes sind geradezu ge- stohlen worden. Nicht weniger als 7 Millionen Morgen wur- den ohne Ermächtigung der Regierung verkauft!). Kohlen- land von unschätzbarem Werte wurde auf betrügerische Weise in Besitz genommen?). Millionen Dollar wurden be- trügerisch von einer Gesellschaft der anderen zugeschoben. Das Kapital der Union Pacific wurde von 38 Millionen Dollar künstlich auf 50 Millionen Dollar gebracht, die Obli- gationsschulden von 88 Millionen Dollar auf 126 Millionen Dollar und verschiedene andere Verpflichtungen von un- gefähr 4 Millionen Dollar auf beinahe 10 Millionen Dollar. Der Majoritätsbericht wies auf die „verschwenderische und sorglose Verteilung der Aktiva der Gesellschaft in Divi- denden‘“ hin und brachte eine starke Wißbegierde zum Ausdruck, warum sich die Union-Pacific-Eisenbahngesell- schaft, obwohl sie ein großes und gewinnbringendes Ge- schäft betrieb, „am Anfang des Jahres 1884 am Rande des Bankrotts befand‘. Vierzig Millionen Dollar als Goulds Anteil Der Minoritätsbericht war sogar noch schärfer und aus- führlicher. Er wies nach, daß die Union Pacific und die Kansas Pacific ungefähr 35 Millionen Dollar von der Re- gierung als Vorschuß erhalten hätten, wovon nur wenig zurückgezahlt worden sei, und daß bis zum Jahre 1887 die Summe von 136 314 010,73 Dollar von den Direktoren dieser beiden Eisenbahnen „vergeudet worden sei“, Reich- lich 84 Millionen Dollar nur nominell erhöhter Aktien seien da, N be: E 2 2. 9: I 1, N, 18810; mm) ° C y a ilw: i @ R ific ci Pa )