4166 — ausgegeben worden. „Die Union-Pacific-Gesellschaft,“ fuhr der Minoritätsbericht fort, „hat in einem Zeitraum von achtzehn Jahren durch Überschüsse und Landverkäufe 176 294 793,53 Dollar erhalten, und wenn ihr Betriebs- material voll bezahlt worden wäre, wie es der Kongreß ver- langt hatte und wie es nach der eidlichen Versicherung der Beamten nie geschehen sei, so würde diese ganze Summe heute zur Bezahlung der Regierungsschuld verwendet wer- den können. Die Gesellschaft hat an Dividenden 28 650 770 Dollar ausgezahlt und an Zinsen auf Obligationen 82 742 850 Dollar, und beinahe diese ganze Summe wurde ohne Be- denken unter die Aktionäre verteilt. Sie hat über 10 Millio- nen Dollar bei der Denver-, South Park- und Pacific- Eisenbahn angelegt; sie bezahlte 10 Millionen Dollar an Jay Gould und seine Gesellschafter für Zweigbahnen und andere Geldanlagen, die wertlos sind....“ Das Kommissionsmitglied Pattison schätzte, daß Jay Goulds persönlicher Gewinn aus seinen Machenschaften bei der Union Pacific sich wahrscheinlich auf 40 Millionen Dollar belief. Ein großer Teil der Summe, die Pattison bei seiner Schätzung des seit Bestehen der Union-Pacific-Bahn ver- übten Diebstahls mitrechnete, war, wie wir gesehen haben, von Goulds Vorgängern in dem Credit-Mobilier-Schwindel zestohlen worden. Gerichtliches Possenspiel Natürlich ist hier die Frage zu erwarten: Warum wurde Gould nicht wegen seiner Missetaten verklagt? Solange er das Volk, die große, sich mühende, machtlose Menge, die ohne wirkliche Vertretung in politischer Stellung war, beraubte, konnte man es verstehen, daß sich seiner Zügellosigkeit nichts in den Weg stellte, da man ja sicht, wie das ganze Gesetz den reichen Freibeutern zur Verfügung steht. Aber Gould beraubte seine eigenen Standesgenossen ebensosehr; er schädigte, betrog und plünderte seine eigenen Gesell- schafter; sie waren mächtige Männer; warum riefen sie nicht die Schrecken des Strafgesetzes auf ihn herab?