— 40 — Diebstahl großer Koblengebiete Will man sich eine passende Vorstellung von Goulds Diebstählen bei den Machenschaften und dem Zustande- bringen der Union-Pacific- Konsolidierung bilden, so bleibt sine bloße Geldberechnung wirkungslos, Die von Gould und seinen Nachfolgern geraubten natürlichen Schätze können nicht in Geldwert ausgedrückt werden. Z. B. die dem Volke gestohlenen enormen Kohlenlager — wer kann sagen, wie groß ihr Geldwert ist? Die Kommission für den Handel von Staat zu Staat gibt an, daß tatsächlich der ganze Kohlenvorrat von Oklahoma, Utah und Wyoming Eigentum und Monopol des Gould-Eisenbahnsystems ist, hauptsächlich der Denver- und Rio Grande-Eisenbahn, eine der zahlreichen westlichen Eisenbahnlinien, die Gould in der Gewalt hatte und seinen Kindern hinterließ. Seit 1866 sind diese Diebstähle von Kohlen- und Öl- gebieten beständig fortgesetzt worden, abgesehen von ge- legentlichen, durch amtliche Untersuchungen hervor- gebrachten Unterbrechungen. Diese verhinderten in keiner Weise eine noch stärkere Wiederaufnahme. Die Kommission für den Handel von Staat zu Staat berichtete kürzlich, daß die Gould- und Harriman-Linien in einem großen Gebiet jenseit des Mississippi „den Bergwerksbetrieb, Transport und Verkauf der Kohlen an ihren Linien vollständig be- herrschen‘. Ungezählte Aktenstücke und Zeugenaus- sagen, die in amtlichen Bänden gesammelt sind, er- härten die Anklagen auf Betrug, Meineid und Gewalttat. Aber diejenigen, die aus jenen kolossalen Betrügereien Nutzen zogen, haben guten Grund, über all diese wirkungs- losen Untersuchungen belustigt zu lächeln. Das Besitz- recht an dem größten Teil des gestohlenen Eigentums, wie es auch erlangt sein mochte, haben sie; der Regierung gelang es nur, etwas davon zurückzubekommen, aber ver- hältnismäßig wenig. Im ganzen sind die Gewinnenden sehr zufrieden. Man darf nicht annehmen, daß Goulds geistige Tätigkeit von seinen Räubereien bei der Union Pacific so in Anspruch genommen war, daß er in anderen Richtungen liegende