— 475 Allmählich eine Menge davon. Zu Vanderbilts vollständiger Überraschung und äußerstem Ärger erschien Gould im Jahre +881 nicht nur als Herrscher über die Western Union, sondern auch über die Amerikanische Union-Telegraphengesell- schaft, die er erst kurz vorher an Vanderbilt verkauft hatte. Die Geldaristokratie und Gould Nachdem Gould die Western-Union-Telegraphengesell- ;chaft in seine Gewalt bekommen hatte, vermehrte er so- leich ihre Aktien und setzte diese Tätigkeit beständig fort. Siegreich, überladen mit Beute und Macht, brauchte Gould nicht um die Unterstützung alles dessen zu werben, was in der Geldaristokratie für solide und achtungswert angesehen wurde. Sie kannte ihn als großen Dieb, und er kannte ihren Wert, ungeachtet des äußern Scheins, den sie um sich ge- woben hatte. Der Instinkt von Art für Art ist unfehlbar, und dieser Instinkt wird in der Geldwelt noch durch jenes sich immer gleichbleibende Prinzip der Handlungsweise verstärkt, wonach die Geldjäger sich um denjenigen scharen, der die größte Geschicklichkeit zeigt, sich mit der Beute auf and davon zu machen. Den Besiegten wird man schnell un- treu, den Siegreichen strömt man zu. Geldkönige gleicher Art wie John Jacob Astor, J. Pierpont Morgan, Collis P. Huntington und andere befanden sich in der edlen Schar, die Goulds Direktorium zusammensetzte; bemerkenswerte Kerle, von denen viele oder alle eine Laufbahn eingeschlagen hatten, die der Goulds mehr oder weniger gleich war; sie bildeten eine verderbte Bruderschaft, die vollständig und aufs beste imstande war, sich zu verstehen. Alle waren schlaue, alte Praktiker; Gould konnte sie nicht leicht übervorteilen; waren auch nicht alle so scharfsinnig wie Sage, so waren doch die meisten von ihnen in jeder vom Rechten abweichenden Taktik und List des finanziellen und industriellen Kampfes sehr geschult. Ihre Sicherheit lag in ihrem Mangel an Vertrauen; gerade die Kehrseite der von ihnen gepredigten Tugenden wurde durch die Erfordernisse ihres Kampfes entwickelt. Aber wenn ein leichteläubiger Mann wie Cyrus W. Field, der Begründer