— 498 — an die Delaware-, Lackawanna- und Western-Eisenbahn verkauft. Anklagen auf Diebstahl und Mißbrauch amtlicher Stellung Zuerst müssen die Beziehungen zwischen Blair, den Phelpses und Dodge von jener brüderlichen Eintracht ge- wesen sein, die einer zufriedenstellenden Verteilung guter Dinge entspringt. Vor 1856 wehte aus den Jahresberichten des Verwaltungsrates der Delaware-, Lackawanna- und Western-Eisenbahngesellschaft ein Hauch herrlichster, nie- mals durch die geringste Uneinigkeit getrübter Harmonie. Phelps hatte als Präsident der Gesellschaft Blair zum Land- agenten für die Warren-Abteilung der Eisenbahn ernannt. Augenscheinlich durchdrang ein freudiges, behagliches Gefühl der Genugtuung, daß die Dinge so schön vorwärts- zingen, diese wackere Gruppe von Ehrenmännern. Plötzlich änderte sich die Beschaffenheit ihrer privaten und öffentlichen Mitteilungen. Gepfefferte Erklärungen, die häufig ganze Seiten füllten und mit Beschuldigungen und Gegenbeschuldigungen angefüllt waren, wurden ver- öffentlicht, und es entspann sich ein bissiger Streit über die Diebstahlsfrage, besonders in Verbindung mit der Warren- Eisenbahn. Am 9. September 1856 verzichtete Phelps auf das Präsidentenamt und beschuldigte damit tatsächlich andere Direktoren, bei der Erwerbung von Land, Hilfs- geldern und Zweigbahnen ein ausgedehntes System von Diebereien betrieben zu haben. Legte Phelps sein Amt nieder, um einen Protest zu er- heben? Wahrscheinlich war die Situation tatsächlich so, daß der interne Kampf der Schwierigkeit entsprang, die Beute richtig zu verteilen, und daß sich die Anti-Phelps- Partei als die stärkere erwiesen hatte. Phelps setzte seine Angelegenheit in privaten Erklärungen, die im Anschluß an die Jahresberichte veröffentlicht wurden, auseinander, Er rühmte sich, daß, als die Privilegien der Delaware-, weiterhin den Räubersold zu zahlen, die gesetzgebenden Körperschaften von New Jersey, wie die Klage lautete, durch Bestechung dahin brachte, Vergeltungsmaß- regeln zu beschließen. —