O2 — Landbewilligungen für diese Eisenbahnen gesprochen und gestimmt hatten. Für die Sioux City- und Pacific-Eisenbahn sicherte sich Blair eine Landbewilligung von 100 Sektionen Staatsland und für jede Meile Eisenbahn 160 000 Dollar Staatsobligationen. Was geschah nun? Der zweite Akt bestand in der Organi- sation einer Baugesellschaft, die genau nach denselben Grundsätzen gebildet wurde wie die Credit Mobilier- Gesellschaft. Als Haupt dieser Gesellschaft erpreßte Blair große Summen zum Bau der Eisenbahn. In den Prärien von Iowa, wo beinahe gar keine Planierung notwendig war, machte der Eisenbahnbau verhältnismäßig geringe Kosten. Aussagen von Sachverständigen von der Pacific-Eisenbahn- kommission. berechneten im Jahre 1887, daß die Eisenbahn für 2 600 000 Dollar hätte gebaut werden können, und es wurde noch hinzugefügt (und was für einen Kommentar bildet dies für die Geschäftsnormen der Zeit!), daß, wenn „ehrlich verfahren“ worden wäre, die Gesamtkosten ı Million Dollar nicht hätten übersteigen dürfen. Ein kleiner Diebstahl von 4 Millionen Dollar Was forderte Blairs Gesellschaft (die hauptsächlich aus ihm and seinen Söhnen bestand)? Sie sprach sich 49 865 Dollar für die Meile oder eine Gesamtsumme von mehr als 5 Millio- nen Dollar zu. Nachdem dann Blair die Eisenbahn bis zum Bankrott hatte bluten lassen, bereicherte er sich weiter, indem er sie an die Chicago- und Nordwest-FEisenbahn verkaufte. Wenn noch irgend jemand daran zweifeln kann, daß diese hervorragenden Kapitalisten es mit kalter Über- legung darauf anlegten, die Regierung zu betrügen, so muß dieser Zweifel durchaus durch die Erwägung folgender Tatsache zerstreut werden: „Als die Verhandlungen über die Übertragung des Betriebsmaterials der Sioux City- und Pacific-Eisenbahngesellschaft an die Chicago und Nord- west schwebten,‘“ so lautet der Bericht der Pacific- Eisenbahn-Kommission, „machte Blair den in den Proto- kollen aufgezeichneten Vorschlag, daß die Chicago und