”I1C in die Schule gehend, Schritte getan hatte, um sich selbst die Herrschaft über die Rohmaterialquellen zu sichern. Das war ein Schritt vorwärts in der kapitalistischen Evo- lution. Unter dem alten System mußte der Fabrikbesitzer sein Rohmaterial von anderen Kapitalisten kaufen. Durch die neueren Methoden wurden die Profite auf diese Aus- gaben erspart. Um 1881 besaß die Carnegie-Stahlgesell- schaft bereits ihre Kohlenminen und Koksöfen so gut wie ihre Erzgruben; diese Besitzungen waren freilich nicht groß, aber es war immerhin ein Anfang und ein Vorbote der nicht fernen Zeit, wo große Rohmaterialquellen in den Besitz der Stahlmagnaten kamen. In der Tat kam die Carnegie- Gesellschaft durch diese billigeren Methoden rapide zu einer Position, wo sie mit Leichtigkeit die nach dem alten System organisierten Konkurrenten unterbieten konnte. Andrew Kloman und andere Pittsburger Männer hatten die Pittsburger Bessemer-Stahlgesellschaft (m. b. H.) mit einem Kapital von zweieinhalb Millionen gegründet und zu Homestead bei Pittsburg ein Stahlwerk erbaut. Als aber dort zur rechten Zeit ein Streik ausbrach, sahen die Be- sitzer sich mannigfachen Verlegenheiten gegenüber und mußten ihre Werke 1883 an die Carnegie-Gruppe ver- kaufen. Auch die Duquesne-Stahlgesellschaft ging für eine Million Obligationen an Carnegie über, und damit war iede Konkurrenz im Pittsburger Distrikt beseitigt. Carnegie und die Arbeiter Damit das Aufhäufen riesiger Profite alle Jahre fort- dauere und wachse, war es nötig, die Koksbesitzungen der Carnegie-Stahlgesellschaft zu erweitern und zu verhindern, daß die Arbeiter höhere Löhne und kürzere Arbeitszeit er- rangen. Diese beiden Probleme wurden 1882 durch die Aufnahme von Henry C. Frick in die Gesellschaft gelöst. Frick hatte durch gewisse Machinationen die Herrschaft in der Koksindustrie errungen und besaß damals mehr als tausend Koksöfen und volle dreitausend Morgen Kohlen- länder. In jener Industrie hatte Frick, und nicht mit Un- recht, den Ruf eines geschworenen Feindes der organisierten