_ XXI — schaften Albany, Rensselaer und Teilen vom Kolumbiakreis und vom heutigen Massachusetts zusammenfallend. Ähnlich wurden zwei andre Direktoren, Godyn und Bloemart, Besitzer großer „Mark- und Landgrafschaften“. Wegen der gefährlichen Nachbarschaft der Indianer wurden solche Herrensitze meist wie förmliche Festungen ausgebaut, mit schirmenden Pfahlwerken und Gräben, mit Feuerrohren und Schießscharten versehen. Der eigentliche Anbau des Landes war, wie erwähnt, keineswegs der Hauptzweck solcher Gründungen. Aus dem Handel geboren, blieben sie dem Handel verbunden: weniger durch den Absatz von Ackerbauerzeugnissen, die schwer und kostspielig zu befördern und dazu wenig begehrt waren, um so mehr durch Holzschlag und Waldausnutzung, hauptsächlich für den Schiffsbau, und durch Ausübung der glänzend lohnenden Fluß- und Küstenfischerei. Auch im Pelzaustausch, dem zeitweise wichtigsten Kolonialverkehr, spielten sie häufig wenigstens eine vermittelnde Rolle: denn das gewinnreiche Monopol des eigentlichen Handels ließ sich hier die holländische Westindiengesellschaft nicht so leicht aus den Händen winden. Um den Nahrungsbedarf für die Herrschaft und den Schwarm der Diener und Sklaven zu decken, ferner zum Waldschlag und zur Fischerei waren freilich weiße Nachbarn und Pächter, also Einwanderer, nötig. Aber gemäß dem Zuge der Zeit blieben sie ohne Volleigentum an dem ihnen zugewiesenen Land, persönlich bestenfalls in etwas zemilderter Leibeigenschaft, tatsächlich und selbst nach dem Wortlaut der Gesetze ohne Bürger- und Stimmrecht, >hne wahre Freizügigkeit für sich und ihre Familienglieder, fremdem herrschaftlichen Gerichtsstand unterworfen. Doch mit ihrer Zuwanderung, ebenso mit der Entfaltung des nahen Küsten- und Seehandels, hob sich trotzdem der Reichtum ihrer Gebieter immer höher über das gemeine Maß hinaus, so daß selbst die alte Handelsaristokratie daheim in Holland zuweilen von heller Eifersucht gepackt wurde und die Vorrechte des Patrontums zu beschneiden suchte, das in manchen Gepflogenheiten bereits die heutige Geldmagnatenoberschicht vorausahnen ließ: „Welch