1A — macht. Wie wohlgemeint diese neuen Gesetze auch waren — ;ie erwiesen sich als leere Trugbilder. Unter englischer Regierung wurden die Vergebungen weiter Ländereien in New York sogar noch größer als unter holländischer Herr- schaft, und zweifellos geschahen sie durch Begünstigung und Betrug. Meile auf Meile des Bodens in New York, die noch nicht verkauft waren, wurden von dem königlichen Gouverneur Fletcher in unverschämter Weise gegen Be- stechung weggegeben, und es wird vermutet, wenn es sich auch nicht klar beweisen läßt, daß er auch in Pennsylvanien während der Zeit, als er auf königlichen Befehl William Penn in der Regierung dieser Provinz ablöste, mit Besitzun- zen schacherte. Aus dem überkommenen Aktenmaterial er- zibt sich, daß jeder, der an Fletcher’den verlangten Preis bezahlte, sich in einen wohlberechtigten Landeigentümer verwandeln konnte. Aber das Volk bildete sich ein, eine wirklich demokratische Regierung zu besitzen. Hatte Eng- land etwa nicht Volksvertretungen eingerichtet, die allein, mit gewissen Einschränkungen, das Recht hatten, den Provinzen Gesetze zu geben? Diese Vertretungen beruhten angeblich auf der Abstimmung des Volkes — aber diese Abstimmung war überall durch Vorrechte des Besitzes beschränkt. Die Landbesitzer als die politischen Regenten In Wirklichkeit fanden die Land-Interessenten, die dem Anschein nach ihrer direkten Feudalgewalt beraubt waren, keine Schwierigkeit, ihren “gesetzgeberischen Einfluß zu behaupten, indem sie die verschiedenen Provinzvertretungen unter ihre Botmäßigkeit brachten. Körperschaften, die man für Vertretungen des ganzen Volkes hielt, setzten sich in Wahrheit aus Großgrundbesitzern, aus einer gewissen An- zahl von Kaufleuten, die den Grundbesitzern zu Diensten standen, und ein paar Farmern zusammen. In Virginia blieb dieser Zustand lange bestehen, während er in der Pro- vinz New York zu so unerträglichen Mißbräuchen und so schwerer Bedrückung der Volksmasse führte, daß der Statt- halter Cadwallader Colden in einem Schreiben aus New