Der Versuch einer Güterkonfiskation wird abgeschlagen Einer der ersten Vorschläge Bellompnts zur Hebung der Übelstände war der, daß die heimische Regierung allen Gou- verneuren überall in den Kolonien verbieten sollte, ohne königlichen Dispens mehr als tausend Morgen an einen ein- zelnen zu vergeben, und eine Extrasteuer von einer halben Krone auf je hundert Morgen legen sollte zugunsten des königlichen Schatzes. Auf diesen Vorschlag ging man Nicht ein. Er wandte sich jetzt an den Landtag von New York und verlangte, daß er die großen Schenkungen für nichtig erkläre. Dabei sah er aber, daß die mächtigsten Mitglieder des Landtages selbst Großgrundbesitzer waren und ihm Hindernisse über Hindernisse in den Weg legten. Nach großen Mühen setzte er es schließlich durch, daß der Landtag wenigstens zwei dieser Schenkungen, die an Evans und Bayard gemachten, aufhob — wahrscheinlich, um Bellomont und der öffentlichen Meinung den Mund zu stopfen, und weil Evans und Bayard weniger Einfluß hatten als die anderen. Abgeordneten. Aber die Eigentümer der anderen Besitzungen hielten zäh daran fest. Das Volk sah in Bellomont einen ehrlichen und glühenden Reformator, die Grundbesitzer und ihr Gefolge aber stellten ihn als einen Störenfried und Aufwiegler hin. So blieb das Überge- wicht der Grundherren im großen und ganzen unerschüttert. Wie die Herren des Bodens lehten Ein flüchtiges Bild von einem dieser Großgrundbesitzer wird uns zeigen, wie sie lebten, und was man damals von ihrem Luxus dachte. Als einer der „hervorragendsten Männer seiner Zeit“ in den Kolonien lebte der Oberst Smith in entsprechendem Stil. Dieser finstere Mann mit buschigen Augen, der die Allgemeinheit um ein großes Areal Landes beraubt hatte, der als oberster Richter mit unbeugsamer Strenge Strafen an arme "Teufel austeilte und immer auf dem Posten war, die Rechte des Besitzes 7u verteidigen, war der Grundherr von St. Georg in der Graf- schaft Suffolk. Die feinsten Seiden und Spitzen bedeckten seine gewichtige Persönlichkeit. Seine gestickten Gürtel,