_ 26 4382 Pfund Sterling und eine lange Liste von Schuld- nern, aus der hervorging, daß in der Stadt New York fast jeder einzelne ihm Geld schuldete, zum Teil für Rum, zum Teil für Darlehen. Dasselbe galt von Peter Jakob Marius, einem reichen Kaufmann, der 1706 starb und ein Heer von Schuldnern hinterließ, „wozu fast die ganze männliche Be- völkerung der Manhattan-Insel gehörte“. Dieser mächtige Geldmann wurde „wie ein Gentleman begraben‘. Bei sei- nem Begräbnis wurden große Summen für Bier und Wein, Punsch und Teekuchen, Tabak und Pfeifen, Gewürze und Zucker ausgegeben — ganz nach ehrwürdigem holländischen Brauch. Das Barvermögen, das einige dieser reichen Leute hinterließen, war eine seltsame Sammlung aller möglichen Münzen, woraus hervorging, wie gemischt ihre Kundschaft gewesen war. Da waren spanische Pistolen, Guineen, arabische Münzen, Bank-Dollar, holländisches und fran- zösisches Geld — ein buntscheckiger Haufe. Zweifellos waren jene unternehmenden Piratenkapitäne, Kidd und Burgeß, mit ihrer Mannschaft gute Kunden dieser willigen und nicht mäkligen Kaufleute. Zu dieser Zeit war nur wenig Geld im Umlauf, und es galt dreimal so viel. Für ein Volk, das hauptsächlich durch Tausch verkehrte und als allgemeines Zahlmittel vorwiegend nur Muschelschnüre, Pelzwerk und andere Gegenstände verwendete, hatte es einen ganz besonderen Reiz, Gold und Silber anzufassen and klingen zu lassen. Die Seeräuber Kidd und Burgeß verdienten den Kredit schon deshalb, weil sie nach New York so viel mannigfache Gold- und Silbermünzen hinein- brachten, und man glaubt, daß sie lange Zeit einige der führenden Kaufleute zu Verbündeten hatten, indem diese die erbeuteten Waren unterbrachten, ihnen Nachrichten zukommen ließen und ihnen Schutz boten. Die Methoden der Händler Auf die eine oder die andere Weise gelangten einige der New Yorker Kaufleute jener Zeit zu einem Wohlstand, welcher dem vieler Landmagnaten gleichkam. William Lawrence von Vlissingen, auf Long-Island, war ein Mann von