— 31 - Gewalt wider Gewalt Außer mit den Fischereien wurden in Neu-England, wie auch anderwärts in den Kolonien, auch mit der Verschiffung von Nutzholz bedeutende Vermögen verdient. Energische Händler konnten die Indianer und die Grundbesitzer leicht übervorteilen, indem sie ihnen das Privileg abkauften, Holz zu fällen. In einigen Fällen, vor allem in New Hamp- shire, worauf Allen Anspruch erhob, wurde das Nutz- holz einfach ohne Erlaubnis erbeutet. Man sagte sich, man dürfe Gewalt mit Gewalt, Betrug mit Betrug ent- gelten. Allen hatte die Provinz durch Gewalt und durch Bestechung bekommen; er sollte den Holzfällern nur Ein- halt gebieten, wenn er es wagte! — Holz zum Schiffbau wurde in den europäischen Häfen eifrig gefragt. Von sınem Bostoner Kaufmann wird berichtet, er habe eine Ladung von diesem Holz nach Lissabon verschifft und bei einer Ausgabe von 300 Pfund Sterling einen Verdienst von 1600 Pfund Sterling eingestrichen. „Einige von den Salemer Kaufleuten,‘ berichtete Bellomont 1700 nach London; „befrachten ein Schiff jetzt mit 12000 Fuß von dem edelsten Schiffsholz, das man je sah.‘ Um diese Zeit entwickelte sich auch der Walfischfang und warf große Verdienste ab. Ursprünglich verfuhr man so, daß man den Wal von einem Ausguck an der Küste sichtete, ein Schiff loslöste, ihn erlegte und mit dem Ka- laver an die Küste zurückkehrte. Aus der Specklage gewann man den Tran und verkaufte ihn sogleich. Als die Wale um Neu-England herum selten wurden, wagten sich die Wal- üschfänger in kleinen Fahrzeugen auf den Ozean. In fünfzig Jahren gingen mindestens sechzig Fahrzeuge bei dem Wagnis verloren; allmählich baute man immer größere and größere Schiffe, bis man begann, Kap Horn zu um- segeln, und manchmal anderthalb bis drei Jahre unterwegs olieb. Die Anstrengungen einer solchen Fahrt wurden oft reich belohnt mit tausend Tonnen Walrat und 250 "Ton- aen Tran.