Pseudokaufmann, der selbst daran teilnahm und der sie als „hübsche Handelstricks“ beschreibt, gibt in den Bänden, worin er von den Kaufleuten jener Zeit handelt, mancherlei Beispiele. Die Firma F. & G. Carnes, so erzählt er, war eine der vielen, die durch den Handel mit China viel Geld verdien- ten. Diese Firma fand, daß das Holz eines vielverbreiteten chinesischen Strauches, sobald es in entsprechende Größen geschnitten wurde, eine große äußere Ähnlichkeit mit echtem türkischen Rharbarber hatte. Die Brüder Carnes ließen nun das Holz in China in Schachteln packen, die die Verpackung des echten türkischen Produktes nachahmten. Dann begannen ie einen regelrechten Handel mit diesem untergeschobenen und schädlichen Stoff und verkauften ihn als echte türkische Ware zum mehrfachen Kostenpreis. Er verdrängte das echte Produkt gänzlich. Dieselbe Firma schickte auch Proben von italienischen, französischen und englischen Seiden nach China; die Chinesen machten sie getreulich nach, und die Schwindelprodukte wurden nach den Ver- einigten Staaten gebracht und dort als echte europäische Waren verkauft. Die Brüder Carnes waren bloß ein Typus ihrer Klasse. Barrett erwähnt, daß die Reeder Proben von den beliebtesten Pariser und Londoner Artikeln in Saucen, Gewürzen, Konserven, Konfitüren, Sirupen und anderen Sachen nach China schickten, wo sie bis auf die gedruckten Gepäckzettel nachgemacht wurden. Ladungen solcher Surrogate wurden in den Vereinigten Staaten zu hübschen Preisen verkauft. Kaufleute als Stützen der Gesellschaft Aber der moralische Einfluß der Händler war so stark, daß diese Schwindeleien als legitime Geschäftsmethoden zalten. Dieselben Leute, die den Nutzen davon hatten, waren die Stützen der Kirche, und nicht nur das — sie waren auch diejenigen, die die verschiedenen Komitees bil- deten, die strenge Gesetze gegen Arme und armselige Ver- brecher forderten. So zeigt eine Durchsicht der Namen der Männer, die 1818—18223 die New Yorker Gesellschaft