— 42 — zur Verhütung der Armut bildeten, daß fast alle zu den Schiffern und Kaufleuten gehörten, die an den üblichen kaufmännischen Schwindeleien teilhatten. Girard und Astor waren die feinsten Produkte dieses Systems; sie taten in größerem Maßstabe, was andere in kleinerem taten. Die neidischen Angriffe ihrer Konkur- renten schrieben ihre Erfolge ‚ihrer Hartherzigkeit und Gemeinheit zu, während ihre Bewunderer sie für Genies erklärten. Beides ist falsch. Ihr Millionenerfolg ist bloß eine ungewöhnliche Bekundung des ganz gewöhnlichen Strebens der Handelsklasse. Ihre Methoden waren nur eine geschickte Verfeinerung allgemein üblicher Methoden. Sie spielten mit vielen anderen zusammen das Spiel, bei dem Millionen gewonnen und das Volk gleichzeitig dem tiefsten Elend überantwortet wurde — und sie gewannen am meisten. Der Besitz regiert Die Verfassung der Vereinigten Staaten wurde so zu- geschnitten, daß sie dem Volke so viel direkte Macht weg- nahm, wie die Klassen der Besitzer und der Händler haben wollten. Die meisten Staatsverfassungen wiesen schroffe Unterscheidungen in bezug auf den Besitz auf. In Massa- chusetts konnte niemand Gouverneur werden, der nicht Christ mit 1000 Pfund Sterling netto war; in Nord-Carolina mußte er für 1000 Pfund Sterling Grundbesitz aufweisen, in Georgia 500 Morgen Land und 4000 Pfund Sterling, in New Hampshire für 500 Pfund Sterling Landbesitz. In Süd- Carolina wurden 1500 Pfund Sterling in schuldenfreiem Grundbesitz gefordert. In New York durften nach der Ver- fassung von 1777 nur dort residierende Grundbesitzer mit 100 Pfund Sterling in schuldenfreiem Boden bei der Wahl des Gouverneurs und anderer Staatsbeamten stimmen. Der Theorie nach waren religiöse Grundsätze maßgebend, in Wirklichkeit aber die Anschauungen der besitzenden Klasse. In der Kirche wurde von Gleichheit, Demut und anderen Tugenden geredet, aber der Besitzlose bekam kein_ Stimmrecht, So klafften in Gemeinden, wo in Verfassung, Sitte und Gesetz immerfort die stärksten religiösen Über-