40 — Wenn dann der Arbeiter in Schulden geriet, wanderte er ins Schuldgefängnis. Diese Institution wurde erst um 1836 nach langen Kämpfen gegen den Widerstand des Besitzes in den verschiedenen Staaten modifiziert oder abgeschafft. Gegen die Arbeiter sind die Besitzenden einig Die Arbeiter erklärten diese verschiedene‘ Behandlung für ungerecht. Aber sie konnten nichts dagegen tun. Die besitzenden Klassen setzten ihre Zwecke durch und zwangen die Stimmberechtigten gewöhnlich, für Männer und Maß- regeln zu stimmen, die ihnen genehm waren. Ihre Interessen lagen sich manchmal in den Haaren, wie z. B. damals, als ein Teil von Neu-England ein Zentrum der Fabrikation wurde und hohe Schutzzölle verlangte, denen die Impor- teure sich natürlich widersetzten. Dann pflegten sich die Besitzenden zu teilen, und jede Partei wandte sich mit flammenden patriotischen Reden an das stimmberechtigte Volk, es möge ihr helfen, oder das Vaterland würde zu“ grunde gehen. Verlangten die Arbeiter aber bessere Ge- setze, so hielten die Besitzenden wie Ein Mann zusammen und leisteten erbitterten Widerstand. Wie sehr sie auch in den Fragen der Zölle, der Staatsbanken usw. auseinander- gingen — im Kampf gegen das allgemeine Stimmrecht, gegen die Bewegungen für Abschaffung der Schuldhaft und für Einführung kürzerer Arbeitszeit und eines gesetz- lichen Pfandrechts auf den Arbeitsertrag waren sie einig. Da die politischen Einrichtungen und die Gesetzgebung unter der Kontrolle der Handelsklasse standen, waren die Bedingungen für die Anhäufung großer Vermögen außer- ordentlich günstig, besonders auf seiten der Reeder, der alles beherrschenden Klasse. Den Höhepunkt in der stolzen Reihe großer Vermögen zwischen 1800 und 1831 bezeichnet das Vermögen von Girard. Was er zusammen- Srachte, wurde auf die riesige Summe von über zehn Millionen Dollar geschätzt; jeden andern Renner ließ er weit hinter sich, mıt Ausnahme von Astor, der ihn um 17 Jahre überlebte und während dieser Zeit sein Vermögen auf das Doppelte von dem brachte, was Girard hinterließ.