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Das Lokalbahnwesen in Österreich.
Von Karl Pascher, k.: k. Ministerialrat.

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Das Interesse an den Lokalbahnen ist in zahlreichen
Zeitungsartikeln, Vorträgen etc, zum Ausdrucke gekommen
und hat rasch eine stattliche Literatur gezeitigt. Wenn ich
mich in der vorliegenden Arbeit trotzdem mit dem gleichen
Gegenstande beschäftige, so kann ich hierfür zwei gute Gründe
anführen: 1. Den Umstand, daß das Lokalbahnwesen auch
zu meiner Amtstätigkeit gehört; 2. daß bei der Behandlung
dieser wichtigen Frage mannigfache Irrtümer begangen und
verbreitet wurden, deren Berichtigung im Interesse der Sache
dringend geboten erscheint.
Mit der Herstellung von Hauptbahnen ist man auch bei
uns zu Ende und findet in dieser Richtung die bau- und betriebstechnische
 Tätigkeit nur ein sehr beschränktes Arbeitsfeld,
 Die Ausgestaltung der bestehenden Linien durch den Bau
zweiter Geleise, durch den Umbau der Bahnhöfe, die Beschaffung
 leistungsfähigerer und rationeller arbeitenden Lokomotiven
 zum Zwecke der Fahrtbeschleunigung und Vergrößerung
 der Zuglasten, und schließlich die Verbesserung
des Wagenparkes durch Einführung von Wagen mit großer
Tragfähigkeit behufs Herabminderung des toten Gewichtes
— das sind die wenigen, allerdings auch dankbaren Aufgaben
der Eisenbahntechniker. .
Neben der Aufgabe, die Hauptbahnen dem großen, stets
wachsenden Verkehre anzupassen und die Betriebskosten zu
vermindern, ist dem Eisenbahntechniker aus den Bedürfnissen
der Volkswirtschaft eine neue Aufgabe erwachsen, darin bestehend:
 die abseits der Hauptbahnen gelegenen Gebiete für
den Verkehr zu erschließen und zu diesem Zwecke dem
schwachen Verkehre angemessene Eisenbahnen herzustellen und

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