keit, der mäßigen Inanspruchnahme der Gleise durch leichtere
 Fahrzeuge, der geringen Zugszahl u. s. w. in der
Regel die Begehung der Strecke durch den Bahnmeister
allein, der Sicherheit voll Rechnung trägt und bei der Vornahme
 der Erhaltungsarbeiten vorwiegend Rücksicht auf die
Betriebssicherheit zu nehmen ist und andere Momente in
den Hintergrund treten müssen.
Die Folge war die allgemeine Einführung eines vereinfachten
 Bahnaufsichts- und —Bahnerhaltungsdienstes ohne
Streckenwächter und mit Bahnmeisterstrecken bis 20 km,
woraus ein großer wirtschaftlicher Effekt entstand, der sich
noch dadurch steigerte, daß die Exekutivorgane sich auch
damit befreundeten, die Erhaltungsarbeiten in den Frühlingsmonaten
 zu beschleunigen, über den Sommer ganz ruhen zu
lassen, im Spätherbste auf das absolut notwendige‘ zu beschränken
 und im Winter sich nicht zu nutzlosen Ausgaben
bei Eintritt von Schneehindernissen verleiten zu lassen, .
Mit welchem Minimalbetrage die Ausgaben für Bahnaufsicht
 und Bahnerhaltung veranschlagt werden können, wenn
in der Gebarung den wirtschaftlichen Grundsätzen Rechnung
getragen wird, zeigt folgende Berechnung:
Normalspur
K 150'—
; .00000 #40 —
Erneuerung der Schwellen . „ 320'—
Sonstige Erhaltung 0000000» 250'—
WR m 50°—
 50—
Summe per km K 860.—-In
 dieser Rechnung betrifft die Hauptpost die Schwellenerneuerung,
 Diese Ausgabenpost verursacht nach den ersten
Betriebsjahren große Sorgen, weil man sich durch einige Jahre
an eine gewisse Bedürfnislosigkeit gewöhnt und im 5,, 6. und
7. Betriebsjahr durch enorme Kosten unangenehm überrascht
 wird.
_ Es ist sehr zu bedauern, daß die hohen Eisenpreise
in Österreich, die im Interesse einer ökonomischen Bahnerhaltung
 so sehr erwünschte Verwendung eiserner Unterlagen
unmöglich machen.