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Daß man bei größerem Personenverkehre auch den
Fahrplan mit einer angemessenen Zahl von Personenzügen
ausstatten wird, ist ebenso selbstverständlich, wie die Bemessung
 der Wagenzahl nach der Frequenz, Leider genügt
an vielen Tagen der Woche ein Wagen; doch ist man gezwungen,
 für Sonn- und Festtage, sowie Markttage für die
Beistellung mehrerer Wagen vorzusorgen, Nie mehr Wagen
beim Zuge führen, als der. Frequenz entspricht, mit diesem
Grundsatze hat sich das Personal allmählich so vertrauf gemacht,
 daß die Wagenausnützung, d, i. das Verhältnis
zwischen den gefahrenen Personenkilometern und Sitzplatzkilometern
 im Durchschnitte aller im Staatsbetriebe stehenden
Lokalbahnen von 1899 auf 1902 von 215% auf 254% gestiegen
 ist — eine Avsnützung, die bekanntlich nicht einmal
auf den Hauptbahnen erreicht wird,
Bei den meisten Zügen ist die Beigabe eines für die
Post- und Gepäck-(Eilgut-)Beförderung geeigneten Wagens
nicht zu vermeiden.
Daß man sich auf Lokalbahnen im Personenverkehre
auf die Führung der II. und III. Wagenklasse beschränkt,
brauche ich wohl nicht erst hervorzuheben, da ja bekannt ist,
wie unökonomisch man schon mit der II. Klasse arbeitet.
Der Heizung und der Bremsung, sowie der Verringerung
der Zugbegleitungsmannschaft wegen, werden‘ die Personenwagen
 und der Gepäckswagen vor den Güterwagen einrangiert.
Als Zugsbegleiter genügt bei reinen Personenzügen in der
Regel ein Mann, der Zugführer.
Bei den gemischten Zügen kann man in den meisten
Fällen mit einem zweiten Manne am Schlusse des Zuges
auslangen,
Im Sommer, wo die Personenwagen rückwärts eingereiht
werden, kann man auch bei vielen gemischten Zügen mit dem
Zugführer allein auskommen.
Bei der Besetzung der Stationen und Haltestellen
 wird in der sparsamsten Weise vorgegangen und
behilft man sich zur Vermeidung der schwer zu kontrollierenden
und darum bedenklichen Ausgabe der Fahrkarten im Zuge in
kleinen Stationen oder Ladestellen durch die Übertragung die
Dienstes an die Frauen der Bahnmeister oder Visierer, in