diverser Bauart für Normal- und Schmalspur, die sich mit der
Beförderung einer beschränkten Anzahl Reisender begnügen
und auf Post- und Gepäckbeförderung verzichten.
Auf den vom Staate betriebenen Lokalbahnen ist je ein
Motorwagen System Daimler, Serpollet und Komarek probeweise
 im Betriebe.

Diese Fahrzeuge stehen noch zu kurz in Verwendung um
schon heute ein abschließendes Urteil zu ermöglichen,
doch versprechen die bisherigen Erfahrungen wenig Gutes,
Die Gründe dafür lassen sich durch einige allgemeine
Bemerkungen leicht darlegen.
Die Beförderungsmittel müssen die größtmöglichste
Elastizität, d, h. das Vermögen besitzen, sich den wechselnden
Verkehrsbedürfnissen leicht anpassen zu lassen.
Nach diesem Grundsatze muß die Wageneinheit klein
gewählt werden und die Lokomotive eine Zugkraft entwickeln
können, die den je nach den wechselnden Verkehrsbedürfnissen
aus mehreren Wageneinheiten zusammengesetzten Zug mühelos
und sicher fahrplangemäß zu befördern vermag. ,
Diesem Grundsatze entspricht der leichte Personenwagen
unter allen Umständen, Die bisher verwendeten Lokomotiven
tragen diesem Grundsatze für die reinen Güterzüge und für
die gemischten Züge ebenfalls Rechnung; nur für Lokalbahnen,
bei welchen der Personenverkehr getrennt vom Güterverkehre
abgewickelt wird, sind diese Lokomotiven zu schwer und sollen
deshalb durch leichtere zweiachsige Tenderlokomotiven ersetzt
werden, die bei einem Gewichte von 15% so viele leichte
Wagen ziehen können, als zur Beförderung der Reisenden
auch an Tagen erhöhter Frequenz (Sonn- und Feiertage, Markttage,
 lokale Feste u. dgl. m.) erforderlich sind. Ein Motorwagen
 wird dem obigen Grundsatze im allgemeinen nicht entsprechen
 können, da er gar kein Anpassungsvermögen besitzt,
indem der Fassungsraum eine fixe Größe ist und die Zugkraft
logischerweise auch nur für die Bewegung des Motorwagens
allein zu bemessen ist. Nur für den Fall, daß eine Lokalbahn so
günstige Verhältnisse besitzen sollte, daß längere Neigungen
äber 4% ,9 nicht vorkommen, könnte der Motorwagen sich
durch Beförderung von Anhängewagen den Verkehrsbedürfnissen
 anschmiegen. Auch in den wenigen Fällen, wo es sich