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Der Vollständigkeit halber muß schließlich noch der
galektrische Betrieb erwähnt werden. Die österreichischen Staatsbahnen
 führen den Betrieb der 24 km langen Lokalbahn
Tabor— Bechin, welche für die elektrische Traktion eingerichtet
 ist. Die Strumzuführung geschieht oberirdisch mittels
an Holzgerüsten geführter Kupferdrähte, die Stromabnahme
mittels zweier Bügel des vierachsigen Motorwagens, der auf
jeder Achse einen Elektromotor mit 25 PS trägt.
Der Betrieb funktioniert, abgesehen von der durch die
Bauart des Motorwagens unmöglich gemachten Postbeförderung
und schwierigen Beheizung der Wagenabteile bisher ziemlich
anstandlos, jedoch sind die Betriebskosten weit größer, als
beim Dampfbetriebe. Dieser ungünstige Betriebserfolg ist im
Grunde nicht überraschend, denn eine elektrische Kraftquelle
kann nur dort wirtschaftliche Vorteile bringen, wo sie möglichst
kontinuierlich in Anspruch genommen und dadurch voll ausgenützt
 wird, was aber bei einer Lokalbahn mit drei bis vier
Zugpaaren in 24 Stunden durchaus nicht der Fall ist.
Wenn man die Kosten der Erhaltung der Leitungen
berücksichtigt, werden die eigentlichen Betriebskosten nicht
anter K 5000 für das Bahnkilometer zu bestreiten sein.
VI. Betriebskosten.
Aus den vorstehend entwickelten Daten lassen sich die
gigentlichen Betriebskosten per Bahnkilometer für
durchschnittliche Verhältnisse folgendermaßen veranschlagen :
5% Allgem, Verwaltung . . . . K 140
Bahnaufsicht und Bahnerhaltung . . „ 840
Verkehr . . . .» „ 890
Zugförderung . . „960
Verschiedenes SA ‚0 50
Zusammen . K 2880
Vergleicht man mit diesen Ziffern die wirklichen Ausgabenerfolge,
 wie sie sowohl für die österreichischen als auch
für die größeren Lokalbahnkomplexe des Auslandes in der
Tabelle II zusammengestellt sind, so ergibt sich, daß die
von den Österreichischen Staatsbahnen verwalteten Lokal.
bahnen die kleinsten Betriebskosten und den günstigsten Betriebskoeffizienten
 erzielen, Nach der Durchführung der Reformen
 im Zugförderungsdienste werden die Betriebskosten noch