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        <title>Das Lokalbahnwesen in Österreich</title>
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            <forname>Karl</forname>
            <surname>Pascher von Osserburg</surname>
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        SCHRIFTEN ÜBER VERKEHRSWESEN.

CLUB ÖSTERREICHISCHER EISENBAHN-BEAMTEN.
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HERAUSGEGEBEN VOM

DAS

LOKALBAHNWESEN

ÖSTERREICH.

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KARL PASCHER

ı” k). Ministerialrat.

5).

WIEN. 1204.

ALFRED HÖLDER
K. U. K. HOF- UND UNIVERSITÄTS-BUCHHÄNDLER
{.. BOTENTURMSTRASZE 13.
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        Schriften über V erkehrswesen.

Durch Herausgabe : von gediegenen, wissenschaftlichen
Anforderungen entsprechenden Werken aus allen Gebieten
des weitverzweigten Verkehrswesens unter dem Titel:
„Schriften über Verkehrswesen“ will der Club österr. Eisenbahn-Beamten
 der Fachliteratur eine neue Stätte schaffen.
Die Sammlung wird in drei Reihen zerfallen, und zwar
wird enthalten:
die Reihe I: Sonderabdrücke von ausgewählten Artikeln
größeren Umfanges aus dem Cluborgane, der „Österreichischen
Eisenbahn-Zeitung“;
die Reihe II: Selbständige Werke, Monographien oder
systematische Darstellungen ganzer Gebiete ;
die Reihe III: Lehrbücher für den Gebrauch an
Eisenbahnschulen und Studienbehelfe für die Kleven und
Aspiranten des Beamtenstandes.
Der Club hofft für dieses Unternehmen die Mitarbeit
sämtlicher hervorragender Fachmänner unseres Vaterlandes
zu finden und damit der Fachwissenschaft einen neuen,
wesentlichen Dienst zu leisten.
Die redaktionelle Geschäftsführung ruht in den Händen
les Redaktionskomitees des Clubs.

Bisher sind erschienen:
I. Reihe, Heft 1. „Die Eisenbahn-Tariftechnik“ von Emil
Rank, Inspektor der österr. Nordwestbahn. Preis K 1:60.
I. Reihe, Heft 2. „Die Sicherungs-Anlagen der Wiener Stadtbahn“
 von Hugo Koestler. k. k. Ober - Baurat.
Preis K 1-20.
{. Reihe, Heft 3. „Die Umgestaltung der Eisenbahn-Gütertarife
 Österreichs. Eine Studie zur Frage der Verstaatlichung
 der Privatbahnen“ von Oskar Legder und
Dr. Heinrich Rosenberg. Preis K 1:20.
I. Reihe, Heft 4. „Grundzüge für die ökonomische Anordnung
 des Verkehrsdienstes“ von V. G. Bosshardt.
Preis K 1:40.
[I. Reihe, Band 1. „Das österr.-ungar. und internationale Eisenbahn-Transportrecht“
 von Dr. Franz Hilscher, Sekresär
 der K, F.-Nordbahn, Dozent a. d. Fortbildungsschule
für Eisenbahnbeamte in Wien. Preis veheftet K 5-90)
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        SCHRIFTEN ÜBER VERKEHRSWESEN.

HERAUSGEGEBEN VOM
CLUB ÖSTERREICHISCHER EISENBAHN-BEAMTEN.

[. REIHE, HEFT 5.

DAS

LOKALBAHNWESEN

ÖSTERREICH.

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KARL PASCHER

k. k, Ministerialrat.

WIEN. 19204.

ALFRED HÖLDER

K. U. K. HOF- UND UNIVERSITÄTS-BUCHHÄNDLER
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        DAS

LOKALBAHNWESEN

ÖSTERREICH.

VON

KARL, PASCHER

z. k, Ministerialrat.

MIT 5 BEILAGEN.

WIEN. 1904.

ALFRED HÖLDER
K. U. K. HOF- UND UN1VERSITÄTS-BUCHHÄNDLER
{i.. ROTENTURMSTRASZE 13.
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        Sonder-Abdruck aus der „Österreichischen Eisenbahn-Zeitung“
Nr. 5, 6, 7 und 8 ex 1904.

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Das Lokalbahnwesen in Österreich.
Von Karl Pascher, k.: k. Ministerialrat.

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Das Interesse an den Lokalbahnen ist in zahlreichen
Zeitungsartikeln, Vorträgen etc, zum Ausdrucke gekommen
und hat rasch eine stattliche Literatur gezeitigt. Wenn ich
mich in der vorliegenden Arbeit trotzdem mit dem gleichen
Gegenstande beschäftige, so kann ich hierfür zwei gute Gründe
anführen: 1. Den Umstand, daß das Lokalbahnwesen auch
zu meiner Amtstätigkeit gehört; 2. daß bei der Behandlung
dieser wichtigen Frage mannigfache Irrtümer begangen und
verbreitet wurden, deren Berichtigung im Interesse der Sache
dringend geboten erscheint.
Mit der Herstellung von Hauptbahnen ist man auch bei
uns zu Ende und findet in dieser Richtung die bau- und betriebstechnische
 Tätigkeit nur ein sehr beschränktes Arbeitsfeld,
 Die Ausgestaltung der bestehenden Linien durch den Bau
zweiter Geleise, durch den Umbau der Bahnhöfe, die Beschaffung
 leistungsfähigerer und rationeller arbeitenden Lokomotiven
 zum Zwecke der Fahrtbeschleunigung und Vergrößerung
 der Zuglasten, und schließlich die Verbesserung
des Wagenparkes durch Einführung von Wagen mit großer
Tragfähigkeit behufs Herabminderung des toten Gewichtes
— das sind die wenigen, allerdings auch dankbaren Aufgaben
der Eisenbahntechniker. .
Neben der Aufgabe, die Hauptbahnen dem großen, stets
wachsenden Verkehre anzupassen und die Betriebskosten zu
vermindern, ist dem Eisenbahntechniker aus den Bedürfnissen
der Volkswirtschaft eine neue Aufgabe erwachsen, darin bestehend:
 die abseits der Hauptbahnen gelegenen Gebiete für
den Verkehr zu erschließen und zu diesem Zwecke dem
schwachen Verkehre angemessene Eisenbahnen herzustellen und

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        mit Betriebseinrichtungen zu versehen, die den lokalen Interassen
 und Verkehrszwecken entsprechen,
Da das Bedürfnis nach solchen Eisenbahnen schon sehr
früh sich regte, kam auch die Gesetzgebung schon vor langer
Zeit in die Lage, sich mit der Frage der Konzessionsbedingungen
 für Bahnen lokaler Bedeutung zu befassen.

I. Lokalbahngesetzgebung.

Das erste Lokalbahngesetz erschien 1865 in Frankreich
(Loi relative aux chemins de fer d’inter&amp;amp;t local).
Diesem Lande, aus welchem auch der Name „Lokalbahnen“
 stammt, folgte 1868 England wmit der Vorsorge für
seine leichten Bahnen (Light Railways), 1869 Deutschland
(Bayern) und Österreich im Jahre 1880 mit dem vom 25. Mai
datierten Gesetze über Bahnen niederer Ordnung, welches 1887
ergänzt und 1894 durch das jetzige, bis Ende 1904 geltende
Gesetz abgelöst wurde,
Schon vor dem Jahre 1880 wurden mehrere Lokalbahnen
 in Österreich konzessioniert, jedoch jede einzelne auf
Grund eines Spezialgesetzes, Erst durch das Gesetz vom
Jahre 1880 erfolgte eine generelle Regelung der Frage der
den Lokalbahnen zuzuwendenden Begünstigungen, welche den
Zweck verfolgen, die Hindernisse, die dem Lokalbahnbaue ‘in
den Bestimmungen der für Hauptbahnen geschaffenen Eisenbahnbetriebsordnung
 vom 16. November 1851 im Wege standen,
zu beseitigen.
Durch die Gewährung weitgehender Erleichterungen in
Bezug auf die Vorarbeiten, den Bau und die Ausrüstung, sowie
auch in Bezug auf den Betrieb, sollte dieses Gesetz den ins
Stocken geratenen Eisenbahnbau wieder in Fluß bringen.
Dieser Zweck wäre wohl trotzdem kaum erreicht worden,
wenn sich nicht in den kritischen Fällen der Staat und die
Landesvertretungen herbeigelassen hätten, die Bahnprojekte
durch Beteiligung an der Beschaffung des Baukapitals oder
durch die Gewährung der Zinsengarantie lebensfähig zu machen.
Zum Bau auf Staatskosten, wie er z, B. in: Bayern
grundsätzlich, unter entsprechender Heranziehung der Interessenten
 zu den Baukosten stattfindet, konnte man sich bisher
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        nicht entschließen und begnügte sich damit, die Betriebführung
auf den den privaten Gesellschaften konzessionierten Lokalbahnen
 auf Rechnung derselben dem Staate vorzubehalten,
Ende 1902 hatten wir in Österreich bereits 7572 km Lokalbahnen
 (darunter 891 km Schmalspurbahnen), wovon der Staat
auf eigene Rechnung 1844 km und auf Rechnung der Eigentümer
 3383 km betreibt, 1238 km von den großen Privatbahnen
 auf eigene Rechnung und 346 km auf Rechnung der
Eigentümer betrieben und 761 km von den Eigentümern selbständig
 verwaltet werden,
An der Zinsengarantia waren 1902 beteiligt:
der Staat bei . . . „1403 km
das Land Böhmen bei . . 742
Niederösterreich bei 113
Steiermark “ 165
Galizien „ 269
Salzburg ” 53
Krain 133

”
Für 1902 belief sich das sichergestellte Nettoerträgnis
durch die Staatsgarantie auf K 5,216.739 durch die Landesgarantie
 in
Böhmen auf . . 2,445.595
Niederösterreich auf 213.451
Steiermark # 830.000
Galizien ” 564.000
Salzburg ; N 60 000
Krain » @ „ 500.000
wurde davon wirklich in Anspruch genommen von der
Staatsgarantie . . . . K 3,420.191 — 66%,
von der Landesgarantie in
Böhmen . . ,.
Niederösterreich ‚,
Steiermark .
Galizien ,
Salzburg .
Krain ;
Seit dem Jahre 1880 halten sich die jährlichen Baufortschritte
 nahezu auf gleicher Höhe und betragen rund 300 km
mit einem Kapitalsanfwande von mehr als 30 Millionen Kronen.
        <pb n="10" />
        Über die bauliche Entwicklung der österr. Lokalbahnen
gibt nachstehende graphische Darstellung genauen Aufschluß,*)
Was der Staat, die Landes- uud Gemeindeverwaltungen,
sowie die Privatinteressenten zum Lokalbahnbau bisher beigetragen,
 umfaßt bereits sehr ansehnliche Summen,
Bis Ende 1902 haben sich an der Beschaffung des
K 514,705.502 betragenden Baukapitales für die durch eigene
Aktiengesellschaften vertretenen 4490 km Lokalbahnen beteiligt:
der Staat mit. . . . . . . K 25,466.000
das Land Böhmen mit. . „ 4,734 000
Mähren „ . 0. , 400.000
Niederösterreich mit »  1,294.000
Öberösterreich 612.000
Steiermark 3,720.000
Tirol ” 566.000
Galizien » 1.130.000
Bukowina » 2,272.000
Kärnten „ 1,620.000
„ »„ Istrien und Görz „ 2. „ 1,700.000
die Gemeinden und Privatintergssenten
 mit zusammen. . . „ 46.874.000
Insgesamt . . K 90,388.000
oder per 1km . 0.0.0000. . „ 20.181.
Die großen Lasten, welche aus dem Titel der Zinsengarantie
 der Staatsverwaltung und den Landesverwaltungen
erwachsen, haben die Befürchtung aufkommen lassen, daß der
Eifer im Lokalbahnbau nachlassen werde, umsomehr, als ja
das Lokalbahngesetz Ende 1904 seine Geltung verliert.
An die befürchtete Einstellung des Baues von Lokalbahnen
 ist jedoch nicht zu denken, denn es würden dadurch
nicht nur tausende fleißiger Hände um Arbeit und Verdienst
kommen, sondern auch weite Landstriche der Vorteile der
Einbeziehung in den Weltverkehr beraubt — und ein tötlicher
Stillstand in.der Entwicklung des wirtschaftlichen Lebens
unseres Vaterlandes herbeigeführt werden,
Wenn ich im Gegenteile die Hoffnung hege, daß auch
in Hinkunft die Baufortschritte sich auf der bisherigen Höhe
*) Die angeführte graphische Darstellung ist am Schlusse als
Beilage angefügt.

Tr
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        erhalten werden, so glaube ich hiezu aus gewichtigen Gründen
berechtigt zu sein.
l. Werden durch die der Staatsbahnverwaltung schon
im Jahre 1902 gelungene Verminderung der Betriebskosten
um rund K 1000 für das Bahnkilometer Projekte realisierbar,
welche früher der großen Baukosten wegen nicht finanziert
werden konnten, denn K 1000 weniger an Betriebskosten bedeutet
 die Möglichkeit, K 25.000 Anlagekapital mehr zu verzinsen,
2, Dürfte man in der Lage sein, die heute noch hohen
Baukosten erheblich zu vermindern.
Die Wichtigkeit der Frage der Baukosten bringt es mit
sich, daß ich mich mit ihr zuerst befasse.
Wird von Zahrradbahnen, Dampftramways und elektrischen
Straßenbahnen abgesehen, so findet man, daß Ende des
Jahres 1902 7572 km (davon 891 km schmalspurige) Lokalbahnen
 im Betriebe standen, deren Gesamt-Anlagekosten sich
auf 863'5 Millionen Kronen und pro Bahnkilometer auf
K 114.039 im Durchschnitte stellen.
K 114.000 für 1 km Lokalbahn bedeuten abnorm hohe
Baukosten, wenn man damit die anderwärts erzielten Resultate
vergleicht.
Es ergibt sich z. B., daß von den Ende 1902 in Ungarn
bestandenen 8277 km Lokalbahnen im Durchschnitte 1 Am
K 84.000 kostete; daß in Bayern die Anlagekosten bis 1900 pro
11km K 76.500 betrugen und in Frankreich von den Ende 1901
bestandenen Lokalbahnen 1 km auf K 90.000 zu stehen kam,
Ich möchte hier nicht unbemerkt lassen, daß die Baukosten
 einzelner Linien nur dann vergleichbar sind, wenn die
Bauleistungen in Anschlag gebracht werden, während es zulässig
 erscheint, die Durchschnittskosten der Längeneinheit
bei großen Bahnnetzen ohneweiters zu vergleichen,
Durch Sparsamkeit in den Vorauslagen, durch ein
besseres Anschmiegen der Trasse an das Terrain kann am
Unterbau gespart werden; durch Verwendung eines Ob erbaues,
 der dem Achsdrucke der Fahrbetriebsmittel und der
Geschwindigkeit von 30 km pro Stunde genau angepaßt ist,
ferner durch die Beschränkung der Hochbauten auf das unerläßliche
 Maß und durch die Ausrüstung der Bahn mit leichten,
den Bedürfnissen entsprechenden Fahrbetriebsmitteln, wird es
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        möglich sein, im Durchschnitte mit K 75.000 bis 80.000 das
Kilometer herzustellen, ;
Man wird nicht fehlgehen, wenn man die Baukosten für
Normalspur folgendermaßen veranschlagt:
Vorauslagen und Interkalarzinsen . . K 6.000
Grundeinlösung . . „ 7.000
Unterbau . 2. 0.0.0. 18.000
Oberbau (26 kg Schienen) 25.000
Hochbau, . .. 4.000
Bahnausrüstung . . . 2.000
Fahrpark . . vn 7.000
Erweiterung der Anschlußstationen . „ 3000
Material und Reservefond . . . . „ 2.000
Zusammen . . . k 76.000
Wenn man annimmt, daß 30% des Baukapitals durch
Interessentenbeiträge gedeckt werden, mit deren Verzinsung
vorläufig‘ nicht gerechnet zu werden braucht, so blieben
56.000 Kronen pro Kilometer zu verzinsen übrig, wozu bei
4% K 2240 erforderlich wären.
Um zu ermitteln, welche Bruttoeinnahmen dazu gehören,
muß vorerst untersucht werden, welche Betriebskosten in
Anschlag zu bringen sind.
Die folgenden Daten beziehen sich aus dem Grunde nur
auf die im Staatsbetriebe stehenden fremden Lokalbahnen,
weil der vertragsmäßigen Anrechnung der Selbstkosten wegen,
detaillierte Aufschreibungen geführt und alle Ausgaben mit
minutiöser Genauigkeit auf die betreffenden Lokalbahn-Verrechnungskonti
 verbucht werden. Nur für die von den österr.
Privatbahnen auf Rechnung der Eigentümer betriebenen und
für mehrere österr, Lokalbahnen im Eigenbetriebe liegen Vverläßliche,
 für den Vergleich geeignete Daten über die Betriebsergebnisse
 vor, während die Rechnungsaufstellung vieler
Lokalbahnen ein ganz unklares und zum Vergleiche ungeeignetes
 Bild liefert, Als Beispiel dienen die Betriebsrechnungen
 der von den ungar. Siaatsbahnen betriebenen
angar. Lokalbahnen, für welche die Betriebskosten nicht ermittelt
 werden können, weil sie unter den Kosten der
ungar, Staatsbahnen aufgeführt werden und den Lokalbahnunternehmungen
 als Reinertrag ein fixer Anteil an den Ein-
        <pb n="13" />
        nahmen zukommt, ohne Rücksicht darauf, ob die Betriebskosten
 gedeckt sind oder nicht.
Im Jahre 1899 verursachte der Betrieb der der k. k. Staatsbahnverwaltung
 unterstehenden 2268 km Lokalbahnen fremden
Eigentums einen Aufwand von K 4009 — oder wenn die sonstigen
eigenen Ausgaben der Lokalbahnverwaltungen hinzugerechnet
werden — K 4534 pro Kilometer als Gesamtkosten. Das war eine
verhältnismäßig hohe Summe, wenn man berücksichtigt, daß die
Gesamteinnahmen für einen Bahnkilometer nur K 54.00 einbrachten
und ein Reinertrag von nur K 866 zu verzeichnen war.
Dieser Betriebserfolg mit einem Betriebskoö&amp;amp;ffizienten
von 72'8 %, einem Reinertrage von K 866 und einer Verzinsung
 des Anlagekapitals von 0'86% konnte nicht befriedigen,
 weshalb sich das Eisenbahnministerium in Würdigung
der ganz besonderen Wichtigkeit dieser Frage in gemeinwirtschaftlicher
 Hinsicht die Aufgabe stellte, eine Besserung herbeizuführen.

In den folgenden Abschnitten ist zu ersehen, mit
welchen Mitteln und welchem Erfolge dies zu erreichen gesucht
 wird.
I. Organisation des Dienstes.

Den großen Aufgaben und umfangreichen Geschäften, die
in ihrer Gesamtheit sich nicht mehr in einer Hand vereinigt
halten ließen, entsprechend, trat im Betriebsdienste der Hauptbahnen
 schom vor langer Zeit eine strenge Dezentralisation
ein und werden die drei Hauptdienstzweige: Bau und Bahnerhaltung,
 Verkehr und Zugförderung scharf voneinander getrennt
 verwaltet, So mißlich diese Trennung ist, weil sie
rivalisierende Spezialisten und keine den ganzen Dienst beherrschenden
 Eisenbahnbetriebstechniker erzieht, so schwer ist
sie anbetrachts des großen Umfanges der Dienstgeschäfte
im Betriebe der Hauptbahnen derzeit zu vermeiden.
Dieselbe Organisation auf die Lokalbahnen anzuwenden
— wie dies leider geschah — ist jedoch nicht begründet,
weil die leichteren Aufgaben und der geringe Umfang des
Geschäftes das Zerreißen des Betriebsdienstes nach Dienstzweigen
 nicht erfordern. Sie ist aber auch unwirtschaftlich, weil man
sich der großen Vorteile begibt, welche die Vereinigung aller
        <pb n="14" />
        Dienstzweige in einer Hand bietet. Einheitli che Leitung
des Dienstes, volle Übersicht und intensivere Kontrolle
der Gebarung, bessere Ausnützung der Betriebsmittel und
des Betriebspersonals zum Nutzen des Ganzen und die daraus
entspringende Betriebsökonomie — das sind die Vorteile,
welche nicht zu erreichen gewesen wären, wenn man auch
ferner die von den ,Hauptbahnen herübergenommene getrennte
Führung der drei Hauptdienstzweige durch die der Lokalbahn
örtlich meist weit entrückten Dienststellen der Hauptbahn beibe
halten und sich nicht entschlossen hätte, auf den Lokalbahnen alle
Dienstzweige zu vereinigen und den gesamten Dienst den auf
der Iokalbahn selbst seßhaften Betriebsleitungen zu unterstellen,

Diese seit 1899 unter Heranziehung der vorhandenen besonders
 eingeschulten Techniker allmählich in der Durchführung
begriffene Einrichtung bringt nicht nur den Lokalbahnen die
erwähnten Vorteile, sondern besitzt auch sonst für die Staatsbabnverwaltung
 eminenten Wert, weil in den Betriebsleitern
in allen Dienstzweigen geschulte und praktisch erfahrene
Beamte für leitende Posten herangebildet werden.
Die Einrichtung von Betriebsleitungen hat sich überall
dort, wo die richtigen Personen an die Spitze gestellt wurden,
vollkommen bewährt.

Il. Bahnaufsichts- und Bahnerhaltungsdienst.

Je nach der Würdigung, die man den eigenartigen
Betriebsverhältnissen einer Lokalbahn angedeihen läßt, werden
sich auch die Aufwendungen für Bahnaufsicht und Bahnerhaltung
 gestalten, Es gibt ängstliche Beamte, die die Verantwortung
 für die Betriebssicherheit nur tragen zu können
glauben, wenn Bahnwächter die Lokalbahn ebenso oft wie die
Hauptbahn begehen und die Geleise so peinlich wie die einer
Schnellzugsstrecke erhalten werden.
Es bedurfte nur der entsprechenden Betonung des Grund-3atzes:
 daß der Betriebsaufwand genau der Betriebsleistung
 entsprechen soll, um bei den Exekutivorganen
 der Überzeugung zum Durchbruche zu verhelfen, daß
auf Lokalbahnen in Anbetracht der geringen Fahrgeschwindig-
        <pb n="15" />
        keit, der mäßigen Inanspruchnahme der Gleise durch leichtere
 Fahrzeuge, der geringen Zugszahl u. s. w. in der
Regel die Begehung der Strecke durch den Bahnmeister
allein, der Sicherheit voll Rechnung trägt und bei der Vornahme
 der Erhaltungsarbeiten vorwiegend Rücksicht auf die
Betriebssicherheit zu nehmen ist und andere Momente in
den Hintergrund treten müssen.
Die Folge war die allgemeine Einführung eines vereinfachten
 Bahnaufsichts- und —Bahnerhaltungsdienstes ohne
Streckenwächter und mit Bahnmeisterstrecken bis 20 km,
woraus ein großer wirtschaftlicher Effekt entstand, der sich
noch dadurch steigerte, daß die Exekutivorgane sich auch
damit befreundeten, die Erhaltungsarbeiten in den Frühlingsmonaten
 zu beschleunigen, über den Sommer ganz ruhen zu
lassen, im Spätherbste auf das absolut notwendige‘ zu beschränken
 und im Winter sich nicht zu nutzlosen Ausgaben
bei Eintritt von Schneehindernissen verleiten zu lassen, .
Mit welchem Minimalbetrage die Ausgaben für Bahnaufsicht
 und Bahnerhaltung veranschlagt werden können, wenn
in der Gebarung den wirtschaftlichen Grundsätzen Rechnung
getragen wird, zeigt folgende Berechnung:
Normalspur
K 150'—
; .00000 #40 —
Erneuerung der Schwellen . „ 320'—
Sonstige Erhaltung 0000000» 250'—
WR m 50°—
 50—
Summe per km K 860.—-In
 dieser Rechnung betrifft die Hauptpost die Schwellenerneuerung,
 Diese Ausgabenpost verursacht nach den ersten
Betriebsjahren große Sorgen, weil man sich durch einige Jahre
an eine gewisse Bedürfnislosigkeit gewöhnt und im 5,, 6. und
7. Betriebsjahr durch enorme Kosten unangenehm überrascht
 wird.
_ Es ist sehr zu bedauern, daß die hohen Eisenpreise
in Österreich, die im Interesse einer ökonomischen Bahnerhaltung
 so sehr erwünschte Verwendung eiserner Unterlagen
unmöglich machen.
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        IV. Verkehrsdienst.

Noch viel wichtiger als’ im Bahnaufsichts- und Bahnerhaltungsdienste
 ist die strenge Einhaltung‘ des bereits angeführten
 Grundsatzes vom Gleichgewichte zwischen Betriebsaufwand
 und Betriebsleistung im Verkehrsdienste.
Es hängt davon die Wahl der Fahrbetriebsmittel, die Zusammensetzung
 und Bemannung der Züge, die Konstruktion des
Fahrplanes, die Personalbesetzung der Stationen — d. i. so ziemlich
 alles, was für die Betriebskosten von Belang ist — ab,
Soll der Fahrplan möglichst geringe Betriebskosten verursachen,
 dann muß der Nachtdienst ausgeschlossen bleiben
und die Lage der Züge so gewählt werden, daß Zugkreuzungen
vermieden werden. Da man aber unter diesen Umständen —
von ganz kurzen Linien abgesehen — nicht mehr als drei
Zugpaare unterbringen kann, so zwingt dies zur Führung
gemischter Züge, um dem Personenverkehr keine Reisegelegenheit
 zu entziehen,
Die Lage der Lokalbahnzüge ist übrigens auch von der
Lage der Hauptbahnpostzüge abhängig und müssen oft auch
unökonomisch liegende Züge geführt werden, weil man auf
die den erheblichen Betrag von K 119'— pro Bahnkilometer
ausmachende Einnahme für die Postbeförderung nicht verzichten
 will und die Parteien auf eine prompte Postbeförderung
besonderen Wert legen.
Ist die Güterbewegung einer Lokalbahn so gering, daß
man nicht alle Zugpaare dafür ausnützen kann, so werden
die nicht ausgenützten mit Vorteil als reine Personenzüge
konstruiert, was sich auch dann ergibt, wenn der Güterverkehr
80 stark wird, daß die gemischten Züge nicht mehr ausreichen
und reine Güterzüge eingelegt werden müssen.
Daß bei- Sackbahnen die Zuglage so gewählt werden
muß, daß der erste Frühzug die Reisenden nach der Hauptbahn,
 bezw. dem Verkehrszentrum und der letzte Abendzug
nach der Endstation der Lokalbahn zurückbringt, bedarf wohl
nicht der besonderen Begründung, ist jedoch wichtig für die
Bauausführung, da für die Remisierung der Lokomotiven und
die Unterbringung des Zugpersonales in der Endstation
vorgesorgt werden muß,
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        1i

Daß man bei größerem Personenverkehre auch den
Fahrplan mit einer angemessenen Zahl von Personenzügen
ausstatten wird, ist ebenso selbstverständlich, wie die Bemessung
 der Wagenzahl nach der Frequenz, Leider genügt
an vielen Tagen der Woche ein Wagen; doch ist man gezwungen,
 für Sonn- und Festtage, sowie Markttage für die
Beistellung mehrerer Wagen vorzusorgen, Nie mehr Wagen
beim Zuge führen, als der. Frequenz entspricht, mit diesem
Grundsatze hat sich das Personal allmählich so vertrauf gemacht,
 daß die Wagenausnützung, d, i. das Verhältnis
zwischen den gefahrenen Personenkilometern und Sitzplatzkilometern
 im Durchschnitte aller im Staatsbetriebe stehenden
Lokalbahnen von 1899 auf 1902 von 215% auf 254% gestiegen
 ist — eine Avsnützung, die bekanntlich nicht einmal
auf den Hauptbahnen erreicht wird,
Bei den meisten Zügen ist die Beigabe eines für die
Post- und Gepäck-(Eilgut-)Beförderung geeigneten Wagens
nicht zu vermeiden.
Daß man sich auf Lokalbahnen im Personenverkehre
auf die Führung der II. und III. Wagenklasse beschränkt,
brauche ich wohl nicht erst hervorzuheben, da ja bekannt ist,
wie unökonomisch man schon mit der II. Klasse arbeitet.
Der Heizung und der Bremsung, sowie der Verringerung
der Zugbegleitungsmannschaft wegen, werden‘ die Personenwagen
 und der Gepäckswagen vor den Güterwagen einrangiert.
Als Zugsbegleiter genügt bei reinen Personenzügen in der
Regel ein Mann, der Zugführer.
Bei den gemischten Zügen kann man in den meisten
Fällen mit einem zweiten Manne am Schlusse des Zuges
auslangen,
Im Sommer, wo die Personenwagen rückwärts eingereiht
werden, kann man auch bei vielen gemischten Zügen mit dem
Zugführer allein auskommen.
Bei der Besetzung der Stationen und Haltestellen
 wird in der sparsamsten Weise vorgegangen und
behilft man sich zur Vermeidung der schwer zu kontrollierenden
und darum bedenklichen Ausgabe der Fahrkarten im Zuge in
kleinen Stationen oder Ladestellen durch die Übertragung die
Dienstes an die Frauen der Bahnmeister oder Visierer, in
        <pb n="18" />
        ‘3

wichtigeren Stationen durch Verwendung weiblicher Hilfskräfte
 oder auch, wenn verläßliche einheimische Leute zur
Verfügung stehen, durch Bestellung von Agenten, mit welchen
man aber selten gute Erfahrungen gemacht hat.
Um eine doppelte Besetzung der Stationen für den Fall
zu vermeiden, als Züge in die Nachtzeit fallen, werden die
Stationsorgane vom Dienste beim letzten Zuge enthoben und
besorgt dann der Zugführer den Dienst.
Aus dieser Besetzung der Stationen und Haltestellen
und aus der Verwendung von Unterbeamten und Dienern für
den Verkehrs- und kommerziellen Dienst, sowie der Frauenaushilfe
 haben sich keine nennenswerten Unzukömmlichkeiten
ergeben und findet sich das Personal schnell in den Dienst,
der übrigens bei den wenigen und meist sich gleich bleibenden
 Verkehrsrelationen gar nicht schwierig ist, wie sich auch
das durch die Hauptbahn verwöhnte Publikum damit bald
abfiodet, wenn nur seine Geschäftsinteressen nicht beeinträchtigt
 werden, was peinlichst vermieden wird,
Statt des teuren und überflüssiges Schreibwerk verursachenden
 Kilometergeldes wird dem Fahrpersonal als
Entschädigung für die Auslagen während des dienstlichen
Aufenthaltes außerhalb des Domizils ein Fahrtaggeld gezahlt,
 das in seinen dreierlei Preisansätzen davon abhängt,
ob der Bezugsberechtigte täglich daheim übernachtet und
während des Dienstes im Domizilorte die Hauptmahlzeiten
einnehmen kann oder nicht. Diese Gebühr kommt zur Anweisung,
 wenn die für den Tag genau vorgeschriebene
Leistung ganz verrichtet wurde. Indirekt stiftete die Einführung
 des Fahrtaggeldes einen großen Nutzen, weil nunmehr
 das Verschieben in den Stationen kaum die Hälfte der
Zeit in Anspruch nimmt, als dies früher der Fall war.
Einen nicht unbeträchtlichen Teil der Auslagen des
Verkehrsdienstes bilden die Kosten des Dienstes in
den Anschlußstationen. Die Österreichischen Staatsbahnen
 verkennen nicht die den einmündenden Lokalbahnen
 zu -verdankenden Vorteile des Verkehrszuwachses auf
den Hauptbahnen und besorgen den Dienst in den Anschlußstationen
 unentgeltlich, Leider folgen die österr. Privatbahnen
nur ausnahmsweise diesem .Beispiele. Dieselben verzichten
        <pb n="19" />
        1}

auf die in den Anschlußstationen sich ihnen bietende Einnahmsquelle
 auch dann nicht, wenn, wie dies meist der Fall,
durch den Anschlußdienst eine Steigerung der Selbstkosten
nicht eintritt.
Die näher besprochenen sparsamen Einrichtungen für
den Verkehrsdienst ermöglichen es, den Stationsdienst mit
rund K 500‘—- für 1 Bahnkilometer und den Fahrdienst mit
10 bis 11 h per Zugkilometer zu bestreiten.

V. Zugförderungsdienst.

Hier ist gleich eingangs zu bemerken, daß dies jener
Dienstzweig ist, in welchem bisher trotz der eifrigsten
Bemühungen keine Herabminderung der Ausgaben erzielt
wurde — im Gegenteil haben die enormen Kohlenpreissteigerungen
 der letzten Jahre die früher erzielten Erfolge
wieder aufgezehrt. +
Die immerhin ansehnlichen Ersparnisse, welche die Verminderung
 der sogen. Nebendienstleistungen (Verschieben,
Dampfhalten) durch den geringeren Brennmaterialverbrauch
und die Verwendung billiger Kohlensorten — in Galizien
und der Bukowina ging man zur Holzfeuerung über — erzielt
 wurden, konnten aus diesem Grunde nicht zur Geltung
kommen.
Trotzdem habe ich die feste Überzeugung, daß auch im
Zugförderungsdienste die Betätigung wirtschaftlichen Sinnes
zu befriedigenden Resultaten führen wird, wenn der schwierigen
Aufgabe angemessen, die. richtigen Mittel angewendet werden.
Brennmaterialverbrauch und Personalaufwand,
 das sind die beiden Punkte, in welchen der betriebsökonomische
 Hebel einsetzen muß. Wie das zu bewerkgtelligen
 wäre, soll im folgenden untersucht werden,
Bei der Besprechung des Fahrplanes wurde darauf hingewiesen,
 daß die Verkehrsverhältnisse der meisten Lokalbahnen
 zur Führung gemischter Züge zwingen. Dieser ‚Umstand
 gebietet die. Verwendung leistungsfähiger, schwerer
Lokomotiven. Es sind dies meist dreiachsige — nur für
besonders ungünstige Neigungsverhältnisse vierachsige Tenderlokomotiven
 von 10 £ Achsdruck mit 30, bezw. 40 %. Gewicht.
        <pb n="20" />
        Auf unseren Lokalbahnen wechselt die Intensität des
Verkehres während des Jahres in weiten Grenzen, weshalb
die schweren Lokomotiven nicht immer voll ausgenützt sind
und dann unwirtschaftlich arbeiten, Doch 1äßt sich daran
nichts ändern, weil die schweren Lokomotiven zur Zeit des
stärkeren Verkehres (Herbstperiode) für einen wirtschaftlichen
Betrieb notwendig‘ sind,
Wenn man verhindert ist, das Gewicht der Lokomotiven
 zu vermindern, bleibt nur die Verminderung des Zuggewichtes
 durch Verkleinerung der Tara, d. i. des Gewichtes
der Wagen übrig. Da die Güterwagen freizügig bleiben
müssen, sind es außer den wenigen ausschließlich nur
im Binnenverkehre verwendeten - Güterwagen nur die
Personen- und Gepäcks-Postwagen, deren Gewicht herabgesetzt
werden kann.

Dieses Leichtermachen hat die Staatsbahnverwaltung in
der neuen Wagentype, welche sehon bei den im Jahre 1903
zur Eröffnung gekommenen Linien angewendet wurde, in ausgiebiger
 Weise besorgt, indem das Wagengewicht von rund
12 € auf rund 6 € bei unwesentlicher Verminderung des
Fassungsraumes herabgesetzt wurde, Diese neue Wagentype
soll von nun an für alle neuen Linien angeschafft und auf den
alten Linien allmählich gegen die schweren, nach den Hauptbalıntypen,
 den Betriebsanforderungen dieser Bahnen entsprechend
 gebauten Wagen, umgetauscht werden.
Der ökonomische Effekt dieser neuen, leichten Personenund
 Dienstwagen ist ein sehr bedeutender, denn in jeder
rollenden Wagenachse ist das Zugsgewicht um 3 % vermindert,
 so daß nach dem Durchschnitte des Jahres 1902
gerechnet, die Zugleistung für das Bahnkilometer um 41000,
d, i. 25%, der gesamten Bruttotonnenkilometer kleiner wird,
und der Kohlenverbrauch allein um 10 € und die Ausgabe
hiefür um rund K 100'— pro Bahnkilometer jährlich sinken
müssen. Dazu kommt noch zu berücksichtigen, daß diese
leichten Wagen um rund K 3000 das Stück weniger kosten.
Die Wagen haben beiderseits eine Plattform, Mittelyang
 und Übergangsbrücken, so daß der Kondukteur Zutritt
zur Lokomotive findet.
        <pb n="21" />
        15

Wird auch die den leichten Wagen entsprechende leichtere
Lokomotive in Anschlag gebracht, so ergeben sich für einen
solchen leichten Zug folgende Anschaffungskosten:
Lokomotive 158% Kosten K 20.000
DFI Wagen 64% - 6.500
BCL » 5'8% 7.500
CL ” 5‘7€ 7.000
Zusammen u 838°7t Koston 41.000
Die Kosten eines Zuges alter Type haben sich belaufen:
Lokomotive 30% Kosten K 33.000
DF Wage- 93t „ 9.000
BC 12% „ 10.000
N "2% „9.000
‚3t Kosten X 61.000
Die Einführung des leichten Zuges ermöglicht auch die
Trennung des Personendienstes vom Güterdienste und ist auch
die Vorbedingung für die unter Umständen zulässige Beschränkung
 des Lokomotivpersonals auf einen Mann.”)
Wenn man den großen Unterschied zwischen der Leistung
des Lokomotivpersonals eines 250% schweren, mit 80 bis
90 km Geschwindigkeit verkehrenden, von einer 80 t£ schweren
Lokomotive geführten Eilzuges und eines kaum 20 £ schweren,
mit 30 km Maximalgeschwindigkeit sich bewegenden Lokalbahnzuges
 vergleicht, drängt sich die Frage von selber auf:
ob dieser Miniaturzug auch 2 Mann zur Bedienung der Lokomotive
 benötige.

Zusammen

Diese Frage kann ganz unbedenklich mit Nein beantwortet
 werden, wenn Einrichtungen getroffen werden, die
dem Kondukteur den Zutritt zur Lokomotive während der
Fahrt ermöglichen, so daß eine unmittelbare Verständigung
unter dem Zugspersonal stattfinden kann. Die geringen Ansprüche,
 welche. die Führung solcher Züge an die Umsicht
und Aufmerksamkeit des Führes stellt, sowie nicht minder
die geringe körperliche Anstrengung bei der Bedienung des
Feners und der Dampfmaschine überhaupt, würden die Be-*)

 Die einmännige Bedienung der Lokomotive ist auch in
Preußen gemäß der Betriebsvorschriften von 13, August 1898 zulässig.
        <pb n="22" />
        I
ba

lassung zweier Leute auf der Lokomotive — von einigen besonders
 schwierigen Linien‘ abgesehen — als eine Verschwendung
 erscheinen lassen.

Die im heurigen Jahre unter ungünstigen Verhältnissen
durch längere Zeit fortgesetzten Probefahrten mit. fahrplanmäßigen
 Zügen haben auch dargetan, daß diese Neuerung
unbedenklich zulässig ist.
‚Die Eınführung des leichten Personenzuges in‘ den
Lokalbahnbetrieb wird ‚erst die allseits gewünschte Trennung
des Personendienstes von dem Güterdienste und die dadurch
bedingte Vermehrung der Züge ohne erhebliche Steigerung
der Betriebskosten zulassen,
Da die Beschaffung der leichten Lokomotiven nur nach
Maßgabe der anderweitigen Verwendung der vorhandenen
schweren Lokomotiven wird erfolgen können, so wird es immerhin
 einige Jahre dauern, bis die Kostenersparnisse im Zugförderungsdienste
 sich auf den älteren Lokalbahnen voll geltend
machen werden,
Übrigens darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß man
noch ‚erhebliche Ersparnisse im Verbrauche an Feuerungsmaterial
 durch die Verminderung der Nebendienstleistungen,
auf welche die Einführung des Fahrtaggeldes schon wesentlichen
 Einfluß geübt und durch genaues, den lokalen Verhältnissen
 auf Grund von Probefahrten angepaßtes Brennmaterial-Ausmaß,
 auf welchem die Berechnung der Ersparnisprämien
basiert, erzielen kann.
Für durchschnittliche Verhältnisse wird man die Kosten
des Zugförderungsdienstes und der Erhaltung der Fahrbetriebsmittel
 pro Bahnkilometer mit weniger als K 1000 bestreiten
können, und zwar:

Kronen
Lokomotivpersonalkosten . , . 380 —
Lokomotivfenerung . . „2. 380'—
Schmiermaterial, Wasserbeschaffung etz. 50'—
Erhaltung der Fahrbetriebsmittel „2. 150
Summe . 960°—
Für 1 Zugkilometer können 40—44 h und für 1000
Bruttotonnenkilometer Kronen 5 bis 6 veranschlagt werden.
        <pb n="23" />
        L7

In den letzten Jahren wurde zur Verbilligung des Lokalbahnbetriebes
 die Einführung der sogenannten Motorwagen
(Selbstfahrer) vorgeschlagen und hat diese Frage viel Staub
aufgewirbelt. Auch die österreichischen Staatsbahnen beschäftigen
 sich seit längerer Zeit mit den Motorwagen und lassen
verschiedene Typen probeweise im regelmäßigen Betriebe laufen.
Die bisherigen Betriebsergebnisse sind unbefriedigend und bieten
wenig Aussicht für die Zukunft. -
Die Freunde der Motorwagen gehen von der Anschauung
 aus, daß es für den Lokalbahnverkehr unwirtschaftlich
sei, mit der Lokomotive alten Systems eine große tote Last
zu bewegen und wünschen eine rationellere Verwendung der
Zugkraft durch Vereinigung der Lokomotive und der Wagen
zu einem Fahrzeuge — ganz bezeichnend Motorwagen
genannt. Diese Vereinigung ist ohne Schwierigkeiten ausführbar,
 indem man einen Teil des Wagenraumes zur Unterbringung
 des Motors und eine Wagenachse zum Kraftantriebe
 benützt. Dem Konstrukteur eines solchen Fahrzeuges
wird nur die Aufgabe zufallen, den Motor so kompendiös zu
bauen, daß er von dem Wagenraume einen möglichst kleinen
Teil in Anspruch nimmt und dabei die dem Verkehrsbedürfnisse
 entsprechende Kraft entwickelt. Bevor der Ingenieur
an die Lösung dieser Aufgabe schreitet, wird er fragen, welche
Verkehrsbedürfnisse auf den Lokalbahnen zu befriedigen sind.
Sieht man von der Güterbeförderung ab, so wird die Antwort
lauten: Dieselbe Leistung, welche den aus einer Lokomotive,
einem Wagen für Post- und Gepäckssendungen und je nach
Bedarf aus einem oder mehreren Personenwagen bestehenden
Zuge zugemutet wird.
Einen Motorwagen zu bauen, der dieses Bedürfnis gleichfalls
 befriedigen könnte, ist bisher nicht gelungen; dies wird
auch nie gelingen, weil man mit Fahrzeugen von unmöglichen
Dimensionen und unzulässiger Inanspruchnahme des Oberbaues zu
tun hätte, die höchst unzweckmäßig und äußerst unrationell wären.
Die Motorwagenbauer haben sich deshalb entschlossen,
das Verkehrsbedürfnis nur teilweise zu befriedigen und dadurch
 die Konstruktion von Fahrzeugen mit gangbaren Dimensionen
 zu ermöglichen. So entstanden zweiachsige Motorwagen

2
        <pb n="24" />
        diverser Bauart für Normal- und Schmalspur, die sich mit der
Beförderung einer beschränkten Anzahl Reisender begnügen
und auf Post- und Gepäckbeförderung verzichten.
Auf den vom Staate betriebenen Lokalbahnen ist je ein
Motorwagen System Daimler, Serpollet und Komarek probeweise
 im Betriebe.

Diese Fahrzeuge stehen noch zu kurz in Verwendung um
schon heute ein abschließendes Urteil zu ermöglichen,
doch versprechen die bisherigen Erfahrungen wenig Gutes,
Die Gründe dafür lassen sich durch einige allgemeine
Bemerkungen leicht darlegen.
Die Beförderungsmittel müssen die größtmöglichste
Elastizität, d, h. das Vermögen besitzen, sich den wechselnden
Verkehrsbedürfnissen leicht anpassen zu lassen.
Nach diesem Grundsatze muß die Wageneinheit klein
gewählt werden und die Lokomotive eine Zugkraft entwickeln
können, die den je nach den wechselnden Verkehrsbedürfnissen
aus mehreren Wageneinheiten zusammengesetzten Zug mühelos
und sicher fahrplangemäß zu befördern vermag. ,
Diesem Grundsatze entspricht der leichte Personenwagen
unter allen Umständen, Die bisher verwendeten Lokomotiven
tragen diesem Grundsatze für die reinen Güterzüge und für
die gemischten Züge ebenfalls Rechnung; nur für Lokalbahnen,
bei welchen der Personenverkehr getrennt vom Güterverkehre
abgewickelt wird, sind diese Lokomotiven zu schwer und sollen
deshalb durch leichtere zweiachsige Tenderlokomotiven ersetzt
werden, die bei einem Gewichte von 15% so viele leichte
Wagen ziehen können, als zur Beförderung der Reisenden
auch an Tagen erhöhter Frequenz (Sonn- und Feiertage, Markttage,
 lokale Feste u. dgl. m.) erforderlich sind. Ein Motorwagen
 wird dem obigen Grundsatze im allgemeinen nicht entsprechen
 können, da er gar kein Anpassungsvermögen besitzt,
indem der Fassungsraum eine fixe Größe ist und die Zugkraft
logischerweise auch nur für die Bewegung des Motorwagens
allein zu bemessen ist. Nur für den Fall, daß eine Lokalbahn so
günstige Verhältnisse besitzen sollte, daß längere Neigungen
äber 4% ,9 nicht vorkommen, könnte der Motorwagen sich
durch Beförderung von Anhängewagen den Verkehrsbedürfnissen
 anschmiegen. Auch in den wenigen Fällen, wo es sich
        <pb n="25" />
        19

um die Befriedigung eines ganz bestimmten Verkehrsbedürfnisses
 handelt, z. B. Schulbesuch oder täglicher
Marktbesuch, wird ein Motorwagen am Platze sein, dann aber
ganz gleichgiltig, ob es sich um eine Hauptbahn oder um
eine Lokalbahn handelt.
Ökonomisch wird ein solcher Motorwagenverkehr aber
nur dann sein, weun täglich mindestens 100 Zugkilometer
zu leisten sind, was beispielsweise bei einer 25 km langen
Lokalbahn schon vier Fahrten über die fahrplanmäßigen entspricht,
wozu aber wieder nur selten Reisende vorhanden sein werden,
Die Verwendbarkeit der Motorwagen wird sich immer
in engen Grenzen bewegen und weit mehr auf Hauptbahnen
in der Pflege des Nahverkehres; als auf Lokalbahnen wahrzunehmen
 sein, welch letztere der leistungsfähigen Lokomotiven
für den Verkehr an Sonn- und Feiertagen, zu Jahrmärkten, sowie
zur Zeit des starken Herbstverkehres nicht entraten können,
und für welche die Beschaffung eigener Motorwagen für die
Perioden schwachen Verkehres ein Luxus’ wäre.
Über die Wirtschaftlichkeit des Motorwagenbetriebes
sei noch folgendes bemerkt: Da die Bauart des Dampferzeugers
eines Motorwagens eine derart rationelle Verwertung des
Brennmaterials, wie es bei gewöhnlichen Lokomotiven erreichbar
ist, nicht zuläßt, ist der Brennmaterialverbrauch für eine
Pferdekraft wesentlich größer — nach den bisherigen Erfahrungen
 sogar doppelt so groß — und bringt demnach die
durch die Vereinigung von Motor und Wagen erzielte Verringerung
 der toten Last gar keinen wirtschaftlichen Nutzen.
Mit Rücksicht darauf und in der Erwägung, daß ein
für größere Leistungen gebauter Motorwagen auch zwei Mann
zur Bedienung des Motors erfordert, kommt man, ganz abgesehen
 von den mannigfachen Nachteilen des Motorwagenbetriebes,
 zu der Überzeugung, - daß man mit der Idee, auf
Lokalbahnen den ganzen Betrieb mit Motorwagen zu führen,
in eine Sackgasse geraten ist, in welcher für dieses. Fahrzeug
 das Geleise aufhört — vielleicht ist aber die gleislose
Straße der richtige Weg, auf welchem die Zukunft der Motorwagen
 zu suchen ist! Die charakteristischen Daten über die
verschiedenen Motorwagen und leichten Personenzüge . finden
sich in der Tabelle I übersichtlich zusammengestellt.
DM
        <pb n="26" />
        N

Der Vollständigkeit halber muß schließlich noch der
galektrische Betrieb erwähnt werden. Die österreichischen Staatsbahnen
 führen den Betrieb der 24 km langen Lokalbahn
Tabor— Bechin, welche für die elektrische Traktion eingerichtet
 ist. Die Strumzuführung geschieht oberirdisch mittels
an Holzgerüsten geführter Kupferdrähte, die Stromabnahme
mittels zweier Bügel des vierachsigen Motorwagens, der auf
jeder Achse einen Elektromotor mit 25 PS trägt.
Der Betrieb funktioniert, abgesehen von der durch die
Bauart des Motorwagens unmöglich gemachten Postbeförderung
und schwierigen Beheizung der Wagenabteile bisher ziemlich
anstandlos, jedoch sind die Betriebskosten weit größer, als
beim Dampfbetriebe. Dieser ungünstige Betriebserfolg ist im
Grunde nicht überraschend, denn eine elektrische Kraftquelle
kann nur dort wirtschaftliche Vorteile bringen, wo sie möglichst
kontinuierlich in Anspruch genommen und dadurch voll ausgenützt
 wird, was aber bei einer Lokalbahn mit drei bis vier
Zugpaaren in 24 Stunden durchaus nicht der Fall ist.
Wenn man die Kosten der Erhaltung der Leitungen
berücksichtigt, werden die eigentlichen Betriebskosten nicht
anter K 5000 für das Bahnkilometer zu bestreiten sein.
VI. Betriebskosten.
Aus den vorstehend entwickelten Daten lassen sich die
gigentlichen Betriebskosten per Bahnkilometer für
durchschnittliche Verhältnisse folgendermaßen veranschlagen :
5% Allgem, Verwaltung . . . . K 140
Bahnaufsicht und Bahnerhaltung . . „ 840
Verkehr . . . .» „ 890
Zugförderung . . „960
Verschiedenes SA ‚0 50
Zusammen . K 2880
Vergleicht man mit diesen Ziffern die wirklichen Ausgabenerfolge,
 wie sie sowohl für die österreichischen als auch
für die größeren Lokalbahnkomplexe des Auslandes in der
Tabelle II zusammengestellt sind, so ergibt sich, daß die
von den Österreichischen Staatsbahnen verwalteten Lokal.
bahnen die kleinsten Betriebskosten und den günstigsten Betriebskoeffizienten
 erzielen, Nach der Durchführung der Reformen
 im Zugförderungsdienste werden die Betriebskosten noch
        <pb n="27" />
        Tabelle I. Übersicht der Traktionskosten mit Motorwagen und leichten Lokomotiven,

Type

Aa,
S
 ®%

8
8

Anschaffungskosten


ım. ganzen |

N
8 3
55
[=Mate-

 |
Yrial

Betriebsausgaben
pro Fahrt km

Per- | Er- im
sonal |haltung| ganzen

Aumöerkung

a
ie
Al

Daimler-Motor (Benzin). .|
Serpollet-Motor (Dampt) .!
Komarek-Motor, schmalspurig
 (Dampf) .......
Komarek-Motor normalspurig
 (Dampf) .......
Elektr, Motorwagen E
Tabor—Bechin .......
Lokomotive, zweiachsig,
EN
Lokomotive, zweiachsig
mit 1 DM, 1B8C, ..
Lokomotive, zweiachsig
mit1 DM,1BC, 1 Ci |

2
2

„

»

8

15 9
18‘5
6:4!

88 28
14:5 1138

336
4.86

5014 |
10] le
175) 56140 | as7 m
m

28:0 |
337 |

7.9

36

77

7 974 | 455 |

Kronen

55.000
41.000 |

17.000

28.000 |

37.000 |

22.000

36.000 |

43.600 |

Hal

1166
1366

8:6
72

13:5
13:5

1214 ||

5'7

135 |

718 I

8:2

13:54)

995 ||

28:6 | 13:5 |
70 1

1000 |

57

135 |

589 |

7'1

18:5 |

1]

17°0 |
10.0 |

39:1
2307

1:40
081

9:0 |

89

2:0

9:6 | 813 1

0:80

10:0 | 321 1

1:30

5°7 | 17:0 |

9:0 |

28:2 || 0:78

11:4 |

820 | 048 |
F

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N
bu
        <pb n="28" />
        22
al ad

günstiger werden, da die veranschlagten Ausgaben K 2900
im großen Durchschnitte nicht übersteigen sollen.
Außer den eigentlichen Betriebskosten fallen dem Budget
der Lokalbahnen auch noch eine Reihe von sonstigen Ausgaben
 zur Last, die das Reinerträgnis nicht unerheblich beeinträchtigen.
 Es dürfte nicht ohne Interesse sein, auch diese
in Betracht zu ziehen. Es entfielen im Jahre 1902 auf das
Betriebskilometer der vom Staate auf fremde Rechnung betriebenen
 Lokalbahnen:
1. Für Beiträge zu den Humanitätsfonden und zur
berufsgenossenschaftlichen Unfallsversicherung . K 108
Tabelle II. Betriebserfolge.

Länge
km

3500

3000

2068

12368

4.05

53385

4553

1651

2902

1150

5414

1799

Für die vom Staate auf
fremde Rechnung betriebenen
 Österreichischen
Lokalbahnen wurden pro
1908 veranschlagt . .
Erfolg für diese Bahnen
pro 1902 , . . 4...
Erfolg für diese Bahnen
pro 1899 . . . . ++
Lokalbahnen in Bayern
(190) + 2 0.0.0.04 4
Lokalbahnen in Sachsen
(90. ..... 4
Lokalbahnen in Frankreich
(1901) . 20.0.0000
Lokalbahnen in Frankreich
(1900). . 0.0.0...
Lokalbahnen in Frankreich
(1900) © 00000004 4
Lokalbahnen in Frankreich
(1900) . 2. 020000 40
Österreichische Lokalbahnen
in Privatbetrieb . . .
Ungarische Lokalbahnen im
Staatsbetrieb (1901) . .
Sechmalspurbahnen in
Deutschland (1900) . |

Ein- Ausnahmen
 | gaben

Ah
28
«Nora ©
IR
‘an
DO
180
Me

per km
Kronen

000

3000 ||

50

5866

3199 || 53:9

5400 |

4009 ||

79-8,

5146

3602 || 79-1

6825

6858

4008

8739

5455 ||

89

5879

4607 |! 78:5

93048

A689 Il

73:8

3708

3946 |

875)

77392 |

4579 |

59:0

4448 |
7821

unbekannt


unbe- |
kannt

6215 | 84:6

(Schmalspurbahnen)


Nur normalspurige

Linien
Nur schmalepurige

Linien
        <pb n="29" />
        eg enüberstellung der in den Rentabilitäts-Rechnungen der Projekte einiger Lokalbahnen angenommenen Beförde-Tabelle
 LIE rungsmengen, Einnahmen und Ausgaben mit den wirklichen Ergebnissen im Jahre 1902.

Mauthausen —)J
Grein. .... | 1902
wirkl. Erfolg‘

angenommen
im Projekte

Borki wielkie — | angenommen
arzymalow .. 1902

Deutschbrod — | angenommen
Saaz .....- 1902

Königstadtl — | angenommen
Ihlumetz ... 1902

Jurktalbahn . | ang6NOMMEN
1902

Parsonenzilometer


1.200.000

1,360.000

1.200.000
326.000

1.400.000
1.038.000

180,000
2992 400

560 000
1.187.400

Jütertonnen

16.000

26.200

39.000
27.000

31.000
31.000

40.000
[3.200

17.300
10.600

Gütertonnenkilometer


1.674.000
749.000

329.000 _
129.300

1.145.000
354.600

Einnahmen

aus dem Per- | aus dem Gütersonenverkehre
 verkehre

KK

1 O0 DD

52.000

80.000

59.700

60.900

40.000
31.100

114.000
85.100

60.000
38.800

186.000
108.600

5.200.
8.200

61 000
36.000

26.000
47.400

110.000
100.300

{j

Betriebs-Ausgaben


96.000

59.700

86.000
39.800

130.800
64.800

38.000
26.800

68.000
78.000

|

DD
Ay
        <pb n="30" />
        Für gesellschaftliche Auslagen (Kosten des
Verwaltungsrates, finanzieller Dienst etz.) . K 203
Für Kosten des Gemeinschaftsdienstes in
Anschlußstationen von Privatbahnen . . . „ 271
Hiezu wird folgendes bemerkt:
Wie bereits betont, ist die Anrechnung der Gemeinschaftskosten
 unbillig und könnte deren Auflassung wohl erwartet
 werden.

2,

3

Bei den vom Staate für fremde Rechnung betriebenen
Lokalbahnen haben die Beiträge für die berufsgenossenschaftliche
 Unfallsversicherung durch die Betriebsreform zwar eine
Verminderung erfahren, trotzdem sind dieselben hicht nur im
Verhältnisse zu jenen der Auslandsbahnen, sondern auch im
Verhältnisse zu den.Hauptbahnen viel zu hoch und wäre es
nur billig, wenn die Versicherungsbeiträge entsprechend den
wesentlich geringeren Gefahren des Lokalbahnbetriebes herabgesetzt
 werden würden.
Die großen Kosten des gesellschaftlichen Verwaltungsapparates
 unserer Lokalbahnen lassen die Frage berechtigt
 erscheinen, ob- die Aktiengesellschaft die zweckmäßige
Einrichtung für diese Unternehmungen bildet, Auf diese Frage
hier näher einzugehen, würde zu weit führen ; dennoch darf
nicht unerwähnt bleiben, daß die wenigen und geringfügigen
Verrichtungen dieses Verwaltungsapparates anstandslos von der
Staatsbahndirektion gegen eine billige Entschädigung übernommen
 werden könnten.
Schließlich wird noch auf Tabelle III verwiesen, deren
Ergebnisse zeigen, wie man sich bei der Aufstellung der Projekte
 in der Regel über den Umfang des Verkehres, die Betriebseinnahmen
 und die Betriebskosten täuscht und sonach
zur Vorsicht gemahnt werden muß.
Vil. Betriebseinnahmen.

Wenn nicht von größerer, so doch von derselben Bedeutung
 für das Gedeihen eines Lokalbahnunternehmens wie
die Frage der Betriebskosten, ist die Einnahmenfrage, bezw.
die davon nicht zu trennende Tariffrage.
        <pb n="31" />
        25

Über die Einnahmen der vom Staate betriebenen Lokalbahnen
 gibt die Tabelle IVa und über jene der selbständigen
Lokalbahnen die Tabelle IVb ein sehr anschauliches Bild, in
welchem die große Verschiedenheit der kilometrischen Kinnahmen
 besonders auffällt. *)
Berechnet man die durchschnittlichen Einnahmen für
die Leistungseinheiten, so ergeben sich nach den Daten des
Jahres 1902 für das Personenkilometer‘ 3’5 h und für ein
Nettotonnenkilometer Fracht 8'4 h als Einnahmen. Die Selbstkosten
 (Gesamtbetriebskosten ausschließl. Verzinsung und
Tilgung des Anlagekapitals) können durchschnittlich mit
9-68 h_ für ein Personenkilometer und 5:63 h für ein Gütertonnenkilometer
 angenommen werden. Bei der Ermittlung der
Selbstkosten, welche in der Tabelle V für jede einzelne Linie
ausgewiesen erscheinen, wurde davon ausgegangen, . daß die
einfachen Verhältnisse der Lokalbahnen eine Berechnung der
Selbstkosten des Personenverkehres und. des Güterverkehres
mit Hilfe der Selbstkosten, welche auf eine Wagenachse entfallen,
 bewerkstelligen lassen, weil nach der Statistik die Annahme
 voll berechtigt ist, daß mit jeder Personenwagenachse
annähernd dasselbe Bruttogewicht befördert wird, wie mit
jeder Güterwagenachse und weil der Beförderungsaufwand
(Betriebskosten) sowohl in persönlicher als in sachlicher Hinsicht
für die Achsen ‘beider Wagengattungen in den beinahe ausschließlich
 vorkommenden gemischten Zügen derselbe ist, Da
man die auf eine Personenwagenachse entfallende Anzahl
Reisender und die auf eine Güterwagenachse entfallende Anzahl
 Nettotonnen Frachtgut kennt, so ist auch der Schlüssel
für die Verteilung der Selbstkosten einer Wagenachse auf
äen Personen- und Güterverkehr gegeben. (Tabelle V.)
In dieser Tabelle. sind außer den Selbstkosten für jede
Lokalbahn, auch die für die Einnahmen maßgebenden zwei
Tarifsätze und zwar für Personenkarten III. Kl. und für
Wagenladungsgüter der Klasse C zusammengestellt,
Da die Selbstkosten nach den Ergebnissen des Jahres
1902 berechnet sind, dürften dieselben in der Erwägung,
daß man der noch zu gewärtigenden Ersparnisse zur Bildung
*) Tabelle [Va, IVb, dann die später angeführte Tabelle V, VI
und VII sind als Beilagen am Schlusse angefügt.
        <pb n="32" />
        26

eines gewissen Sicherheitskoeffizienten bedarf, wohl als
Minimum angesehen werden, mit welchem man zu rechnen
haben wird, Zu diesen Selbstkosten stehen die Tarife der
großen Mehrzahl der Linien in einem schreienden Mißverbältnisse,
 welches das Haupthindernis der Rentabilität bildet.
Die Rentabilität darf aber auch dann nicht vernachjässigt
 werden, wenn man die Verwaltung der Lokalbahnen
vom gemeinwirtschaftlichen Standpunkte beurteilt, denn in den
Konzessions-Bedingnissen wird von den Tarifen gesagt, daß
bei deren Genehmigung einerseits auf die öffentlichen Rücksichten,
 andererseits auf eine ausreichende Rentabilität des
Bahnunternehmens Bedacht genommen werden soll. Allerdings
werden mit vollem Rechte die öffentlichen Rücksichten in die
erste Reihe gestellt, gleichzeitig aber auch der Grundsatz der
ausreichenden Rentabilität festgehalten.
Daß diesem Grundsatze entsprochen worden ist, kann
man nur von einigen älteren Lokalbahnen sagen, während
die neueren Linien Tarife erhielten, die unrentabel genannt
werden müssen. Über die bei den Lokalbahnen eingeführten
Tarifschemas und Einheitssätze gibt die Tabelle VI Aufschluß.
Aus den folgenden Zusammenstellungen der für die
Tarifbildung maßgebenden Daten mehrerer Lokalbahnen
ist der Einfluß der Tarife auf die Rentabilität deutlich zu
ersehen und nicht zu verkennen, daß die Einheitssätze der
Tarife viel zu niedrig gegriffen sind. (Tabelle VII).
Solche Tarife kann man für Hauptbahnen, welche große
Verkehrspolitik treiben, oder für Staatsbahnen, die in der
Verwaltung die öffentlichen Rücksichten vorherrschen lassen,
gerechtfertigt finden, aber für Lokalbahnen, für welche das
Verkehrsquantum durch die Bevölkerungsdichte und die wirtschaftlichen
 Verhältnisse gegeben ist, und bei welchen auf eine
Zunahme des Verkehres nur in beschränktem Maße gerechnet
werden kann, stiften dieselben keinen Nutzen, im Gegenteil
sind sie mit ihren traurigen Folgen der Unrentabilität ganz
darnach angetan, die gedeihliche Entwicklung unseres Lokalbahnwesens
 ernstlich zu gefährden.
Das bloße Anlehnen an vorhandene Muster kann da
nicht zum Ziele führen, vielmehr muß auch in der Tariffrage
eine individualisierende Behandlung platzgreifen, die den Tarif
        <pb n="33" />
        277

für jede Linie auf die Selbstkosten unter Bedachtnahme auf
die Rentabilität aufbaut. ,
Transporte, welcher Art immer, unter den Selbstkosten
 zu befördern, kann weder von einer Lokalbahn
beabsichtigt, noch ihr zugemutet werden, und soll deshalb
grundsätzlich ausgeschlossen. sein.
Davon wäre nur in besonderen Fällen eine Ausnahme
zuzulassen z. B. wenn der Personenverkehr so gering wäre,
daß die Selbstkosten ganz abnorm hoch sich stellen und eine
Überwälzung des Defizites auf den Güterverkehr vorgenommen
werden muß,
Soll eine Lokalbahn lebensfähig sein, dann muß das
Unternehmen schon in ‚den ersten Betriebsjahren mindestens
jenen Betrag rein verdienen, welcher zur Verzinsung und
Tilgung des Prioritätsanlehens erforderlich ist. Im großen
Durchschnitte reichen hiezu für ökonomisch gebaute Linien
rund K 3000 für 1 Betriebskilometer aus und wären die
Tarife so zu bemessen, daß die Einnahmen außer den Selbstkosten
 auch noch diesen Betrag bedecken. Wenn durch die
Zunahme des Verkehres eine Verringerung der Selbstkosten für
die Leistungseinheiten eintritt, so soll eine Reduktion in den
Tarifen vorgenommen werden, jedoch erst dann, wenn die
4%/gige Verzinsung des außer den Prioritäten aufgewendeten
Aktienkapitals überschritten wird,
Für die bestehenden Linien, von welchen die Selbstkosten
 und die Transportmengen genau bekannt sind, wird die
Reform der Tarife nach vorstehenden Grundsätzen leicht
möglich sein,
Für neue Lokalbahnen werden die Schwierigkeiten auch
nicht groß sein, da die Selbstkosten auf Grund der veranschlagten
 Transpurtmengen nach den unter analogen Verhältnissen
 anderwärts erzielten Resultaten mit genügender
Sicherheit geschätzt werden können, Um ganz sicher zu
gehen, könnte man die Tarife nur provisorisch für ein oder
zwei Jahre erstellen und das Definitivum erst nach den gewonnenen
 Erfahrungen eintreten lassen.
Die Einführung der neuen Tarife würde selbstverständlich
 den Beifall jener Interessenten nicht finden, die sich im
Genusse der jetzigen billigen Tarife befinden; ihr Widerstand
        <pb n="34" />
        29

wird aber zu überwinden sein, wenn die neuen Tarife nicht
höher sein werden, als auf einzelnen bestehenden Linien
und wenn bei der Konzessionierung neuer Linien die Annahme
 der neuen Tarife zur Bedingung für die Erteilung der
Konzession gestellt wird.

Bei einzelnen im Betriebe stehenden und an der Krankheit
 der Unrentabilität oder gar des Betriebsdefizites laborierender
 Lokalbahnen wird die nachträgliche Bemessung der Tarife
zu der Überzeugung führen, daß sie nicht gebaut worden
wären, wenn man die Tarifeinheitssätze nach den richtigen
Grundlagen bemessen hätte. Ich verweise hier z. B. auf die
Linie Neuhof-Weseritz, für welche auf Grund der Daten in
der letzten Tabelle VII enorm hohe Tarife festgesetzt werden
müßten, wenn auf die Rentabilität Bedacht genommen werden
sollte,

Wenn auch mit der Erstellung der Tarife die wichtigste
Aufgabe des Kommerzialisten gelöst ist, so bleibt ihm doch
noch viel Arbeit während des Betriebes zu leisten übrig, da
es durch besondere Maßnahmen (Ausnahmstarife etz). Transporte
 zu gewinnen heißt, die sonst entweder dem Straßenfuhrwerke
 zufallen würden, oder überhaupt nicht möglich
wären.

Trotzdem ich mich aus triftigen Gründen für die Erhöhung
 der Tarife einsetze, würde ich es ‚dennoch für un-Wirtschaftlich
 halten, wenn man auf Lokalbahnen lieber an
dem Bareme festhalten und unausgenützte Züge führen wollte,
statt von Fall zu Fall durch Ausnahmstarife und sonstige Begünstigungen
 den Transport zu beleben und die Einnahmen zu
vermehren, Jede Aktion in dieser Richtung wird selbstverständlich
 nur auf Grund der vollen Kenntnis der örtlichen
Verkehrsverhältnisse und eingehender Erwägung aller Umstände
 unternommen werden dürfen, Es wird daher Aufgabe
der Bahnverwaltung sein, diese Grundlage auch sicherzustellen.
In der Organisation des Lokalbahndienstes bei den Öösterreichischen
 Staatsbahnen ist dafür vorgesorgt, denn der Betriebsleiter
 ist das berufene Organ, welches infolge der stetigen
und innigen Berührung mit den Lokalinteressenten dieser Aufgabe
 leicht gerecht zu werden vermag.
        <pb n="35" />
        20

Wird die kommerzielle Aufgabe richtig aufgefaßt und
geschickten Händen anvertraut, welche Tarife und Selbstkosten
in das richtige Verhältnis zu bringen verstehen, dann wird
die günstige Entwicklung des Verkehres und die Steigerung
der Einnahmen nicht ausbleiben, Ich möchte zwar diesem
Aufschwunge nicht allzuviel Optimismus entgegenbringen, doch
berechtigt der Umstand, daß die österreichischen Lokalbahnen
in den letzten Jahren trotz der weitgreifenden wirtschaftlichen
Depression eine ansehnliche Steigerung der Einnahmen aufweisen,
(s. Tabelle VIII) "zu den besten Aussichten für die Zukunft.
Dies ist umso erfreulicher, als die Betriebseinrichtungen
unserer Lokalbahnen heute bei weitem nicht voll ausgenützt
werden und einen größeren Verkehr ohne nennenswerte Vermehrung
 der Betriebskosten zu bewältigen in der Lage wären.
Für das Jahr 1903 wird schon mit einer durchschnittlichen
Einnahme per Kilometer von rund K 6000 gerechnet.
Wird die Regulierung der unhaltbaren Tarife vorgenommen,
 so werden die Einnahmen eine wesentliche Steigerung
erfahren, weil eine Abnahme der "Transporte nicht zu befürchten
 ist, da die Erfahrungen gelehrt haben, daß für
Bahnen, welche in ihrem Verkehre ausschließlich von den
lokalen wirtschaftlichen Verhältnissen abhängen, die Höhe der
Tarifsätze keinen erheblichen Einfluß auf die Quantität der
Personen- und Güterbewegung ausübt.

Vill. Betriebserfolg, Reinertag und Betriebskoeffizient.

Wie aus der Tabelle II (Abschnitt V) zu ersehen, weisen
die im Betriebe der k. k. österreichischen Staatsbalnen Stehenden
 Lokalbahnen den günstigsten Betriebskoeffizienten mit
538°9%/ aus.
Die erhebliche Besserung, welche seit dem Jahre 1899
eingetreten, zeigt folgende Übersicht :
Btriebsüberschuß der vom Staate be- 1899 1902
triebenen Lokalbahnen per km . K 1375 2667
Betriebskoeffizient . . . - „2.0. 728% 583°9%
Reinertrag per km + - K 866 2014
Die Verzinsung des investierten Kapitals ist in derselben
Periode von 0:82 auf 182%, also um ein volles Prozent
gestiegen.
        <pb n="36" />
        5

Tabelle VIII, Einnahmen und Ausgaben:

Zinnahmen

aus dem

Lokalbahn

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Personen-
 Güter:

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1275!

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119 |

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1639|

3

Hintertteban—-Lochowitz .
Neuhaus—NeubistTitz, . .
Strakonitz—Bieznitz . . -
Wodnian—Moldauthein . .
Triest—Parenzo.. ....'
Kaadener Lokalbahnen . .
Rakonitz—Mlatz. ....
Lambach—Haag .. ...
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1376
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1890
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2188
1964
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17924 |

495 |

9919|

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1479

2248
2246
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2224
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2528
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20086 |

19

Rakonitz—Petschau . 1.

{18

Modian—Cerlan . . ..
Chlumetz--Königstadtl . .
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Fürstenfeld —Hartberg . 4

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591
978
1298
1188
1199

2848
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1845 |

2934
1558
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16

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1667

1355

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2345
1952
2557
1692
2282
2439

29268

2076
2187
29023

1760

3884
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2964
2539
2622
2005

1962
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        <pb n="37" />
        31

Einnahmen

Lokalbahn

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18| Chrudimer— Holitzer Lokal-:
baln . . 0.0.0000 40
Göpfritz—Raabs . . . « ;
20| Pinzgauer Lokalbahn‘; .
21| Görz—Haidenschaft ne
20 Kolin—Certan. ....
93! Lemberg-—Janöw. . . .
24 Netolitzer Lokalbahn . .
25| Wodnian—Wallern . .
Ska Se ..
27| Wolframs—Zläbings . .
28| Lupköw-— Ciena + 0
„ Sedlitz-—-Tschischkowitz.
8380| Nixdorf— Rumburg . . . -
81| Borki w.— Grzymalöw. .
ga| Delatyn—Stefanöwka . 2

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23345

1175

173 |

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2106
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2324
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3450
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        Einnahmen

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36

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Potscherad-— Wurzmes .
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M.-Budwitz—Jamnitz. . . |

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2258
2145

3254
4291

1834
2250
7170
4187
2808
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Diese Erfolge sind den Betriebsreformen zu verdanken,
welche seit 1899 allmählich durchgeführt werden und welche
in den nächsten Jahren noch weitere Erfolge gewärtigen
lassen, wenn die besprochenen Maßnahmen sowohl hinsichtlich
der Herabminderung der Selbstkosten als auch Vermehrung
der Einnahmen durch eine angemessene Tarifreform ihren Einfluß
 geltend machen werden,
Von den entwickelten Geschäftspunkten ausgehend, unterliegt
 es keinem Zweifel, daß es viele leicht anwendbare Mittel
und gangbare Wege gibt, durch deren Benützung die Entwicklung
 des österreichischen Lokalbahnwesens in baulicher wie
betriebstechnischer und kommerzieller Hinsicht für eine längere
Zeit gewährleistet wird. ;
Schließlich wäre noch der Vollständigkeit halber die
Frage der Spurweite in Kürze zu erörtern.
„Normalspur oder Schmalspur“ — das war durch lange
Zeit das Feldgeschrei und ganz ernste KEisenbahnpolitiker
waren in Österreich für die Schmalspur begeistert, uur weil
sie geringere Baukosten verursacht,
Unser Eisenbahnnetz ist noch so weitmaschig, daß die
Eisenbahnen, welche wir als Lokalbahnen ausführen, eigentlich
eine Ergänzung dieses Netzes darstellen. In Erwägung dieses
Umstandes sowohl als auch mit Rücksicht darauf, daß diese
neuen Bahnlinien Saugadern des Verkehres der Hauptbahnen
bilden sollen, muß man es unnatürlich finden, dieselben mit
einer von den Hauptbahnen abweichenden Spur herzustellen.
Diese Abweichung hat eine lange Reihe schwerer Unzukömmlichkeiten
 zur Folge, welche dem Verkehre große
Hindernisse bereiten und den Betrieb verteuern.
Diese Übelstände werden selbstredend umso weniger
fühlbar, je geringer der Verkehr, insbesondere der Übergangsverkehr
 ist; sie werden aber unerträglich bei starkem, in
seiner Intensität wechselndem Verkehre.
Würde man bei der Projektierung der an Hauptbahnen
anschließenden Lokalbahnen die Interessen des Betriebes und
die Bedürfnisse des Verkehres in die erste Reihe stellen und
sich nicht ausschließlich von der Differenz in den Baukosten
leiten lassen, dann hätten wir nicht viel Lokalbahnen als
Schmalspurbahnen gebaut. Wenn das normalspurige Bahn-8%
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netz voll ausgebaut sein wird, dann wird es an der
Zeit sein, für jene Verkehrsgebiete, in welchen der Apparat
der Normalspurbahn auch in der Zukunft nicht ausreichende
Beschäftigung fände, ein neues zusammenhängendes
Netz billiger Kleinbahnen zu schaffen, Dafür würde
aber ‚die Spurweite von 76 em nicht nötig sein, sondern eine
solche von 60 cm genügen, wie man auch sonst in den Baubedingnissen
 von dem Hergebrachten absehen müßte, um Bahnstation
 und Verkehrsziel einander möglichst .nahe zu bringen,
Ob der Kleinbahnverkehr sich in der Zukunft
nicht mit Motorzügen auf gleislosen Straßen abwickeln
wird, das will ich heute doch dahingestellt sein lassen,
Kehren wir von diesem Ausblick in eine ferne Zukunft
zu den Lokalbahnen der Gegenwart zurück, so hat die vorliegende
 Arbeit ihren Zweck dann erfüllt, wenn es damit gelungen’
 sein sollte, diesem wichtigen Gegenstande neues Interesse,
 neue Freunde zuzuwenden und die Überzeugung in weiteren
Kreisen zu verbreiten, daß die Staatseisenbahnverwaltung auch
auf diesem Felde nicht untätig ist und den Vergleich ihrer
Betriebseinrichtungen und Betriebserfolge mit jenen anderer
Lokalbahnverwaltungen nicht zu scheuen hat.
Durch die im Jahre 1899 begonnene Betriebsreform,
welche schon im Jahre 1902 die Ausgaben um 38 Mill.
Kronen verringerte und in der nächsten Zeit durch weitere
Ersparnisse und durch die Tarifregulierung den Betriebserfolg
noch weiter verbessern wird, ist der Weg für einen neuen
Aufschwung des Lokalbalnbaues geebnet.
Wird man sich bei dem Baue der Lokalbahnen der
Sparsamkeit befleißen, wird man den Betrieb auch fernerhin
nach wirtschaftlichen Grundsätzen führen und die Verkehrsgelegenheit
 den Bedürfnissen anpassen, dann wird dieser Aufschwung
 ein dauernder sein, zum Segen unserer Volkswirtschaft,
 wie zur Ehre unseres Vaterlandes und seiner Eisenbahnfachleute.
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        Tabelle IV. Transportleistung, Transporteinnahmen, Betriebskosten, Betriebskoeffizient und Kapitalsverzinsung.
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Neuhaus— NeubistritZ........0...000- +
Strakonitz—Breznitz mM. AZ...........
Wodnian-—-Moldautein ................
Triest—ParenZ0 .....0..0.00.0.00000000N
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Zakonitz—MlatZ......000.0.0000 0000000
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‚akonitz— Petschau m. AZ ...0..000004 4
f{odran—Ceröan m. AZ .....0.0 000 40000
)hlumetz—Königstadtl ....... +0...
Interdrauburg— Wöllau ..........00000
‘ürstenfeld—Hartberg m. AZ. .........
wittau—Skutsch .......0.0.00000001 00
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Lemberg—Kl. JanowW .....0...0000000
3örz—Haidenschaft ...........0.01000001
Zolin—Cerban mM. AZ. 00.000000 0 0000
Netolitzer Lokalbahn.........0..0..00000 1
Wodnan—Prachatitz—Wallern.. .....-Stankau—Ronsperg
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Wolframs—Treitsch—Zlabings........-Laupkow
 Cisnaer Kleinb. .. ..........
Sedlitz—TschischkowitZ. .......- 1... 1
Nixdorf—Rumburg m. AZ. ... +.0400070
Borki wielkie— GrzymaloW ............
Delatyn—Kolomea—StefanowkKka .......
Raudnitz—Hospozil........0.0. 00101
Laun—LibochowitZ.........0000000 000
Mauthausen-—Grein............ 100000
Hliboka—Sereth..........0..00000 00
Strakonitz— Winterberg— Wallern. ....,
Ybbstalbahn ....0.....0.00000 000er
Schönwehr— Elbogen ........0.000020000
Deutschbrod—Saar.......0.00000 na He
Vepolokoutz— WiznitZ ......00.0001 00044
&amp;gt;otecherad — WurzmesS......0...00.00000
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Welser Lokalbahn .......0.000 000000
F_Budwitz—JamnitZ............ +0
eneschau— Wlaschim Unterkralowitz...
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'rakau—- KocmirzöW..................
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Arnoldstein— Hermagor ....0..0.0-00040000
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Jstgalizische Lokalbahnen.....&amp;gt;+....:
WMösel— Hüttenberg ...........00.0100000
3regenz—Bezan ......0.00000 00 HEHE
Luzan—Zalescezyki ......... 0.0000 Ht
‘Zährische Westbahn ......0.0.0..0.0.0 074
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33.258 18.5830 23.0830 2.485
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37.640 | 18568 3.144 2646
21.009 | 24.248 3.201 2.205|
37,817 8.130 38.277] 2488
26.756 9.285 3.223 | 2.496
56268 | 22.086 3.364| 1.829]
50.816 8.034  3:345 | 2.620 |
32328 | 20.666 \ 3.348 | 1,658’
31.594 | 18.618 '| 8.384 | 2.141
37.195 18.072 3.419] 2.398
33:790 | 18.334 3440| 1.737
26.065 18.935 ' 3.450° 2.194
6.633 381.886 38.626 1788
22.736 34.319 3.629 2.885
66.128 6.590 3.709 3.234
25347 27.037 8.748 1.885
89.044 381.115 3.764 92.714
18.002 36.022 38.784 1.786
30.205 231.125 3,884 1.421
44.015 11.5295 3914 1.988
45,714 16,949 4.013 3.120
88.906 , 27.492 4,068 2807
37.418 ° 17.396 4063 2,718
33.805 41.140 4.241 27,84
31.463 22,704 4.291 1.9638
61.036 47.265 14.440 3000
14.392 26.475 1.547 2,688
51.492 16.905 4.574 3.268
41.951 81.956 4.702 2.327
41.836 25.901 4987 2.382
56767 30.817 5.001 1.961
52470 25.856 5.015 2418
37.673 21.3838 5.090 3.395
41.162 29.623 5.161 2.705
73.091 15.720 5.179 41819
39325 26049 *,292 2,631
15.496 75206 5.699 2.874
21.038 30711 711 3.214
67.708 77.511 "879 36.69‘
27.831 25.767 9183 —
108.568 9.987 6.207 4.099
48.705 46.543 6.261 4.0392
34986 76.323 6.362 3.271
118.175 386.540 6.505 3.650
102643 24.115 6,513 798
66.829 | 40.733 7.289 579
51.471 24.527 7,8357 007
46.906 18.781 7.461 585
151°8364 17658 7.542 238
49.483 46.084 7.608 2.859
84567 64.790 7.811 6.288
18273 56.187 7.919, 2.437
130.905 28.358 7.941 15.70
60.822 77.443 8.301. 3.938 % I‘
82871 40.891 9.210 8.713 401
77.983 49.816 9.485 3.677 384
182878 15.571 9.487 5.011 509
42.171 42.155 9.802. 1.222, 42:89
48.316 112.489 10.100 38.418| 33:22
89:162 104.284 10.160 4.678) 46.414
49.712 108,471 10.247| 5.575| 58:0
79.640 176.968 18," 27| 6.524| 45°2
205.939 66.008 17. ı1| 7.®60| 48'3
25.010 188.624 7" .988 857 3686
253290 75.420 4,216 12,342 4518 |
= 82.754 398.570 "51.8911 - —

0:03
0:14
045

Schmalsp.

)
3
)
7

2

Schmalsp.

3
9
N

Y
1-26
0:25
0:59
%
#1 1F

A /9
11/g
4

Mit Zeltweg— Wolfsherg


0:20
0:27
0:43
0.76
| 1361
»
1417
1.48
1:26
1:45
"y
2:77
0:29
»
267
1°0E
2)
22€

Schmalsp.

20 |
21
2
2

31/4
5
2/4
6
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11/2
711
81/4
21/4
LA

Schmalsp.

2
a
41

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1b.
1:18
04
1:4
»\

Schmalsp.

mx

4U
16
61/2
91/2
6
1/4
81/4
21/2
41a
6
81/4
31/4
1/4
4
31
14
41/2
L21/4
141/4
31/4
171/4
8
101/2
63/4
21/9
31/2
714
6
) 3
) 1744
„1 131%
72 | 51/4
73 8
74 10
75 81/2
76 41
77 19
78 4
79 | 20
80 | 10
81 32

1
44
bo
13
47
48
17

31:11
84:0|
20-8
28°2 |
16°6
19:9
28:8
8:1
30-7 |
59:8
9-7)
196°1
5:0
10°
ABE |
90:5)
39-F
43-F
2A
„2
10°9|
63:2
20:8
46:9)
117
4
"
Dr
14%
16
20“
190°
138
554
16:6
53:3
8:6
20:6
5:9]

17
1.2.
2'5&amp;amp;
2:6F
1
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1:27
3.85
25€
2:64
1}
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Sehmalsp.

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1
5
€
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Se
1
32
3
34
35
36
17

Steir, Eisenindustrieges.
Schmalsp.

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3
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0:7.
4°0€

8:55
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4°
6
18.

* Mit Unterdrauburg —
Wöllan

Ar
..
eo
6

z DE
81€
616
223

| Steir. Eisenindustrieges.

X 3 z:;
\ Noch nicht abgerechnet. — 2) Verzinsung für die Nenen Bukowiuaer Lokalbahnen: 1°94%/

b) Lok»
“Zeno—Untercetno ........ ee eeue |
"‚aibach-—Oberlaibach.........0...0.000 07
Jiederösterr. Waldviertelbahn........ -
Kühnsdorf—Eisenkappel ...........-:.
Zadkersburg—Luttenberg ..........-: |
3roßpriesen— Wernstadt—Auscha .....- !
Meinik—MSeu0 ....0..0.0.00000 Wen HNHt
Djelachthalbahtl. ......0.00 +00000000 00
Jtrokowitz—Zlin—WisowitzZ .........+
3teyrthalbahn.......0. 2.0.0070 0000 HE
Murthalbahn......0..0.0 00000000 nn nern
Deutschbrod—HumpoletZ..........1«+: +
Auspitzer L. B. .....0.000000000 00H
Jeitz—Göding .......0.0.0..001 10000
‘undenburg—Eisgrüb.........0.0.+000
3Zrandeis a. E.—Neratowitz ........+.+
Jastalowitz——Reichenau............:
3öhmische Kommerzialbahn ........+
Zillerıhalbahbn .......0.0.00000000 0000 N
Mutenitz—Gaya ........ 10000 H nn
‚-riedländer Bezirksbahnen ‚..........)
Yalzkammergut L. Bo.......000070000
‚teiermärkische Landesbahnen ...... +.
'ehneebergb. Adhäs.-Strecke ..........
Nelchau— W.-Gieshübl 8. ....00000004 -
“remsthalbaht...... ..0..0.0. 000000000 5
tramberg— Wernsdorf..........0.0.000s ‘
1ori Arco—Riva 8. Gr ..0.00000007000t 24
Yberetscher Bahn ...............0..000 16
“önigshof—Beraun— Koneprus. ....... Cs
2 nnsbrucker Mittelgebirgeb. ...... ...- 5 132.706
21 Veutitscheiner IL. B.........0000000 44 8° 148,698
10 Reichenberg-—Gablonz— Tann walder E. . 169 262.414
a 22 3tauding—Stramberg ................. 185 92.843
35 22 Bozen—Meraner Bahn..... ....... .. 315 260.257
36 20 Kuttenberger L. B. ...0.0...00000000 10 29 162875
37 | 161/2 ı Zzwolenowes—Smetna....... +... 00000 \ 9:9 22.329
Die Verzinsung bezieht sich auf das verwendete Anlagekapital

11.140 |
33.159
33.879
16.714
21-463
17 689
21.178
35.208
47.940
36.714
30.726
42.732
66.294
33.192
37'096
21.367
39,924
46.155
61.117
22.219
61.208
101.082
42,813
72,322
41'640
59.672
13.594
119:337
RO 589

10 584
6.985
14.275
8.251
14.506
9.606
16.908
17.632
7,891
11.401
26.965
19.046
17.006
36 136
35.473
29.759
18.843
16.029
8515
55.480
18.516
13.462
53.088
51.975
23.642
51.465
49.307
14.750
18.111
92,845
1.904
68652
75.420
302.11?
63.432
64.703
516.210

Rh A190

1.797 4.627 255:18| — 18. N. B.
2.191 8.204|14596 — [S. B.
2.573 1.752 61°75 0:82 | schmalsp.
2.700 2278| 81:04/ 019! schmalsp.
2,760! 2936| 104:49
3.185| 3.246 1006? Ö. N. W. B.
3.496 4.385/128°12 —
3.694 2319 58:45. 216 schmalsp.
3.843 2.466. 6121| L411IK, F, N. B.
4.125 sa 81:60 50 |] schmalsp.
4.278 3.1171. 7176| 1°50 schmalsp.
4.647) 2.273) 48:82 260
5.2560 3.720, 6451 2381K. F, N. B.
5.275 3.359 6262 9F K, F. N. B.
5.674 3.192 5236) 23]
5.718 4.628 74:90 4# Sr. BE. G.
5,924 3.900| 68:87
6.040 3.037' 68.16 1:4
6.326 3.688 57:27, 1:4. schmalsp.
6545 3.219) 4919 276 K. F. N. B.
6.598 5.664 76:04 0:2 ınormal- und schmalsp,
6.687 1.206| 55:75 1-71 schmalsp.
6.868 3.8911] 56:03 296 normal-u. schmalsp. (S.B
8,271 7.589|| 8765 0922 2. W. A.
8.302 3.182 3822 350 B. E. B.
8 466 5.364 61°2s — dietzt St. B.
10.137| 5.813 5607 0:72
11.886) 6.227 50:63 50€ schmalsp.
12.149/ 4.871 3829 915
12649 3.240 24‘94) 7:16 schmalsp.
13.542| 7.459 54‘23/| 208 |achmalsp. 1 m.
8.032 10,572. 5685 188
‘4.190| 11.361 4514| 1°50|}jerzt St. Betr.
5.633 16.869 63861 6-41
27.041| 12.423 4214 491]
30.646 17.216 5604| 5:49 | Ö. N. W. B.
‚39.282! 10.552! 2570| 15:46 | St. E. GA.
        <pb n="45" />
        Tabelle V

Betriebsleistungen, Transporteinnahmen, Selbstkosten und Tarife nach dem Stande von 1902.
Achskilometer mit Einnahmen aus dem Ge-amtauscaben
—_——_.——_—_ _ _ LH
Personen- | Güter-—
 'verkehre®e

35 BB
6 8 a8
Ss | 28
ER E
+ £ :
58
aa £55
32 | E33
$S m A
RS 'SS
S = a8
© ,o
AS ii  o
©
u 8 ‚38
85 4 8

Tarif für
Güter
Personen er
I 81. | ® Tannen
S Kilo-M
 meter
a
265 | C 4:80
424 | 7:00
| 4:24 | „7:00
424 a 10:00

per ein
Wagenachs-



per ein
Personen-Kilometer


per ein
Netto
Tonnen-Kilometer


Für fremde Rechnung betriebene
Lokalbahnen

Personen- | Güterwagen
 +) wagen 7)

per per per
Personen- Person Güter- Por
wagen- und wagen- | Tonne und |
achse*) |Kilometer**) achse km

&amp;lt; el

+

Heller

Wittmannsdorf-Ebenfurth........
Schwarzenau-Waidhofen a. d. Th..
Schwarzenau-Zwetil ............
Göpfritz-Groß-Siegharts-Raabs . . .)
Kienberg-G.-Waidhofen a. d. Y, .
AGstadt-YbbsitZ...... 2.00.0004

812 ı 38:80
5:00 1:54
2:50 1:32 )
9:50 1:18

14:07 4'36
17:91 347
11:80 | 4:61 |
10:59 4'16

1847 | 5:60
24:32 16:05
27:90 / 21:07
16:84 14:21

14:45 461 | 4:38
1716 3:43 11°14
16:21 | 6:48 | 12:28
10-31 412 871

)

423.496 891.130
323.150 | 847.040’
209.174 | 136514!
1.150.948 ' 1,125 288

424 | 0 | 20:00
\ 520
W i} 800

Vöcklabruck-Kammer ‚.........-Weis-Haiding
 (L. B. Züge)....-.
Haiding-Aschach .........0.00000
Wels-Unterrohr ......0000000 0000
Sattledt-GCrünau............00004
Lambach-Neukirchen (L. B.)....-Neukirchen-Haag
 a. H. ........
Mauthausen-Grein .

244,014 |

166.050

2:10

1'84

1330 '! 612

29:51 | 2890

1052 | 501 | 572

1,529.608 | 988.474!
m. —. 8:77 1:15 13:25 3:46 17:00 1490 | 1898 8-70 1211 ! 4:24 N / 7:00
434.096 | 215.446! 3:14 1:66 ! 18:69 4:28 | 28:54 | 1726 ' 10-60 8:37 6:39 4:24 | „ | 1200

2:29 |. 272 # 1186

5-10 | 2160 | 7:96

8:68 | 3880 | 38:20

424 |

Trient-TezzZe .......0.0.0000000 k
Zell am See-Krimml ......-+++
Bregenz-Bezaul............

2,078.450 677.188| 460 1°64 15:62 831 2244 13:62
529.554 537.138 | 8:77 0:80 16:24 | 4:23 16:16 2026
208192 115.974 5:45 0:89 20 70 872 18:78 20:86

13:80 3‘38 8:41 | 8:18 C 8:00
14:79 3:92 18:49 ; 4'24 » 520
! 16:66 3:06 18:72 4'24 a 13:00

Mösel-Hüttenberg ..... ++...
Zeitweg-Fohnsdorf.........-.-Fehring-Fürstenfeld...........-

 . ........
Bierbaum-Neudaut ..........0.+4)
GHeisdorf-WeiZ.......0.000000
Laibach-Rudolfswert...........
Zudoliswert-Strascha ...... +. +
Jroßlupp-Gottschee... .......:,
Arnoldstein Hermagor. ...... «+.
Unterdrauburg-Wöllan .........
Volfsberg-Zeitweg...,...... -
Treihach-Althofen-K1.-Glädnitz

70.098
86.078
263,738
492.100
184.548
92.450.578

73.980| 2:00 178
748.412| 2:26 3:12
457.496 |) 6:40 1:80
453.260 | 3:88 1:88
305.626 || 6:28 240
. 6.878.150] 484 2:36
379.458 352.472 | 8:19 92:27
405.220 442.112 ; .
693.970 | 1,442,.572 } 3:90 |} 2:48
262.416 566.968 453 1:51

9:46 469 383087 1778 ;
9:24 3-90 40:03 1284 } 1225
20:26 3:08 ‚ 2887 1605 © 1%81
9:41 9.70 | 15:70 11'483 1690
24:83 3:80 | 3118 1295 1201
1449 2:90 16:95 | 718 1 817
| 1287 3.77 | 3275 | 1444 | 1216
. . . 16:28
} 1568 |} 890 |} 19:00 } 781 | 1507
18:10 3:08 © 1790 * 1188 * 1091

6'138 7:08 2:65
5:42 83:98 2:65
2:00 7:12 2:65
5:00 12:25 2:65
1:94 5:00 4'24
1:69 3:46 3:18
3:81 „36 4'24
418 670 424
2:58 414 424
2:25 * 676 424

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20:00
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8:00
8:00
9:00
8:00
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„ | 480
» | 480
a | 600

Monfalcone Cervignan0.........
Jörz-Haidenschaft.............
Priest-Buje ...
Rnip-Pareroan „,.

544.892 145.948) 4:00 | 1:75
66.368 38.638 | 5:23 1:64
594 '810 375.002‘ 578 0:45

22:87 | 545 | 2810 | 1820
22:65 431 * 2277 1405
1550 2:65 522 14:03

1720 | 480 9:82
21:06 4:02 12 84
12:18 2:12 27:06

1 871 | o 7:00
424 n 7:00
424 2 1 500:

Asch-Roßbach.. v....000000000-Potscherad-Wurzmes...........-

 ......... +.
Wodnan-Wallern........0.0..0.. 0
Plan-Tachall..........0.0.0.000004
Nakti-Netolitz—Netolitz Stadt...
Schlackenwerth-Joachimsthal ...
Rakonitz-Petschau ...... ..... |
Protiwitz-Buchau ..........0..044
Wodiüan-Moldauthein ........ - n
Karlsbad-Johanngeorgenstadt ....
Marienbad-Karlsbad.. .........
Rakonitz-Mlatz ........... 0...
Strakonitz-Breznitz...........
Bfeznitz-RoZmital .............
Blatna-Nepomuk ‚............
Firschnitz-Schönbach. ..........
Stankau-Ronsperg .............
Neuhof-Weseritz ..............
3Schönwehr-Elbogen............
Xarisbad-Merkelsgrünn...... ..
Radonitz-Dupnan

163.490
79.774
567.566
500.952
130.870
122.622
84.322
846.570
155.986
1,006.168
2,452.106
311.838
281.246

249,068
160,754
828.962
532.870;
173.272
112.576
67.542 |
1,842.526
122.790
„342.320
„801.204
360.866
679.382

6°05
3:10
+22
+15
4'92
3'50
7:07
3:81
468
3'094
448
318
3:65

2:41
2:84
234
1:90
L:80
1:65
191
1:84
1‘50
2:26
1:95
1:75
"+48

10:88
8:92
15:81
15:52
19:90
1416
22'283
11:88
14'26
12:80
22:46
11:41
14'90

1:77
2:77
3:62
3‘64
3:89
3:98
3:09
3:01
2'904
3'14
4'80
2:57
4 00

3600
44:53
23:87
2126
88°'21
25:45
34'522
14:88
18:05
17:67
1590
16:77
1783

1498
15:62
10:17
11:22
2153
15:47
18:26
8‘10
1230
7:81
8:15
9:12

20:98
19:75
14:42
15:24
1432
14:92
82:93
18:85
21:54
2185
12:41
15°65

3:47
6:37
3:42
8:67
2:91
427
4:66
8:64
4'60
5:55
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5:00

8:70
6'95
6'16
8:02
796
904
17:24
7'583
14'36
9:67
636
8'94
10 34

2:12
2:65
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4'24
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3:18
3:18
3:18
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7:00
7:00
4:80
7:00
7:00

12:08

15:30

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424.

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226.470 349.190
150.822 218.586.
110.122 92.082
136.428 176,958
11.956 ı 383.668
13.370 10 364

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4:90
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3:78
5:08
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2:75
1:82
L.60
353
241
0:30

16:60 3:56
1883 3:96
1164 4:02
14:41 3:76
20:70 4:37
19:95 8:77

34:56 12:58
21-11 11:61
19:26 12:08
25:81 7:16
38:16 15-60
05:79 11'766

11:78 2'657 427
12:49 2:55 6:86
22:16 7:86 13:85
14:46 ‚83:83 410
283.16 4:63 9:61
18182 A&amp;lt;A1 &amp;gt; An

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FE

Für fremde Rechnung betriebene
Lokalbahnen

Wotie-Selcan .......0..000 .
Postelberg-Laun ..........0.0.04004
Beneschau— Wlaschim ..........
Wlaschim-Unter-Kralowitz .. ..
Cerian-Wral s...0..0.0000000107 €
Modian-Dobfis .......0000000000
Wolframs-Teltsch ........... 4.
Teltsch-ZlabingS........0..0.000044
Obernitz-Tschischkowitz.........'
Deutschbrod-Saar........0.0.00 044
Mähr.-Budwitz-Jamnitz .... ....
Heimanmöstetz-Borohradek. ....
Hrochowteinitz-Chrast ..... 2...
Hospozin-Raudnitz .............|
Starkenbach-Rochlitz. ..........
Kolin-Cer&amp;amp;an ...0.0000000000 00
Rattay-KacoW ......0.00.00000000
Chlumetz-Königstadtl..........-Hintertkeban-Lochowitz
 ....-. -
Laun-LibochowitZ ‚......0..00074 0
Reichenberg-Gablonz-Tannwald . .|
Morchenstern-Josefsthal...... .- |
Tannwald-Grünthal.. ......40041)
Nixdorf-Rumburg . ....0000.4044
Herrnwalde-Schönlinde.........-Vanhaus-NenbistritZ
 ‚......0.0004

Proßnitz-TriebitZ ........0..0.0++-Kosteletz-CellechowitZ
 .........-Kornitz-OpatowitZ
 ........00401
Zwittau-Skutsch ..........--Ohaböwka-Zakopane

 ...........
Jucha-Skawce-Siersza W.........|I
Krakau-Kocmirzöw ...........0« 1
Üzyezyny-Magyla...... +10. 0000
Jaworzno-Boleein.........0.1+ +

Lemberg-Beizee...........++ 11
Lemberg-Kleparöw-JanöW ..-...-.
Borki wielkie-Grzymalow ......
Neu-Lupköw-Cisna ......00000

Zolomea-Stoboda rungurska. ...
Zolom.-Nadwörn. Vorst.-Knia£dwörl
Jliboka-Berhometh ........0+ ++
zZerhometh-Mezybrody ..... «+
Zarapeziu-Czudyn ...... 100001 0t
Jatna-Valeputna ........00000 00
Valeputna-Dornawatra ......--++
Wama-Russ. Moldawitza ... ....
Jliboka-Sereth.......0.0.0..00000
"tzkany-SuczawWa ......000100000 ]
Jadikfalva-Brodina ........+. +. .
&amp;lt;arisberg-Putna .......0.0.00000H
Vepolokoutz-Wiznitz .......1+« +
hulan-ZaleszezyKki..:, 0.010000
Tarnopol-Kopyczynice.... + .000
Aopyeczyäce-Biala ezortkowska ..,
Biala czortkowska-Zaleszezyki ...|
Wygnanka-Skala........0..00 tt
Teresin-Iwanie puste .......+.
Dolina-Wygoda ........0.0000
Delatyn-Stefanowka ...... +:

* “hskilometer T* ”

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Einnahmen aus dem
„2 A
M Personen- | Güter-©
 E —— LA m—
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5 2 &amp;amp; 46 | Personen- Person Güter- per '
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8 8 achse*) |Kilometer**)| achse Kilometer
8a | 33
A &amp;amp; ı&amp;lt; — a
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Tarif für
Güter
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Tonnen
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 meter
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Wagen- | BE . am Nettoachs-
 Personen- | monnen-Kilometer
 ' Kilometer Kilomete1

Personen- Güter- ]
wagen?) 2 wagent) |

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119.748 ı 161.838|
50.256 179.098
248168 324.778|
997.554 842.068 |
285:666 379.466‘
262.422 490.370
230686 445.694
167.616 258.774
389.082 | 618.152
206.354 | 348.982
279.806 389.272‘
578.550 ‚001.886
93.862 94.072
46.824 | 159.244
70 398 98.608 |
861.316 794.456
60.150 10.000]
184.736 | 546.222‘

7:97 2:65
411 3:60
6:46 263
276 1:68
301 ° 165
3.90 2-58
1-50 1:68
11 212
3:66 2:32
2:17 2:57
3:04 2:19
3:84 166
2:86 1:30
3:19 1:90 |
444 3:28
6:07 1.96
4:57 | 1:42
3:20 1:12

29:31 2:99 7:00
14:00 3:29 7:00
20:21 3:05 7:00
814 | 288 7:00
11:82 3:80 7:00
10:64 3:25 700
16:40 3:56 7:00
17:49 3:32 7:00
10:17 2:75 700
8:18 3:78 7:00
14:26 461 13:00
18 96 3:58 7:00
8:59 3:54 7:00
| 1210 3:72 7:00
13:47 2:99 7:00
28:68 | 465 ' 10:00 |
i 1708 | 872 | 2671 | 18:61 | 2108 4:80 | 15:45 424 | „| 700
7:94 2:43 9:41 844 | 10:01 3413 8:94 2:65 |. ı 440

3:76 | 1776 657 | 901 | 3:70 3:36 | 4:24 N 4:80
74 | 21% | 1720 || 15:95 | 388 | 840 | 318 |. | _T0

1.297.058 | 2,554.464 | 2:44 2:68
477.302 | 512.026! 416 1-90

9:40
11:70

626.260 614212 7.10 170
399.880 1,501.370| 2'831 2:99
164'060 | 174.800 460 2:43
44'416 74.134 1:98 8:81

24:48 3 24 20:98 12:32 10:72 1:51 631 | 8:18 | C | 10:00
9:00 3:84 20:30 6:78 10 62 4‘60 3:55 4'24. ” 6:00
13:93 3:02 45:00 | 1848 | 22:08 4:80 9:09 | 3:18 x 8:00
571 2:91 43 50 4:96 35:95 18°16 4:08 8:18 6:00

‚946.172 | 1,881.194 |!
275.422 | 160.268
214030 | 412.742
35.706 | 42921211

548 1 178
ür 297
2:13
1:85

16°56 2:98 13:80 7:94
13:09 2:88 28 78 7:75
1422 361 22:27 10:41
15:16 3:15 10 9N 10:69

9:68 1:78 5:60 3:82 ; C | 1000
12:75 2-80 415 818 | © 6:60
11:98 8-10 5:60 3:18 | „ | 10:00
10:29 06 5-88 3:09 | 4:00

65
4:60

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901 600

0 1 a8 * 99

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| 8084 |

14:14

99.60 | 138380 | 1087

5:80 | | 2000

1 949.992 | 7.580.318]!

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2.00 | 01:43 | aa A

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1.750.264 | 4,384.470 |

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0:32

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D.54

18:67 |

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2.084.842 | 6.089.154 |

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205 | 381°94 11:05 l
2:97 | 1945 8:32 "

9:88 | 2:21 | 2:03 ||

2200 | 412.936 | 9:79 | 2:89 20:48 |
853.212 | 2,326.884” 12 1:50 15:51

18:81 141 | 4:78 | 2:65 | » |
1858 2:65 9:05 8:18 | 4'80

P Die Achskilometer der „Bent (Kondukteur- und Post-)wagen sind den Leistungen der Personen- und Güterwagen entsprechend aufgeteilt.
*) Einschließlich Reisegepäck, **) Ausschließlich Reisegepäck.
'y Inkl. Manipulationsgebühr.
        <pb n="47" />
        Tabelle VI.

Lokalbahn

Rakonitz—Mlatz ....... .
Rakonitz—Petschau ............
Schlackenwert—Joachimstal .....
Wodnian — Moldauthein .........
Karlsbad—Johanngeorgenstadt ..
Göpfritz—Gr.-Sigh.—Raabs ....:.
Mauthausen—Greib........... .
Starkenbach— Rochlitz ..........
Reichenberg-—Gablonz-Tannw. E.
Vöcklabruck—Kammer..........
Kremstalbahn. . SA
X 1901.

Tarife und Erträgnisse einiger österreichischer Lokalbahnen,

BEBilgut

7 achtgnu

Reinertrag

ner km

Verzins.
des
Anlage-Kanitaleal


Anlagekapital

per km,
Baulänge

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Stückgutklasse

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300
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L6°0
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22:0
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16:0
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16:0
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36°0
24:0

10:4
10:4
14:0
14:0
10:4
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‘8:0
220
24-0
28:0
90:0

7:4
7:4
12-0
12:0
7:4
12:0
16:0
L6°0
160
24:0 |
18:0

55
5°6
100
10:0
5:6
10:0
L4°0
14:0
160
200
16:0

4:8
4'8
70
7°0
4:8
7:0
12:0
13:0
16:0
20:0
140

5:6
56
9:0
9°0
56
30
13:0
‘40
0.0

48 44 157
48 44 + 252
80, 60 — 1%4
8:0 | 60 — 588
48 44 — 2,382
80 | 60 -+ 589
20 | 100 + 1.987
13:0 100 + 4.959
:6:°0 1%0 418.286
20:0 160 | + 9.498
12 | 92 | + 2.184 |

101.151
99:318
114,881
83.384
— 190.171
0:76 73.155
222 89.950
2:14 231:872
3:8 ‚*)287.593
5:2 | 67660
3:2 | 68250

290
132

Privzat-Lokalbahnen:

Bozen—Meraner B..............
Deutschbrod—Humpoletz........
3öhmische Kommerzialbahnen:
Smidar—Hochwessely . .....
Übrige Linien .............
Neutitscheiner L. B. ......... .
Vastolowitz—Reichenau—Solnitz .
Saitz—Göding .......... 0...
Xutenitz—Gaya ......

10:0
10:0

40:0
40:0 |
48:0 |
40:0
26:1)

20:0
40°0

40:0
30:0
48:0
40:0
95 ()

24:0
20:0

30:0
24:0
24:0
32:0 |
18:0 |

16:0
20:0

30:0
20:0 |
24:0
32:0
11°0 |:

16:0
18:0

20:0
18:0
20:0 |
24°0
10:0 |

160°
16°0

13:0
12:0

20:0 20:0
16°0 160
16:0 {8:0
24:0 16:0
120} 80!

16°0
14°0

20:0
L6°0
16:0
16:0
120

60
14:0

70
8:0

410.282
9.056

20:0 | 20:0
16:0 | 16:0 17 1.788
10:0 | 10°0 |ı + 7.068
16:0 * 160 | + 2.206}
7 ‚np | + 1.000
12:0 | 80 | 1 1000

4'9
92:60

1'41

7:58
2:18
0:95
2:76 |

207.137
79.130

130.545

91.471
102.114
103.146
100.426
        <pb n="48" />
        Tabelle VII.  Charakteristische Daten über den Verkehr, über die Tarifgrundlagen und die Rentabilität einiger Lokalbahnen (Betriebsjahr 1902).

Vöocklabruck—

Kammer

Mährische
Westbahn

Karlsbad—
dJohanngeorgen-



Fürsten- ‘
feld—
Hartberg

Neuhof—
Weseritz

Maut-1auseD—

Grein

Göpfritz—
Raabe

Rakonitz—
Mlatz

Schlackenwerth—

SFoachims:
thal

Lupkow-—-Cisna


Nenhaus-—
Neubistritz

schmalspurig

)

‘0

1
2 |
8
14

15

16
7
8
9
0

1
22
3

4

35
26
27
28
20

20

Betriebslänge ......... .
Betriebsdauer in Jahren .......... .
Gesamtleistung : Personenkilometer ...........0.0...00000...
Tonnenkilometer, Gepäck .................
# Eilgüß............ 0...
n Pre
Wagenachskilometer d. Personenwagen... ....... per km
d. Güterwagen .............. „. km
» ZUSAMMEN ..........,.00.00. nn km
Auf 1 Betriebskilometer entfallen Personenkilometer .......
„ 1 » » Nettogütertonnenkilom.
Verhältnis von Netto zu Brutto in 9 0..0.0.00000000004000
Auf 1 Wagenachse entfallen Bruttotonnen........ ......,
Betriebskosten für eine Wagenachse................
Auf 1 Personenwagenachse entfallen Reisende ,. .... ....
„ 1 Güterwagenachse » Güternettotonnen ....,
Selbstkosten per Personenkilometer ............ ...h
» »„ Güternettotonnenkilometer ........%
Tarif: Personenzug II, Klı ....... ..0.0.000000 00010
„ Frachtgut in Wagenladungen Kl. C per t/km .h
Einnahmenanteil des Personenverkehres 9% ............. .
” ” Güterverkehren a esse
Einnahme per Personenkilometer ..... 000000010
8 „ 1 Gütertonnenkilometer..............%
Transporteinnahme per Achskilometer..............0
Reinertrag per km....... 2... WW.
Anlagekosten per km ....... .. x 1... 1 K
Verzinsung des Anlagekapitals in %.......000 0000 4
Zur 4% Verzinsung des Anlagekapitals wäre ein Nettoertrag
per Betriebskilometer erforderlich von ............K
bezw. eine Einnahme ver Wagenachskilometer von ......h

109 | 905
10 18° 8
512.123 8,165,774  3,965.109 ' 1,662.280
1.080 8.481 9.280 3.380
8.011 108.090 | 97.849! 18.774
204,308 6,774.795 | 8,009.048 ' 504.731
22,387 14.382 | 21.452! 12748
15.172 28.2833| 28.636| 11.729
37,559 12.565 / 50.088‘ 24.477
16.906 34.9861 84.567: 48.0838
18.781 76.328] 64.790| 16.181
12:2 38:5 24:6 19.9
5°0 55 5:8 40
10:6 90 215 16:9
21 24 8:9 8:4
13 2-7 2:3 14
50 8:7 56 50
57° 3838 9:7 12:2
424 4:24 318 2:65
20.00 480 4:80 8:00
40 | 22 35 39
50 78 65
612 8:76 3:14
2390 657 7:81
1987 1495 15:59
13.498 +3.138 — 2.882
67.660 | 157.319 190.171
5-2 1:99

2.706
17:8 |

6.292
292 6

7.600
DA

3.972
39:1 |

240 | 309

1 4
310.389 | 1 359.794
699 2,912
2.634 / 6.610!
144.163 | 366.550]
4.588 14.049
3.8501 6.976
8.488 21025
12,938. 44.015
6128, 11.585
14'9 | 18:2
5:8 5:7
22-15 10:6 |
2:8 81
1:6 1:8 |
79 3:4
139 64
424 424
700 12:00
42
58
402
12:08
1511
— 428
122.115 |

49
51
4:28
17:26
18:62
4 1,987
89.950
9:29

4.884
0-0

3.598
O7

19°8

7

520.988
965
9.887
170.909
10.564
7.189
17.758
26.756 .
9.285
12:6
51
162
2:5
13 |
65
1238
424
7:00 |
39
61
461
21:07
1815
1.589
73-155
0:76

2.926 /
20.7

384

3
973419
1.489
7.687
623.245 ı
8.003
9.276
17.279
25.022
16.218
18:5
5°8
15:65
3:1
1:8
50
89
4:24
480
87
63
3:57
912
13:84
— 157
101.151

4.044
2Q.0Q

8':1

4
598.715
811
2,592
125,100
10.411
8.236
18.697
73.091
15.720
22:9
5:0
32:9 |
71
20 |
47
172
3:18
7:00
44
56
8-09
18:26
27:70
— 124
114.881

4.595
E71

249
5
165.435
396
1.396
798.916
1.484
17.207
18.641
6.683
31.886
58°7
8:0
104 |
46
19
‚23
56
3:09
4:00
6
94
3415
10:69
19:45
41.718
62.423
2.70 |

2.495 |
O9.

32:8

6
590.251
787
5.883
602 811
5.632
16.607
22,239
17959
18.519
279
3:2
101
3:2
11
31
90
2:65
4:40
22
78
2:43
844
9:04
— 183
73.646

2'945
93:3
        <pb n="49" />
        Verlag von Alfred Hölder, k. u. k. Hof- und. Universitäts-Buchhändier in
Wien, I., Rotenturmstraße 15,

Soeben gelangte zur Ausgabe die zweite wesentlich umgearbeitete
 Auflage von:

Österreichisches Staatswörterbuch.

Unndhuch des gesamten österreichischen öffentlichen Rechtes.

———Z0 0 9-———
Herausgegeben unter Mitwirkung zahlreicher Fachmänner

von
Dr. Ernst Mischler, Dr. Josef Ulbrich,
Professor an der k. k. K, F.-Universität k; K. Hofrat und Professor an der K. k,
in Grag. deutschen X. F.-Universität in Prag,

I. Lieferung: I. Hälfte (Bogen 1—5) II. Hälfte (Bogen 4—10).

Das ganze Werk wird etwa 20 Lieferungen &amp;amp; 10 Bogen oder 3 Bände
A 60 bis 70 Bogen umfassen und in längstens 2 Jahren vollendet
vorliegen, Der Preis einer Lieferung, von denen die erste in 2 Hälften
A 5 Bogen ausgegeben wird, ist K 4'380.
Eine Gesamtdarstellung des österreichischen öffentlichen Rechtes
kommt gewiß einem oft geäußerten Wunsche und Bedürfnisse entgegen.
Eine solche Gesamtdarstellung muß jedoch ein höheres wissenschaftliches
Niveau einhalten, ohne die Bedürfnisse der Praxis zu vernachlässigen.
Diesen Anforderungen wird das „Österreichische Staatswörterbuch“
 entsprechen, welches nach den folgenden Grundsätzen bearbeitet
worden ist:
1. Das Werk wird den gesamten Stoff des österreichischen öffentlichen
 Rechtes in einer größeren Anzahl von alphabetisch geordneten
Einzelartikeln zur Darstellung bringen, welche bei vollster Wissenschaftlichkeit
 doch gemeinverständlich, bei knapper Fassung doch erschöpfend
gehalten und unter Berücksichtigung der Anforderungen der Praxis ahgefaßt
 sind.
9. Die einzelnen Artikel werden das geltende Recht‘auf Grund der
Reichs- und Landesgesetze, Verordnungen und Entscheidungen darstellen,
aber auch die wesentlichen Momente der Entwicklungsgeschichte des
Staates selbst und seiner Institutionen berücksichtigen.
3. Das Werk soll somit allen dienen, welche das Studium der
einzelnen Partien des öffentlichen Rechtes vor Augen haben und welche
sich im einzelnen Bedarfsfalle Rat holen wollen. Das Werk wird in
seiner Gesamtheit und in seinen einzelnen Artikeln so gegliedert sein,
daß es beiden Anforderungen entspricht.
Ein so ungemein ergiebiges Hilfsmittel, welches über jede einschlägige
 Frage so schnell und gründlich Auskunft gibt, wird keiner der
ahlreichen Interessenten in seiner Bihbliotek vermissen wollen und können.

Ka“ Ein Prospekt, welcher das Verzeichnis der zahlreichen Mitarbeiter und die Bezeichnung
 des von diesen hehandelten Hauptgebietes enthält und somit einen Einblick in das hier
zusammengetragen6 und gesichtete, überaus reiche Material gewährt steht auf Wunsch in
jeder Buchhandlung oder bei der YVerlagsbuchhandlhung kostenlos zu Diensten.” ”
        <pb n="50" />
        Druckvoan R. Spies &amp;amp; Co, Wien.
        <pb n="51" />
        <pb n="52" />
        <pb n="53" />
        <pb n="54" />
        <pb n="55" />
        <pb n="56" />
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
