Fleisch und eier.
Wie im Ags., so bezeichnet auch im Me. ‘mete’ die nahrung
 im weitesten sinne, !) während ‘flesc, flesc, fgsh’ ete. die
bedeutungen von ne. ‘meat’ und ‘flesh’ in sich vereinigt, Hier
haben wir es nur mit ‘flesc’ in der bedeutung des zum essen
bestimmten muskelgewebes zu thun. Nicht eingeschlossen ist
in dieser bedeutung das fleisch der fische; ‘flesh’ und ‘fish’
werden deshalb im Me. wie übrigens auch im Ne.?) als gegensätze
 nebeneinander gestellt?) Mit der normännischen invasion
 kommen für das zum essen bestimmte fleisch neue
bezeichnungen auf, indem der normännische edelmann das auf
seine tafel gebrachte ‘oxen flesh bouf, boef’ etc., das ‘shepes
flgsh motoun, motun’ etc., das ‘swines flesh porc’ und das
'calues flesh veel’ nennt. Während der ganzen me. periode
haben wir die alten germanischen und die neuen romanischen
ausdrücke für die verschiedenen fleischsorten nebeneinander,
bis dann im Frühneuengl. endlich die ersteren durch die letzteren
 verdrängt werden.)
Das verbreitetste schlachttier sowohl der Angelsachsen 5)
als auch der Engländer des späten mittelalters ist das schwein.
Es wird im stalle oder im walde gemästet. Die eichelmast
ler schweine in den grossen wäldern Englands ist im 13. und
14. jahrh. noch etwas allgemeines; sie wird in den kloster-1)

 Bread and oder meten: Gen. and Ex. 2079. — He brohte his briddes
mete: Owl and Night. 107. — per nis mete bote frute: Land of Cokaygne 10.
— Pre dayes per-biforn i wene Et he no mete bat was wel sene: Harv. 655 f.
— mete and drynk (= speise und trank) sehr häufig, z. b. Sir Ferumbras
1278, 1280, Layamons Brut 1303, 1823, 3559, 10284, 13436; Sir Tristr. 2260,
707 ete.
?) Murray, New Engl. Diet. s. v.
®) Hi etep fisch and flesch unsode: Owl and Night. 1007. — Fiss inou
 hii founde and of fless: Rob. of Gl. Chr. 494 f. — Of fleis, of fisse and
rich met: Land of Cokaygne 55. — Fleesch other fysch: Langl. P. P. C.
IX. 334. — Nother fissh ne flessh: Langl. P. P. C. XVI. 100. — Of fless, of
äss, of tendre bred: Floriz and Blaunch. 25. — fleschs forgon ober visch:
Ancren Riwle p. 6.
*) Jüngster beleg für flesh mit vorausgehendem tiernamen nach Murray
zus dem jahre 1528: Gootis fleshe ... oxe fleshe ... be melancholye fleshes:
Murray 8. v.
5) Leo, Rect. p. 199£.