30

wären, war der kuchen,!) der aus irgend einem mehl, gewöhnlich
 ohne jede zuthat, gebacken wurde.?) Langland erwähnt
 haferkuchen und ungesäuerte kuchen als nahrungsmittel
für arme leute.®) Dass sich die ‘cakes’ in der me. zeit mehr
durch ihre quantität als durch ihre qualität auszeichneten,
geht aus des verwalters erzählung in den Canterburygeschichten
hervor, wo der müller seine frau einen halben scheffel mehl
zu einem ‘cake’ nehmen heisst.*‘) Ebenfalls nicht ein feinzebäck,
 sondern ein für konsum auf schiffen bestimmtes, lange
haltbares brot waren ursprünglich die bisquit.®) Das aus dem
Französischen stammende lehnwort wird auch etwa übersetzt
ınd das schiffsbrot als das zweimal gebackene brot bezeichnet.‘)
Klösterlichen ursprungs ist wohl das ‘payndemayn’,?) so genannt,
 weil auf jedem laib das bild des heilandes®) oder auch
nur ein kreuz ®) eingezeichnet war. Ein beliebtes gebäck zu
Chaucers und Langlands zeiten war die waffel.!°) Mit waffeln
macht man die menschen fröhlich !!) und die ganze einwohner-1)

 Me, ‘cake’, dimin. ‘kechel’. — Vgl. auch Heyne, D. Nahrw. p. 278 f.
?) Chauc., C. T. C. 321 f.: heer at this ale-stake I wol both drinke and
eten of a cake. Siehe Skeats anmerk. zu dieser stelle. — Hire cake bearneö
o pe stan: Hali Maidenhad p. 37. — A goddes kechil or a trip of chese:
Chauec., ©. T. D. 1747. Siehe anmerk. hierzu v. Skeat. — Acc allre first
macc pu to me paeroffe an litell kechell: Orm. 8661 f. — Thei eten Calues
Äesshe and cakebrede: Langl., P. P. B. XVI. 229.
8) A cake of otes: Langl., P. P. C. IX. 306: an hauer cake: B. VI. 284;
a therf cake: VII. 269.
*) He (der müller) half a busshel of hir flour hath take And bad his
wyf go knede it in a cake: Ch., C. T. A. 4093 f. — Right at the entree of
the dore bihinde thou shalt a cake of half a busshel finde That was ymaked
 of thyn owne mele: Chauec., C.T., A. 4243 ff.
5) Armour pei had plente and god besquite to mete: R. Brunne (Chron.
1810) 171. — Bysqwyte, biscoctus: Promp. Parv. 48.
®) Bread tuies y-bake huermide he astorep his sship: Dan. Michel,
Ayenbite of Inwyt p. 112.
7) Sir Thopas was a doghty swayn, Whyt was his face as payndemayn ;
Ih., C.T. B. 1914 f. — Panis dominicus qui dieitur demeine: Lib. Albus p. 353.
8) Siehe Skeat, anmerk. zu Ch., C. T, B. 1915.
9) Vgl. T. Wright, Hist. of English Culture (1874) p. 104. Heyne,
D. Nahrw., fig. 51, p. 272.
1) Me. ‘wafer’. — Ueber deren zubereitung siehe Skeat, Notes to the
Cant. Tales, p. 104,
1) Mynstralcie can ich nat muche bote make men murye As a waffrer
with waffres: Langl., P. P.C. XVI. 198 £.