£. Wbichnitt: Inhalt der Schuldverhältniffe. zefährlidhen Cinjhränkung der privatredhtlicdhen Freiheit durch richterliche Strafandrohungen mit Hi führen. . Die Rechtiprecdhung hat daher bei analoger Yusdehmung der Unter- laffungSflage bislang an der Vorausfeßung Eee daß nicht eine bloße Kechtsverlegung, jondern ein unerlaubtes Verhalten tattgehunden haben muß und weitere Beeinträchtigungen drohen. gl. ROSE. Bd. 48 Nr. 29, or. 49, Bd. 56 Nr. 72, Bd. 57 Nr. 35, RKOES. vom 10. Suli 1902 im fächt. Arch. Bd. 13 S. 72, vom 11. November 1902 in Yur. Widhr. 1903 Beil. 11, vom 3. März 1905 in Jur. Wichr. 1905 S. 327, NGE. Bd. 60 Nr. 2, Yd. 61 Yir. 88, Sur. Wir. 1905 S, 174. Bejonders hervorzuheben ift die Zu- laffung ber Unterlaffungsflage zur Bermeidung von Schädigungen des guten Kufes, DL®. U dom 20, Noventber 1900, Ripr. d. DLG. Bd. 2 S, 313. U ferner aud die Bem, 2, g zu 8 1004 in Yo. I U Klage), Borbem. VII vor S 823 und die Bem. zu & 826. Val. auch Zhür. Bl. 1909, Heft 2 S. 97 DLG. Kena). Gegen die Sudoflung einer Unterlafjungs- lage außerhalb ber gejeblich beftimmten Fälle val. Fuchs, Sur, Wichr. 1900 S. 7005. Val. N NOS. Bd. 67 S. 3 ff. (Die Intereijen des Berechtigten ind auch beim Fehlen des Unterlaffungsanfpruchs Hi gewahrt, daß ihm hir den Fall einer chuldhaften Verlekung der pofitiven SC der Anfpruch auf Erfaß des ihm dadurch verurjachten Schadens gegeben ift.) 6. Eine AWbart der Ka m die Duldungspflicht. Bol. Wendt, N Verfäumniffe, Archiv fd. ziwilift. Erg Bd. 92 E. 1 ff., Lehmann EEE Bd. 96 S. 66 ff, a Die Unterlaffungspfliht S, 28, 50 (gegen dur Chesne, Jächt. Arch. f. bürgerl. N. Bd. 10 S. 684 ff, Bd. 11 S. 529 ff), Die Dulbungspfliht ft eine bejonders Harakterifjierte Unterlafiungspflicht. Die Vorfchriften über die Folgen jer „Berlebung von Unterlaffungspflichten find im allgemeinen au auf diejenigen von Duldungspflichten anwendbar. Bol. Vertmann, 2. Aufl. S. 11. Sonitige Berfchiedenheit des Seijtungsinhalts': , a) Die Leiftung kann einfadh, und aufammengefeßt, inSbejondere auch aus Tun und Unterlaffen gemifcht fein. Bol. Bem. 5, b, Die Leiftung kann teilbar oder unteilbar fein. Vogl. $ 420. Die Leiftung kann beftimmt oder undbeftimmt fein, fie muß aber wenig{tens joweit beftünmt fein, daß eine ®rundlage erfichtlidh Ht, von der bei der Beftimmung nach Mr Ermejjen ausgegangen werden kann, 3. B. Zwec des Ber]prechens, Berkehrsfitte, Seenleilung uf. Die Beftim- mung nach billigem Ermetien fann einem der Bertragichließenden ($ 315) oder einem Dritten überlaflen fein (SS 317, 318, 319); bei entgeltlidhen VBer- irägen {teht bie Beftimmung der Gegenleiftung im Zweifel demienigen Teil zur, der zu fordern hat S 316). Die Leiltung muß möglich fein. Val. Vorbem. zu SS 275—288:; ins Seiondere S 3086. wo fe 8 242.*) Der Schuldner ift verpflichtet, die Leiftung fo zu bewirken, wie Treu und Glauben mit Rückficht auf die Berkehr8fitte e$ erfordern. ©. 1, 224 {6f. 13; II, 206; IIL, 286. Der $ 242 will eine grundlegende Norm für das nn Recht der Schuld- verhältnifte geben und kann al8 einer der wichtigiten OÖrundjägße des BOS, Degeichnet werden. Er gibt nicht bloß wie $ 157 eine BER fondern ftellt ein über dem Willen der Parteien jtehendes Prinzip auf, daS zwar nicht mit wenigen Worten definiert yerden En Dennoch aber, um eS gegen Mißbrauch zu fichern, um fo mehr der Srläu-= ‚eruna bedarf. *) Ziteratur: Stammler, Die Lehre vom ridtigen Recht, inSbefondere S. 330 ff.; HadHenburg, Vorträge S. 5—13; KuhHlenbed, Bon den Band. z. BGB. II S. 35—42; Endemann II S. 589—593; Danz, Auslegung der Recht8gelchäfte 1897; derjelbe, Rechts "prechung nad) der Volfsanihauung und dem Geieg in IhHerings8 Jahrb. Bd. 54, 1—80 (auch al8 Sonderdruck erjchienen); v. Jacubezkyh in GOruchot, Beitr, Bd. 40 S. 591; Schneider, Treu und Glauben in Recht der Schuldverhältnifje des BGB, 1902, dazu Regel8bherger in Krit. Bierteljichr. Bd. 8 S. 429; derfelbe, Arch. f. bürgerl, R. Bd. 25 S. 269 ff.; Schneider, Treu and ®lauben im Sinne des BGB. in D. Yur.3. 1903 S. 232. (Schneiber wendet fih gegen die weit gehende Ausdehnung, die dem S 242 dur Stammler a. a. O. gegeben wird.) Ueber ie Berkehr8ijitte val. Güölder im „Recht“ 1901 S. 216 ff.; Schneider, Rur VBeritändiaung