36 I. AbjoOnitt: Inhalt der Schuldverhältniffe, Pfandbriefinftitute, Hybothefenbanken, Borfhußvereine. (Schollmener S. 24). Val. mich Entich. Z6. Bd. 1 S. 206. | Der Begriff des Bankgefehäfts wird durch den gemwerbsmäßigen Betrieb olgender Orundgefchäfte gegeben: 1. Umfaß von Geld (Geldmechtel, Depofitengeftchäft, Darlehnsgeichäft, Emijfionsgeidhäft, Kontokorrentgefchäft); 2. Umfaß vor Gold und Silber an Barren; 3. Umfaß von Kreditpapieren Wechfel, Zinskoupons ujw.), Diskontogelcdhäft; £. Kommitiftonsgelchäft; 5. Agenturgeidhäft; 6. Inkaflogejchäft; 7. Zahlgejchäft; 8. Delkredere- 3efhäft; 9. Wechtelgeichäft; 10. Hinterlegungsgefhäft. € gain daß einige Dder auch nur eine8 diejer Gejdhäfte gewerbsmäßig betrieben wird. Val. Chöl, a $ 28, Ruhlenbe, Komm. zum Schedgefes S. 43, BankArchiv I S. 51, 83 F., 124 ff, 176, VI €, 159, S. 289. 3. UNcber die Berziniung von NeberfHhüffen im Kontokurrentverfehr 1. 8 355 ©. 5 „Steht jemand mit einem Kaufmanne derart in Gefchäftsverbindung, daß die m8 der Verbindung ent}pringenden beiderfeitigen Anfprüche und Leiftungen nebft Binjen in Hechnung geftellt und in regelmäßigen Zeitabihnitten durch Verrechnung und Seftftellung des für den einen oder andern Teil fich ergebenden UeberfchufieS ausgeglichen werden (Anufende Rechnung, Kontokurrent), fo_fann derjenige, weldhem bei dem Rechnungs» abichluß ein UNeberfchuß gebührt, von dem Tage des Abichlufies an Zinien von dem deber/chuffe N Ad „au fomweit in der Medhnung Zinijen enthalten find. Der EC gefchieht Jährlich einmal, {ofern nicht ein Mnderes beitimmt it.“ Val. dazu RNOGHSG. Bd. 11 S. 140, Bd. 14 S. 70. Die durch Abj. 2 den Bankiers, Kreditanftalten und Sparkalien Da Verech- igung, Binfeszinjen im voraus zu bverjprechen, hat gegenüber S 355 HODB. die Bedeutung, daß fie Hinfeszinfen nunmehr, auch folchen Kunden gewähren fönnen, die nur al8 Ein ‚abler (mie dies 3. B. regelmäßig im Sparkafjenverfehr) mit ihnen in Geichäftsverfehr iteben, aljo mur einfeitig Forderungen erlangen. 4. @reditanftalten der in Abf. 2 Sag 2 en Art fönnen nd nur bei ioldhen Darlehen die Verzinjung rückftändiger Zinjen im voranS verfprechen Iaffen, für Deu Detvag fie tatfächlich verzinsliche Schnldverichreibungen auf den Inhaber auss gegeben haben. . Der Grundbuchrichter i{t jedoch nicht berechtigt, bei Eintragung der Hypothek einer ®reditanjtalt, für welche feitenS des Schuldners im voraus Zinjeszinjen verfprochen murden, den Nachwei8 zu verlangen, daß die in Hede ftehenden Hypotheken verzinslichen Schuldverfchreibungen auf den Inhaber al8 Unterlage dienten. NMecht 1900 S. 514. . 5. Micht verboten tr durch S$ 248 Abi. 1, daß ein Dritter, der für den Schuldner Binjen zahlt, aus dem Gefidhtspunkte des Auftrags, der nüßlichen SGeichäftsführung ufm. ür Ddiefe Auslage fich Berzinhung bedingen darf, bzw. VBerzugszinfen verlangen kann. ol. 110 83 D. mand. 17, 1; 1 7 812, 1 58 88 1 und 4 D. de adm. et per, 26, 7; Crome II S 149, Anm. 57. Borbemerkungen zu den SS 249—255 (Lchre vom ECSehadenzerfag).*) IL Srundjag der Naturalreftitution: An die Spike der allgemeinen Vorjchriften über SchadenzZerfaß {tellt das BGB. den gewöhnlich al8 Prinzip der Naturalreftitution bezeichneten SGrundfaß, daß derjenige Zuftand Herzuftellen ift, der beftehen würde, wenn der zum Srjaße verpflidhtende Umftand nicht eingetreten wäre. Die Bedentung diefes Grundfjakes srweift fi bei näherer Betrachtung als erheblidher, und zwar {omwohHl für die Theorie als auch fülr deren praktijhe Ergebniffe, al8 diefe3 anfängliH vom Standpunkte der früheren, mejentlig nur den VBermögen3fchaden, der fiH rechHnerijd auf eine LBeftimmte SGeldjumme zurückführen Iäkt, in Auge fallenden gqemeinrechtlihen Anichauungen ben Änichein hatte. * Ziteratur: Mommjen, 3. L. v. Interefje (Beitr. z. Obligationenrecht II); GimmerthHal, £. vo. Interefie 1876; CohHnfeldt, Die Lehre v. Interefie 1865; Stein: bad, Erjaß von Vermögen8jhäden; Mataja, Das SchadenzZerjakrecht im Entw. (Arch. f. blirgerl. MR. Bd. 1 S. 207 F); Fel8, Die aukerfontraktl. Schadenzeriakpfliht des Entw. ‚Sründuts Ztfohr. Bd. 35); Schmidt, Das Schadenerfahrecht des Entwurfs (Gutachten aus dem Anmaltftande Heft 14); Rümelin, Die Gründe der Shadenszuredhnung und die Stellung de3 BOB. zur objeftiven SchadensZerfakpflicht, Leipzig 1896; Jung, Delitt und Schadens$- zrjaß, Heidelberg 1897; LeHmann, Die EHußlojigleit immaterieller SebenZglüter 1884; o. Jhering, Sahrb. fi Dogm. Bd. 18 S. 59 f.; Degen kolb im Archiv f. d. zivilift. Praxis Bd. 76 S. 91 F.; Xilcher, Der Schaden nach dem YGM. 1903; Shittel, Neher des Ber: