1. Titel: Verpfligtung zur Leiftung. SS 260, 261. Vorbemerkungen 3. d. 88 261— 265, 87 ie Verpflichtung zur Rechnungslegung oder zur Vorlegung des Berzeichnifies zu erfüllen it. de eteehterung sr Ei GeSpflichtigen + demfelben, jofern er jeinen Wohnfib oder jeinen Aufenthalt im Inlande hat, geftattet, den Eid vor dem Amtsgerichte Teines Wuhn-Bes oder Aufenthalsorte3 zu leijten. Die Beftimmung des TerminS ZUC Sidesleiftung fann fowobhl von dem Berechtigten als von dem anderen Teile beantragt merbden. Bum Termine {ind beide Teile von Amt$ wegen 3IU laden. Die Anwefenheit des Gläubiger$ im Eidestermin ijt nicht erforderlich. Sa das Verfahren bei der AUbnahnie des Cides find die VBorichriften der SS 478—484 ZPO. maßgebend (88 163, 79, 15 FO. Die Vorfchriften der ZPO. über Sidesleiftung durch die gefeßlidhen Vertreter (88 473, 474) beziehen {ic nicht auf den Offenbarungsetd des bürgerlichen Rechts, der Eid muß von dem Cowurbtlichtigen in Berfon geleiftet werden, daher Eintritt des für die ichwurpflichtige, inzwijchen etdeSunfähig gewordene Perjon beftellten Pfleger8 in die ihr rechtäfräftig auferlegte Sidespflicht Feinenfalls begründet, Seuff. Arch. Dd. 56 Nr. 124, Neumann, SJahrb. 1903 S. 168, 169. . 2, Sit dagegen eine Verurteilung des Nerpflichteten zur Leiftung des Offene barungseides vorausgegangen, 10 hat die Eidesleiftung vor dem ProzeHgericht erfter E 8 En NROE, in Kur. Wir. 1902 Beil. S. 193). Ueber das Verfahren . 9 AO. 3. Die Gidesnorm ijt die in den 88 259 und 260 beftimmte. Sedoch fann das yujtändige Gericht, jei eS da3 ProzeBgericht oder das fonft nach S 261 zuftändige Umtsgericht, Soferne die Umftände eine Nenderung diefer Horm angezeigt erfcheinen laljen, die Eidesnorm entiprechend abändern (RGE. in Kur. Wichr. 1902 Beil. S. 198, NKecht 1904 S. 601 Biff. 2591). , 4, Die Koften der Abnahme des Sides fallen demjenigen zur Lalt, der die Sidesleiftung verlangt, ohne Unterfchied, vb die Eidesleiftung vor dem Lrozeßgerichte ober einem anderen Gericht erfolgt. Unter die Koften der Abnahme des Eides fallen jelbitverftändlich jene Xoften nicht, welche durch die unbegründete Weigerung Des SEidespflichtigen verurfacht find und über welche nad) den Borfchriften der 88 91 ZPO. zu erfennen ift. Dertmann Ben. 3: „Die Koften der Eidesabnahme nach vorgäng19g em Urteil treffen den Schuldner nach allgemeinen Regeln des BwangsvollftrechungsrechtS. Dies icheint mit dem Haren Wortlaute des Abi. 3 nicht vereinbar. 5. Nebergangsrecht: Vol. Bem. 4 zu S 260. Der Durch rt. 166 Nr. XVI des bayr. Ausf.®. z. BOB. aufgehobene) Art. 85 des bayr. Au8f.®. 3. RNZBO. und KO. vom 23. Sebruar 1879 enthielt eine dem S 260 entiprechende Beitimmung, jedoch mit der Ein“ jOränkung, daß von Afzendenten weder ihre Notommlinge, nodh deren Vormünder DDder Me einen Offenbarungseid verlangen fönnen. , , a8 BOB. fennt eine {olche Beichränkung der Eidespfliht nicht. Das alternative Schulaverhältnis (Wahljhuld). Borbemerkungen zu den SS 261—265*). 1. Dispofitiver Charakter der $S 262-—264; Theorie und Praxis: Die folgenden 88 262—264 {teen dispofitive Negeln auf für die fog. Wahlihuld oder Alternativobligation. Die rechtlige Auffafjiung derfelben (iHre jurifttihe Konfiruktion) bildet feit Tanger Zeit den Segenitand zahlreicher MeinungZverjchiedenhHeiten (Dal. Qit.-Note). Der in der Lit-NMote angeführten Monographie Pe8katore3 {ft darin heizupflichten, daß bei biefen Meinungss berjhieden heiten da3 den Maffifhen römi{dhen Jurijten fremde Beftreben, Abhfjtraktionen zu ‘Haffen, die gelegentlig hraktiich ehrt verichiedene Tatbeftände auf Grund eines rein äußer-*) Literatur: Endemann, Qehrb. I. $ 118 S. 666 ff; KuhHlenbed, Bon den Rand. z. BGB. II S. 25 ff; Cojad I8 84; Ennecceru3 II 88 241, 242 2. Aufl); Bernftein, Zur Lehre vom alternativen Willen Abt. I, 1878, und Die alternative Oblization, Btihr. f. vgl. Nechtawiffen]haft Bd. II; Bezkatore, Die [og alternative Obl., 1880; Ryck, Lehre von den Schuldverh. S. 129 ff; Seonhard in JheringsS Sahrb, Bd. 41 S. 1 ff.; Crome, Syitem II 8 153; Marcus, Die Wahlihuld des BGB., Diff., Breslau 1901; ChHamiger, Natur, Gebiet und Grenzen der Wahljchuld, Difi.; Sanetta, Bur Sehre v. d. fog. alternativen Obligation, Difi., Köln 1900; Sitten, Die Wahlihuld in d. bürgerl. R., Berlin 1903; Boethke, Bejprechung von Sittens Wahlihuld in Gruchot? Beitr. Bd, 48 S, 426 {f.; Rieh, Die ZmwangSvollftredung einer Alternativobligation bei