776 VI. AbjOnitt: Einzelne Schuldverhältniffe. änzenden Auslegung dahin Helfen müffen, daß bei S 492 al8 ftillz TO wetatun gedacht hinzuzufeben ift: „An Stelle des S$ 490 Ab. } treten jedoch die SS 478, 479“; dadurch wird für den Fall des 8 492 Saab erften Teiles das Erfordernis der Unzeige wieder aufgeltellt. Neber Die berfieiedenen Meinungen vgl. ferner v. Blittersdorf in Bad. ipr. bo. 68 S. 184, Dertmann in Bem, 3, Opfergelt in der Ztfchr. D. rs Umtsrichter-VBereinz Bd. 24 S. 138 & (Auszug bei Neumann in Jahrb. Bd. ; S. 200), Gerter, Jur. Wichr. 1906 S. 731 ff. Häffner, echt 1908 ©, 443 un eingehend Sottharbt, Bl. |. NA. Bd. 74 S. 16 {f.; wie hier audh DLSG. Breslau, Kecht 1906 S. 617 nd VLS. Kiel, Seuff. Arch. Bd. 65 Nr. 70. Strittig {ft der Beginn der Verjährungsiriit dei Zufidherung der Trächtigfeit eines Viehitücs, Dak in der Garantietbernahme für Trächtig- feit, gleichviel ob Zrächtigkeit {hlechthin oder Trächtigkeit mit einem beftimmie Endtermin oder Trüchtigkeit von einer beftimmten Dauer zugefichert IT fd die Zuficderung einer Cigenfhaft liegt, it oO zu beftreiten. €3 {rag fih aber, wanıt hier die jechswöchige Verjährung für den Wandelungs- Tr Schadenserfaßanfpruch zu laufen beginnt. Stölzle (]. ur. Wichr. 1902 S. 11 { 1906 S. 374 {f., Bad. Kfpr. 1910 S, 85 und befonder8 eingehend VBiehkan S, 327—347; ihn folgen die Mehrzahl der Gerichte, val. Stölzle, Serichtliche Entfcheidungen über den Sigi] S. 161 ds 1. ferner Sauer ©S, 187, Hirl S. 469) vertritt folgenden Standpunkt: € gibt nur zwei Möglichkeiten: a) € {ft eine beitimmte Gewährfrift vereinbart worden — hier Dr die Verjährung von 6 Wochen mit dem Ende diejer Gewährfriff. b) € murde feine ©ewäbhrfrift vereinbart — hier beginnt die Verjährung von 6 Wochen mit der Ablieferung des Tieres, Von anderer Seite dagegen o insbel. Meisner, BViehaewahr] Daft S. 138 ff, vgl. ferner auch Arlickmann, Anfechtung S, 65 ff. und in Bayr. 3. f. NR. 1907 S. 30, Landger. Mosbach, Bad. Kipr. 1909 S. 16, Sromberz ebenda 1910 S. 86, 87) wird folgende Meinung wertreien: a) Wurde garantiert, daß das Tier biS zu einem Zeitpunkt (oder innerhal einer beftimmten Zrift) werfen werde, {o beginnt die EN Betz (EDEN erft mit dem Zeitpunkt, in dem der Käufer von dem Mange ennitnis erlangt hat (wegen der Bemweislaft vgl. Meisner S. 81), {päteltens mit dem AÜolaufe jenes Termin vder jener Frift; b) bei Sarantien_ Mt Trächtigkeit Olechthin vhne Frift= oder Terminsbeftimmung EN Betz jährung erft mit folder Aenntnis des Käufers, äußerftenfall8 mit Aolauf der längiten Trächtigfeitsdauer. m Hinblick auf die allgemeinen rund“ lagen der Verjährung (vgl. insbel. Ber. 3, a, od, au Ben. 5 zu S 477) dürfte (eßterer Meinung mindeften8 im Falle b beizupflihten fein. | Sn der Erklärung, daß ein Gemährsvieh völlig gefund fei, Fan DIE aticherung einer Eigenihaft im Sinne des $ 492 erblicdt werden: vgl. Urt. d. NE vom 16, Mat 1902 in Seuff. Arch. Bd. 58 S, 8, Jur. WI. L902 Beil. S. 239, Stölzle im „Recht“ 1904 S. 299 und Siehlanl S. 315 1l.; teilweife dagegen Hirfh Recht 1904 S. 476, val. ferner auch Schneider, Recht 1903 ©. 528, Qrücmann, Anfechtung S. 93 FE Towie Araufe, Biehkauf und VBiehmüängel. 2, m Gefchäftsleben Kommt e8 häufig vor, daß feiten3 des Verkäufers verfichert wird, er hafte für alle Mängel. €, 1 8 400 Hatte für die Viehgewährfchaft Die Beftimmung vorgefdhlagen: „Sin allgemeines Verjprehen des Veräußerer8, wegen aller Mängel haften zu wollen, ift nur auf die Saupfmängel zu beziehen.“ (DL. 11, 268.) Sn € HH 8 428 De der Sag durch die Beifügung der Worte „im Zweifel“ fchon nur mehr den Charakter einer Auslegungsregel. Sm Reichstag wurde fie vollendS3 geftrichen, weil Gefahr beitehe, daß dadurch dem gelhäftsgewandteren Verkäufer ein bequemes Mittel gewährt mürde, den gel häftsungewandteren Käufer zu benachteiligen, jene Befchränkung auch der mutmaßlichen Wbjicht der Parteien zuwiderlaufen Könnte ({. RER, 40; StB. 60). Nach diefen Verhandlungen erfcheint die Frage dem ridterliden Ermeffen anheim“ geftellt. € ift alfo im einzelnen alle zu prüfen, was die Marteien mirklid gewollt haben. Dabei ijt aber richtig, wenn Planck zu & 492 betont, wie {ehr e8 eben darauf anfomme, ob man e8 nur mit allgemeinen Anpreifungen zu tun habe oder mit Sa „rirTirhen ernitlidhen Nebernabme einer erweiterten Haftung. Bal. auch oben em. 1, €, 3. Die U ann natürlich vertragsmäßig nicht nnr erweitert, fondern auch verfdärft werden, 3. B. dahin, daß der Käufer entgegen der Beftiuumung des S 487 261. 1 die Wahl zwifhen Wandelung und Minderung Gaben Tolle (übereinftimmend Stölle S. 187 und die dort angeführte Literatur, forwie Wand in Ber. 1, a, «).