358 VIL. Abfonitt: Einzelne Schuldverhältniffe. Bem, IV, a zu $ 835_3PRO. und Seuffert Bem. 3, b, 8 zu 8 829 ZRO.; 1. ferner auch BI f. AU. 5. 73 S. 403. IV. Gegenitand des Pjandrechts : 4. Das Pfandrecht erftrect fiH auf die eingebrachten Sachen des Mieter3. Segenitand des lenprehis fönnen nur einzelne förperlidhe Sachen al8 foldhe, nicht ein Snbegriff von Sachen fein; für jede einzelne individuelle Sache, die unter den Inbegriff ällt, muß daher befonderS Feftgeftellt werden, ob hinfichtlich ihrer die gefeblidhen Boraus- ießungen für die Entftehung eines PfandrechtZ vorhanden find, und wegen des Ranges, u welche Seit die Erfüllung jener VBorausfegungen fällt, vgl. ROSE. in ur. Wichr. 1906 S. 224. 2) Der Begriff „eingebracht“ it der herfömmlihe, in Wiffenfbhaft und Praxis feftgele te; bal. insbe]. S 41 Nr. 4 der früheren KO., VER. ZN. I Sit. 21 8 395, & Wilmowski Note 4 A 8 41 RO. (alt): „Bringen = »twasS zu einem beftimmten Orte hin in Bewegung febBen in der Weile, daß auch die Perfon des Bringenden fich dorthin bewegt, daß ENGE und Eingebradhte8 zufammen dorthin kommen“; Srimm, Wörter- uch, unter „Bringen“ A 4 und 5: „Bringen“ heißt eigentlich 2 ringen“: reichen und Iangen ift weniger al8 Holen und bringen; der Eringende muß gegangen kommen.“ Val. auch Jaeger AYnm. 17 zu $ 49 KO. ‚68 fann daher 3. B. eine Mietpartei, die bereit den Ent{hluß gefaßt jat, eine Wohnung nicht zu beziehen und dies dem Vermieter Ichon mit» Te hat, in Diefe Wohnung EEE feine Sache mehr einbringen. 3gl. ferner Bölderndorff zu &41 KO. (alt): „Der Begriff der eingebrachten pen muß fih aus faktifdhen, nicht aus8 rechtlichen Momenten Konz ruieren.“ Sehr häufig bietet Schwierigkeiten die Unterfcheidung der bloß eins geftellten Sachen von den eingebrachten; val. Mittelitein S. 369, 370: „Das Pfandrecht entfteht nicht durch bloßeS Einftellen, fondern nur dann, venn Kr das Verbringen der Sachen in die Nieträume der regel: mäßige Zuftand Deraeflelt wird.“ Häufig ftellt aber der Mieter Sachen n Hausgängen, Fluren 2. ein (3. B. Rinderwmägen, Fahrräder 2C.); foweit diefe mit feinem berfönligen Gebrauch in oder von der Wohnung au3 in Verbindung ftehen, alfo der Zufammenhang mit dem Miet verhältnis erkennbar bejteht, werden auch dieje al8 eingebracht gelten Önnen. Das bloße Verbringen auf das ©rundftüc des Vermieters, das Sinbringen in den N Aha a de8 Vermieters allein aber kann RN das entlgeidende oment bilden. (Nebereinftimmend Se S., 9, Suld S. 181, Borcdherdt S. 69, Niendorf S. 246, Brückner S. 109 mit Anm. 1, RUE aber Siber S. 21 ff, Strauß, Miete S. 141 und teiklweije auch Meikel in BI. f. RA. Bd. 69 S. 413 ff; val. ferner aud Gruchot, Beitr. Bd. 26 3. 997, Mitteljtein S. 366 {ff., ferner Manigk, Willenserklärung und Willens Jeichäft S. 648, 674, anderfeits Danz in Ierings Yahrb. Bd. 54 S. 16 und 17. Wenn mehrere Räume in einem Haufe gefondert gemietet find 3. DB. eine Wohnung im erften Stok und ein Keller zum Einlagern von Wein), fo findet das gefeßlidhe Pfandrecht Lediglich wegen der Mietforderung ür die Räume ftatt, in melde die zum Pfandrechte beanfpruchten Sachen zingebracht find, vgl. RGOS. in Iur. ee 1906 S. 224. ‚Befißergreifung feitens des Vermieters i{t zur Entftehung des RfandrechtS nicht erforderlich; eS genügt, daß er Befiker der Räume ift, n welde die Sachen in obigem Sinne eingebracht werden. €&3 handelt {ich hier um ein befißlofeS gejeblidhes Pfandrecht; das Verhältnis des Ver- nieter3 zur Pfandfache it der Regel nad kein DBefiß_ im Sinne der 38 854 8 e8 it nur eine Art mittelbarer Gewalt über die Sachen infofern, 218 Der AP vermöge feines Beltges am Orundftüce die Entfernung der Sachen hindern kann, in vielen Fällen (vgl. SS 560, 561) vermag er aber nicht einmal dies. Dem Mieter hingegen verbleibt der alleinige Jelbitändige Beliß an feinen Sachen (alfo auch fein mittelbarer Befiß de8 Vermieter? an diejen!). Die Richtigkeit leßterer Auffaffung (val. Siber a. a. DO. S. 49 md 50) ergibt {ich insbejondere auch aus S 561, wonach der Vermieter beim YUuszug des Mieters den Befibß an den Pfandfachen verlangen Kan; Hätte Jiefer hieran fchon Beliß gehabt, fo erfchiene Ddiefe u un- (om, (Selbitveritändlich verbleibt dem Vermieter an der Mietiadhe jelbit qemäß $ 868 der mittelbare Befig.) N „eingebracht“ fönnen nur förperlihe Sachen gelten im Sinne des S 94, meaen eine& Xnbheariff8 val. oben 1.