8. Titel: Miete. Pacht. $ 566. RRQ9 geichränfte Wirkfamfeit des Mietvertrags mit dem Willen der Parteien in Widerfpruch itebt. Bisher hat man allgemein mit echt an der zwingenden Natur feltgehalten, erft neuerlich will die Bra vereinzelt hievon abgehen {jo Urt. d. DES. Frankfurt von 11. Sebruar 1905 in RKipr. d. DLO. Bo. 9 S. 302 ff, ebenfo ein in D. an 1905 S, 444 Anm. 1 zit. Urt. d. DLG, Hamburg ‚vom 23. a a 1904 und DSG, Yrauns ichweig Yecht 1908 Nr. 492). Wie aber MNMittelitein in ©. Sur.3. 1905 S. 444 (f. auch Miete S. 96 ff.) mit Recht hervorbebt, würde man mit Annahme einer Ausiegung3vor- ichrift praktifh zur Anerkennung des 8125 Saß 1 gelangen, der ja gerade für die Miete durch 8566 ausgelhlofien werden wollte (übereinjtimmend Dertmann Bem. 7, KRipr. D. HLS. Bd. 13 S. 372 MM, Seuff. Arch. Bd. 61 Mr. 199, D. Jur, 1906 S. 772, BL}. i. Bez. d. Kammerger. 1909 S. 99, dagegen aber wieder Schulß, D. Iur.3. 1906 S, 75 F). Der & 139 a hier niht laß, vol. Mitteljtein S. 96 ff. und Recht 1910 S. 266 Nr. 1, ROSE. in Zur. IWichr. 1906 ©. 348, 1907 S. 166, Recht 1909 Nr. 3051, dagegen Reichel, Arch. f. d. ziwilift. Braris Bd. 104 S. 62 if. | Hu der Brari8 vol. hiezu ferner: MRipr. D. DL®. (Hamburg) Bd. 10 S. 169, ar“ Er echt 1907 Nr. 3071 und 1910 Nr. 676, KOE. bei Warneyer Erg.-Bid. 1909 Nr. 82 S. 75. 3. Wegen der BeweisSlaft vgl. Recht 1909 Nr. 3051. IV. MündlidHe Nebenabreden : Non Wichtigkeit [OHeint die Frage, ob und inwieweit bier mündlichen Nebenabreden neben einem fcOhriftlichen Vertrag aus $ 566 eine rechtlidhe Bedeutung zukommt (vgl. Bent. zu 8 125; {. ferner über die verfhiedenen Anlichten Brückter a. a. OD. S. 39 mit Mn. 2 int „Necht“ 1900 S. 342, Niendorf S. 60 ff. Romeic, Zur Technik des BOB, 2 I S. 111, Brucka, a. D. S. 723 ff, Zauber, Oruchot, Beitr. Bo. 49 S. 238 ff. ertmanı Bem. 5; auZ der Praxi3 vol. die Angaben in Dem. 1, a a. SE. und €. 1. Nach der Auffaljung der Protokolle (BB. I, 156) follen zufolge der allge meinen rechtlidhen G®rundjäße mündliche Vereinbarungen, welche ich auf ein die Dauer eine8 Xahre3 überfhreitendes Mietverhältnis beziehen, mangelS der gefeglicdhen Som für alle Beteiligten unverbindlich fein weil fonit der neue Erwerber der Sache fhmer gefchäbigt werden fönnte). a & werden aber doch Einfhränkungen diefer Meinung veranlaßt fein. (Val. biezu aber audh Kipr. d. OLG. [Frankfurt] Bd. 8 S. 397, jowie oben Bem. II, 2.) 4° Wenigiten8 zwifchen Ber mieter und Mieter Können folde mündliche Mebenabreden nicht ohne jede rechtliche Bedeutung Tein. Denn der Vers mieter würde unbedingt gegen die allgemeinen Grundfäßge von Ireu und Siauben verıtoßen, wenn er etwas von dem Mieter verlangen würde, was den mündlichen Abreden zuwiderläuft. Z. 5. die Parteien haben nach einiger Beit eine HerabjeBung des MietpreifeS vereinbart, ohne dies Ihrift- {ich feftzulegen. Hier kann der Vermieter fpäter nicht den früheren höheren MietzinZ verlangen, ohne {ih einer VerleBung von Treu und ®lauben jhuldig zu machen (vgl. auch unten Bem. c). Dem weiteren Erwerber des Grunditüucks gegenüber freilich wird ich Mieter auf eine {olhe mündliche Gerabjeßung neben dem IHriftlih anders lLautenden Vertrage nicht mehr mit Erfolg berufen Können, fofern der Erwerber nur den fOriftlichen Vertrag fannte, {. em. I, 2, b zu 8 571 und vgl. B. II, 141. (Buck a. a. OD. S. 730 f. will unterfcheiden zwifchen Abreden, bei denen die Leiftungspflidht durch eine einmalige Handlung erfOöpft wird, und jenen, bei denen Die Ceiftungspflicht der Bartei fih über einen gewiffen Zeitraum eritreclt; er läßt nur leßtere als recht&verbindlih gelten in der Weije, daß die Marteien zunächft auf ein Sahr und dann weiter bis zu einer Ründiaung gebunden find. Zauber a. a. OD. [ogl. auch Neumann Sahrb. Bd. 4 S. 181] unterfcheidet: Soll die MAoänderung felbit nicht längere Beit al3 ein Jahr gelten, fo ift fe wirffam. Ebenfo it fie wirkfam, wenn fie in der Aufhebung einer einzelnen Vertragss beitimmung oder einer teilmeijen Aufhebung des ganzen MietvertragsS oder in dem Abichluß eineS neuen, der Schriftform nicht bedürfenden Mietvyertrags beftebt. Keine Nenderung des Vertrags liegt vor, wenn die Parteien nur die Vereinbarung eineS8 gunitweifen Geitattens beabfichtigen, mobei freilich dem Begünftigten die exceptio doli yeneralis Hilft. Wol. ferner MYMittelftein, Miete S. 104 If, 445, 486 und über die verfhiedenen Auffafjungen im der Mrari8 OL. Braunfhweig Recht 1904 S. 334, Bl. f. RK. i. Bez. D. Rammerger. 1907 S.7 [nit unter/chriebene VBermerke auf einem Miet- vertrag), Recht 1905 S. 431, EHäN. Ztidhr. 1906 S. 142 [DLS. Kolmar], Bad. Yipr. 1906 S. 88, Kipr. d. DCS. Frankfurt) Bd. 15 S. 1, Bd. 20 Rraunichwmeia) S. 113, Seuif. Arch. DLS. Dresden) Bd. 65 Nr. 183.