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        <title>Recht der Schuldverhältnisse</title>
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      <div>2, Titel: Schenkung, S 518. 753 
Sinfichtlid der fumulativen Schuldübernahme vgl. David, Recht 
1908 S, 856, ferner Bem. 4, a zu $ 766 und die dort erwähnte weitere 
Literatur, fowie in8bef. Reichel, Die Schuldmitübernahme S. 173, 196 ff, 
200, 207, 219, 345, 
N 3. Fraglich erfcheint ferner die Anwendbarkeit des S 518 auf die fog. gemifdhte 
Echenkung (vol. über diefen Begriff Bem. I, 3, d zu $ 516). Die Meinungen gehen hier 
lehrt auseinander. Von Seite derjenigen, die hier zwei gefonderte Verträge annehmen, 
wird verfucht, das Formloje Gefchäft wentgitens für den Teil aufrecht zu erhalten, der 
fh nicht als Schenkung darftellt, troß der Nichtigkeit des SchenfungsSverfprechen8 ; im 
übrigen kann dann aber S 1839 infoferm einwirken, als fidh Der einzelne Vertragsteil 
darauf berufen kann, daß er das ganze Mechtsgefchäft ohne den nichtigen Teil nicht vor- 
Benommen hätte, wodurch da3 ganze SGefchäft zulammenbricht. Co Dernburg $ 210 
S. 138 und übereinftimmend auch Crome, Syftem S. 511 Anm. 62; Aöppen, negotium 
Mmixtum cum donatione S, 70 verlangt, das ganze SGefchäft entweder den Schenkungs- 
tegelı oder den Kegeln für den Kauf zu unterwerfen und ftellt fih dann S, 73 auf 
er{teren Standpunkt; Weirauch a. a. DO. S. 245—247 Hält gleichfalls dafür, daß der 
Gefamtvertrag der Formborfchrift des $ 518 unterworfen werden müffe, um nit 
die Anwendung des 8 518 iNuforijh zu machen, ebenfo für {rüheres Necht die bei Bolze 
Bd. 21 Nr. 398 angeführte RNeichagerichtsent/dheidung vom 23. November 1895. Bei leßterer 
Iuffaflung muß dann aber fonfequentermeife auch die Erklärung des anderen Bertrags- 
teils dem Zormazwang unteritellt werden. Erachtet man dagegen die gemifchte Schenkung 
al8 einen einheitlidhen Mijchvertrag im Sinne eineS befonderen Vertrags (vol. oben in 
Dem. 1,3, d zu 8 516), auf den die Örundfjäbe der Schenkung nur analog anzuwenden 
find, fo Kann lediglich das Leiftungsverfpredhen des Freigebigen Vertrags: 
teils der Dormborjchrift  ntermacien merden (io richtig ®ol a a. a. ©. S. 48 
und 49; Höniger, Die gemifchten Verträge Bd. 1 S. 298 will die Zormbvorfhrift erft bei 
einem gewifjen erheblichen Grade von Unentgeltlichteit in Araft treten laffen; aber wo ift 
hier die Orenze?; val. ferner Müller, Shering8 Yabrb. Bd. 48 S. 223, der dafrhält, daß 
man je nach dem Zwecke des He OiSge 1001 fombiniert einen Teil der Kauf oder 
Schenkungsregeln heranzieben mijfe, |. aud DVertmann Bem, 9, c zu $ 516). 
4, Neber Zuwendungen zu EEE gemeinnüißigen Zweden vgl. Bem. I, 2, a zu 
8 516 und ROSE. Bd. 62 S. 386, über die rechtliche Natur eines 109g. Sammelunter: 
nehmens überhaupt vol. Bd. IV Bem. 1 zu 8 1914 umd die dort fowie_in Note * zu 8 1914 
2rwähnte Literatur, insbefondere lb Das Sammelvermöügen, Straßburg 1907 und 
SD. Sur. 3. 1909 S. 261, fowie Zöllner in BI. f. RU. Bd. 72 S. 717. Wegen der Zeppelin- 
Ivende val. Stranz, D. Kur.3. 1908 S. 1017, Bondi ebenda S. 1154, aber auch Brücmann, 
Self. und N. Bd. 9 S. 481. A 
5, Neber die Form bei bedingter YWbtretung eines AnfpruhHs f. Bem. I, 4 zu 8 516. 
” 6. Die Nichteinhaltung der gebotenen Form macht das SchenkungSZver- 
I\breden nichtig (8 125). 
7 Diefe Nichtigkeit it aber Heilbar (MAbf. 2) und zwar dadurch, daß der 
Schenfer, fer e8 mit oder ohne Kenntni3 von dem FJormerfordernis und der 
Yecht8iolge von Ddeffen Berlekung (fo auch DYertmann Ben. 6) die ver- 
iprodene Seiftung gleichwohl tatfäcdhlidh bewirkt. Genau betrachtet 
wird hier übrigens nicht das Berfprechen hinterher al8 foldheS wirkfamı, 
jondern eben vollzogen und der Abf. 2 will im Grunde befagen, daß die 
bollzogene Schenkung ohne Form als Realvertrag au dann gültig ift, 
wenn fie auf @®@rund eineS ungültigen Verfprechens vollzogen ift; fo mit 
Recht Kubhlenbeek in Bem. 3. Val. bie Rn oben Bem. IT, 1, € und 2. m 
übrigen muß bier immer wirflide Erfüllung N und nit bloß 
vorbereitende, hierauf abzielende Kechtshandlungen, |. ROSE. in Iur. Wichr. 
1904 S. 337. 
| Eine Leilung unter Borbehalt ift feine Leitung im Sinne des 
of. 2. Chenfowenig die a beigeiriebene, U Drohung oder 
Lift veranlaßte, val. Reichel, Arch. f, d. zivilift. Praxis‘ Bd. 104 S. 12 ff. 
Der EI deS Leiftenden über feine Verpflichtung ift dagegen 
unfhädlih; Neicdhel a. a. ©. S. 15. 
Hinterlegung unter Rücnahmeverzicht hebt den Formmangel ftet® auf; 
eine Hinterlegung ohne {oldhen Verzicht heilt den Mangel, falls der Gläubiger 
DDr = me der Hinterlegungsitelle die Annahme erklärt hat, Reichel 
a. a. 9. S. 16. 
Damit ift von felbft auch eine Rückforderung der Leiftung wegen Form: 
mangels ausgefdloffen. 
Staudinger, BSB. Ma (Zounldverhältuiife. Keber: Schenkung), 5/6. Null. 
h}</div>
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