3, Titel: Miete. Pacht. & 597. — 4. Titel: Leihe. Borbemertung. 955 Bon dem verwandten Darlehen unterjHeidet fiH die Leihe dadurch, daß dem Ent- leider fein VerbrauchZrecht, jondern nur ein GebraucHhSrecht zufteht. Im Übrigen ihließt {ich das Gefeg Hinfichtlih der Negelung der GebraugHSZüberlaffung hier den Normen ber Miete an und bezüglich der Unentageltlichteit der Neberlaffung den RechtZgedanken der Schenkung. Neber die Abgrenzung von der Schenkung vgl. Übrigen? auch em. II, 2, c zu S 516, 2, Die Leihe des BGB. entipriht im wefjentligen dem commodatum deS ge- meinen Rechtes. a) Wie dort ijt aber au gegenüber dem BGB. wieder ftreitig geworden, ob die „Leihe“ al8 ein fog. Konfenf{ual- oder ein Realkontrakt aufgufafien, d. h. »% anzunehmen fei, daß daS voM bindende VertragsverhHältni3 erft durch die Hingabe des Leihgegenftandes zur Entfiehung komme oder auch fhon früher bei eingetretener Einigung der Parteien. Eine ausdrückliche Entjdheidung findet ich darüber im Gefebge nicht, fie wollte au nach den BorverhHandlungen (M. II, 444, %. II, 279) nicht getroffen werden. Für einen Konfjenfualfontrakt nad BOB. treten namentlig Cojad IS 141 und Wind[chHeid-Nipp II S. 551 ein, jowie Hellmann in Krit. VBierteljjhr. Bd. 41 S. 222 und Archiv f. d. zZwWiüli[t. Brazi8 Bd. 90 S. 434. Erfiterer zieht dabei eine Parallele mit der Miete. Dagegen find für die Annahme eine8 Realkontrakts: Pland Vorbem. vor 3 598, Endemann S 183 Anm, 1, Dernburg S 230 IT, FijdhHer-Henle zu $ 598, Dertmann Borbem. 2 vor 8 598, Scdholmeyer, Einzelne SchuldverhHältnifje S. 60, Erome Bd. II S. 587 und Kuhlenbedk a. a. DO. S. 226, jowie aud Ed-Leonhard, Borträge S. 505 und Schloßmann, Ihering3 Jahrb. Bd. 45 S. 1 fi., S. 18. (So au bisher don BLM, IL IV cap. 2 8 2.) Leßterer Auffaffung tit, in8bef. mit Rücfiht auf die Fajffung de8 $ 598 (val. Bent. 8 Hiezu) und auf S 604 YAbfj. 1, beizutreten. Nur muß natürlid der Verteidiger der Annahme eine8 Realfontrakte8 die Möglichkeit und RechtZverbindlichleit eine8 bloßen Borvertrag3 auf Leihe ’pactum de commodando) anerfennen. Dies gejdhieht aud zutreffend B. von Dertmann und Planck a. a. D., währendCofad a. a. D., von feinem Standpunkt au folgerichtig, die Annahme eines folden VBorbertrag3 al3 über- Hiffig und hinfällig erachtet, Das BGB. felbft fHweigt von einem foldjen Borbvertrage, maS aber die Annahme eineS folden nicht ausfdhließt, da deffen Inhalt fi eigentlig von felbjt verfteht. Bgl. hiezu im einzelnen Bd. I S. 500 ff., 'pwie au Dertmann a. a. O. Sin derartiger Borbvertrag unterliegt den allgemeinen BVorfdhriften über Verträge (aljo nidht den Beftimmungen der 38 598 ff.). So au Pland a. a. DO. und Kuhlenbed a. a. OD. S, 226; nähere Erörterungen gibt Dertmann a. a. OD. Eine bhefondere AMuffaffung findet fig bei Schloßmann, Yhering8 Yahrb. Bb. 45 S. 1 ff., 72 ff., 78, Dal. dagenen naher Dertmann a. a. DO. Da8 pactum de commodando ift aber nur bindend und Magbar, wenn #8 in der Ab{icht gegeben ift, fiH rechtlich zu binden, und nicht bloß eine zefellfhaftlide Gefälligfeit8zujage war (vgl. Kuhlenbedk a. a. O.; f. auch unten 3iff. 3). Diefer Borvertrag Hat eine gewifje Analogie mit der Schenkung; $ 581 "Schriftlihkeit des Berjpredhen8) findet aber keine Anwendung, zumal ia keine VBermögenSzuwendung beabfichtigt wird. 3, Neben dem commodatum Hatte da8 römijhe Recht al3 eine befondere Form den Begriff des precarium ausgebildet und zwar al8 eine begünftigungSweife eingeräumte Unentgeltlige GebraudhSitberlaffung mit voller wilfürlider Widerrufsmöglichteit feiten3 des DBerftattenden. €. I 8 558 Hatte dariiber eine Beftimmung getroffen und zwar im Sinne einer Behandhuna nach den Grundiäken Über Gehrauchsieihe. Val. auch Mt. II, 453. In ::!