966 ; VIL Abidhnitt: Einzelne Seuldverhältniffe. 8 606 wurde erft von der I. Komm. eingeftellt (WB. II, 273 ff.) und ent{pright dem für die Miete geltenden & 558. Vol. daS dort Crörterte, SHür fonitige, hier nicht bezeichnete Aniprücdhe aus dem Leihverhältnifie gelten die gewöhnlichen Berjährungsbeitimmungen. So für die Klage des Entleihers auf Schadens erJaß wegen Aralijt oder grober Zahrläffigfeit des Verleiher8 oder jür die Klage des Berleihers auf Kücgabe der Leihfacdhe. (Schollmeyer a. a. VO. S. 62.) Die Verjährung der Erfaßanjprücdhe des Verleihers beginnt in dem Zeitpunkt, in welchem er die entliehene Sache zurüderhält, die Anfprüche des Entleiher8 beginnen bei Beendigung des Leihverhältnijfes zu verjähren (S$ 558 Abi. 2). , . Wenn der Anfpruch des Verleihers auf Rücgabe der Sache verjährt ift, find auch die Erfabanfprüche des ECntleiher8 verjährt (& 558 Wbf. 3). , Darüber, vb die kurzen VBerjährungsSiriften auch Anwendung finden, wenn die Erfabanfprüche auf unerlaubte Handlungen der Entleiher geftüßt werden, |. NOS. BD. 66 S. 363 (bejabhend). Hünfter Titel. Darlehen. *) (Erläutert von Dr. Karl Kober.) Vorbemerkungen. ). Begriff: a) Nächfjtvermwandt it daS Darlehen der Leihe, jo daß von mandjer Seite erfteres überhaupt nur al8 Unterart der leßteren betrachtet mird. Das BGG, {tellt zwar Beihe und DYDarlehen nebeneinander, unterjheidet aber beide im Begriffe mit ganz dHarakteriftijhen Merkmalen. Eine eigentlihe Definition des „Darlehen8“ ftellt das BGB. Freilich nidht auf; e€3 fpridht, wie in M. II, 306 betont ijt, in dem Sinne, wie der Ausdrud im RedhHtSleben jihH eingebürgert Hat. Diejfe lan dläufige Bedeutung des „Darlehen3“ ift aber in der Hauptjadhe feine andere, alS diejenige, welde der ANusSdrud: „mutuum“ jHon im römi{dhen Rechte (und an diejeS {ih eng anfoliekend auch im BLR. TI. IV cap. 2 88 3, 4) gehabt Hat. Darnacdh findet zwar hei Leihe und Darlehen gleidHmäßig die Hingabe einer Sadhe zum Vorteile des EmpfängerS ftatt. E3 ergeben fi aber beim Dar- (ehen gegenüber der Leihe Hauptjächlih drei wejentliche begrifflihe Mbweichungen: x) Die Hingabe findet hei der Leihe nur zum Gebhrauche, beim Darlehen auch zum Berbrauche itatt. b) *) Bejondere Literatur: Kohler im Arch. f. hürgerl. N, Bd. 2 S. 211 ff; Sarnbadher, Das Darlehen in BI. f. RA. Bd. 63 S. 506 ff.; KrahHmer, Der DarlehenS- begriff de3 BGB., Difi., Halle 1900; Fourmann, DaZ pactum de mutuo dando, Difi., Erlangen 1896; Kellerhof, Das pactum de mutuo dando, Diff., Erlangen 1896; Samm- {romm, Teilung, Darlehen 20., Leipzig 1897; C ro me, Die partiariichen Rechtsgefchäfte S, 365 ff. ; Manigl, Anwendungsgebiet der Recht8geichäfte, 1901 S, 194 f.; KuhHlenbed in Int. Wichr. 1904 S. 377 ff. LIX, Das Darlehen; Affolter, Da3Z verzinslide Darlehen, Arch. f. bürgerl. KR, Bd. 26 S. 1 ff; Stölzel, Beweislajt bei Streit über Darlehenskündigungs- often, Bujchs Ztihr. Bd. 35 S. 1 ff.; NM. M., Der Garantiefond3 einer Verjicherungsgefjell- [haft als Darlehen, Annalen des gejamten VerfigHerungswejenz Bd. 36 S. 237; HohHen- it ein, Zur DarlehHen3lehre nad BSB,, 1908; Lübhbert, Der Kreditvertrag, Jherings Jahrb. Bd. 52 S. 313; Negel8berger, „Nacdhjehrift“ ebenda S. 411; Kohler, Zwölf Studien aus dem BGB. Daz VereinbarungsSdarlehen, Arch. für hürgerl. N. Bd. 33 S. 1 f.; Höüniger, Zum „VereinbarungSdarlehen“, ebenda S. 278 ff.; Shöäninger, Die LeijftungsSge[Häfte des Bürgerl. Recht 1906 S. 290 ff. Val. ferner Garei3, Lehrb. d. deutlichen Handels- cecht3, 8, Aufl. 1909 S. 569 ff., V. Aredit= und Zahlungsgeihäfte S 65; Das Darlehen im Sandel8verkehr.