5. Titel: Darlehen. 8 607. 983 Die Geltendmachung von Einwendungen aus dem alten TEL ift in diefem ZJalle aber nur injoweit möglich, al8 der Schuldner das Anerkenntnis anfecdhten 3. B. wegen Irrtums, A Yrglift) oder e8 nach den Normen über ungereGtfertigte Bereicherung (88 812 ff.) wieder befeitigen Kann, mobei in aber zugleich die Beweislaft in diefen eslehungen treffen muß. Val. Ruhlenbed Bem. 4, Planck a. a. OD. Neber Berzicht auf Einreden vgl. auch DLSG. Zweibrücden Recht 1904 S. 361. Wegen der Verjährung vgl. Bem. 5 zu S$ 196. | Vfänder und Bürgfchaften bleiben aber auch in diefemnt alle im Zweifel beftehen. Eine Nenderung des Schuldverhältniffes ift aber aud möglid nach Urt der röm iO en Novation in der Weife, daß nach der Willens» meinung der Parteien die alte Schuld völlig ausgetilgt wird und eine neue durch Erklärung begründete DarlehenSfchuld an ihre Stelle tritt. Sn diefem Falle find natürlich alle Sinreden 2. aus dem früheren Schuldverhältnig ausgefchloflen, Pfänder und Bürgfhaften gehen unter. Wer ich auf eine foldhe Nbmacdhung beruft, muß beweifen, daß die übereinftimmende Abficht der Parteien beftand, das alte Schuld- yerhältnis völlig zu befeitigen nn land, val. auch S$ 364 Abi. 2). Diefer Zall wird übrigens feltener jein; e8 it vielmehr im Zweifel anzunehmen, daß die orteien die FO wächere Wirkung (x oder ß) wollten, insbef. auf Seite des Gläubigers, der feine Sicherheiten jeden falls nicht ohne Not wird aufgeben wollen. (Nebereinftimmend Planck und Enneccerus a. a. D., Wein a. a. D., anfdheinend auch das Reichs- gericht Bd. 62 S. 52, Oruchot, Beitr. Bd. 47 S. 152. Dagegen nehmen eine Reihe von Schriftftellern die völlig zerftörende Wirkung nach Art der Modvation als Kegel an, fo insbef. Scholmeyer $ 422 Anm. 2, Rohler, Lehrb. Bd. I S, 182, Crome 8 208 Nr. 3 AUnm. 15, Dern- Burg II 8 162.) Neber den Ze daß über ein in WirklidHkeitgar nidht ge: zgebeneS Darlehen ein felbjtändiges Schhuldverfpredhen erteilt murde, vgl. Bem. I, 2, 7 zu 8 780 und bayr. Oberft. LO. Necdht 1903 S. 605 und Samml. n. 5. Bd. 4 S. 774 ff., 1. ferner RO. in Jur. Wicdhr. 1906 S. 11, Siber, RecdhtSzwang S. 60. £) SS Verhältnis des S 364 Abi. 2 zu $ 607 Abi. 2 val. Bem. 2 zu . Auch erft fünftig entijtehende Forderungen Kfüönnen in eine Dar- leben8fhuld umgewandelt wetden, f. hierüber ROE. in Jur. Wichr. 1906 S. 550 Nr. 19, Recht 1906 S. 1375, Oruchot, Beitr. Bd. 51 S. 378, Seuff. Arch. Bd. 62 Nr. 9, Bl. f., RA. Bd. 72 S. 63. GHinfichtlih zukünftiger Anfprüche aus einem Bauvyertrage vgl. RKÖOES. in Bayr. 3. f. N. 1907 3. 367 und 414 und BI. f. RA. Bd. 73 S. 226. Neber Nücdgewähr eines DarlehenS, nachdem das Darkehen in eine Gefell- [Daftseinlage umgewandelt wurde, die Begründung der Gefelfihaft aber 2ndgültig gefcheitert ijt, vgl. Nipr. d. ODL®. (Dresden) Bd. 13 S. 421. Ueber die Bedeutung der Umwandlung eines Borfhuffes in ein Dar- lehen für bie Frage, vb die Vereinbarung eines Schiedsgericht 8 bei einem A N auch die Horderung aus dem Darlehen3- vertrag umfaßt, f. ROSE. in Zur. Widhr. 1907 S. 363. Wegen der Bemweislaft val. neben dem zu «, 8 und y Bemerkten auch Bem. VI oben. . Darüber, vb eine GefeIlf haft mit befGränkter Haftung mit ihren SefeNlichaftern vereinbaren kann, daß die Stammeinlage künftig als Darlehen gefchuldet werden folle, vol. Gachenburg, £3. 1909 ©. 265. VMI. Ueber die Frage, vb Sffentlidhe Bfandleiber im Sinne des 5 34 Gew.D. orderungen aus Darlehen, die fie in ihrem Gefchäftshetriebe gegen Fauftpfänder Na aben, an Dritte, die nicht Sffentlidhe Miandleiher find, übertragen Können, bal. RGE. Bd. 58 S. 71 ff. . IX. SHinfidhtlidH der Nu8legung der Darlehensverträge val. Danz, Au8- leguna der N DE S. 188. X]