992 VIL Ubignitt: Einzelne SoHuldverhältnifje, übrigen? einen Bermögenzwert darftellen, ift im BGB. au durch S 845 anerkannt (GHachen- 5urg, Dienftvertrag S. 5). Bei den anderen obiqaen Fällen berührt Koh das Familienrecht mit dem Bertragsredht. 2, Auch in Reichsfpezialgefehen finden fiG befondere Regelungen für vers ichiedene Dienfjiverhältnifje. Die wichtigjten davon find diejenigen, welde fich a) im HandelSgefeghbuch über die Verhältnifje der HandilungSgehilfen und HandlungsSlehHrlinge (88 59 ff., $ 83 [vol. Hiezu Prenner, Der kauf- mäöännijde Dienfivertrag nad deutfdem Recht, Nürnberg 1907], f. auch über die Soiffer SS 511 ff.), ferner b) in der Gewerbeordnung (neue Faffung Titel VII SS 105 ff.) über die VBerhältnijje der gewerbligen Arbeiter (SGefeXlen, Gehilfen, Lehrlinge, Betrieb8- beamte, Werkmeifter, Techniker, Fabrikarbeiter; val. hiezu Prenner, Der gewerb- he Arbeitsvertrag nad deutfhem Kecht, Münden 1906, wegen der Techniker bal. aber aud) Wölbling, Der Dienitvertrag der Techniker 20., Jena 1908) vor- Änden. Bu ermähnen find außerdem auch noch die reihSrechtliden Spezialbeftimmungen, die enthalten jind in der SeemannZordnung vom 2. Juni 1902 (88 27 ff., Heuervertrag ; bal. Hiezu aud Gejeß betr. Xbänderung jeeredHtlider Bor]driften des HGB. vom 2. Juni 1902, RGBL. S. 218 und augerdem das Reih3-Stellenvermittlergefjeß vom 2, Juni 1910, NGBL S, 860), der StrandungsSordnung vom 17. Mat 1874 Dal. hHiezu aud) HGB. SS 740—753 Über den Unfpruch auf Berge- und Hilf3lohn bei der Bergung und Hilfeleiftung in Seenot, bei der Bergung von Seeansmurf und firand- triftigen Gegenitänden), ferner im Gejege betr. die privatrechtlihen Berhältnifje der Binnen iGiffahrt vom 15. Juni 1895 S8 7, SS 21 M., SS 26 ff. (neue Fafung vom 20. Mai 1898), im Gejegße betr. die brivatrechtlihen VBerhältniffe der Iößerei vom 15. Juni 1895 (88 1 #.). Herner ift hier noch zu vermweifjen auf da3 im HGB. 88 84—104 geregelte privatrecht: üe BerhHältniz der HandlungSagenten und HandelZmülkler und aud auf $ 30 der Rechtsanwalt 3 ordnung. Wegen der Privatangeftellten vgl. Geinz-Potthof, Der RechtZwirrmarr im Dienit- vertrage der Vrivatangeftelten, Recht 1908 S. 781. 3, Bon großer praktiiher Tragweite Hit der Art. 95 des EG. z. BGB, der inner Halb beftimmter reid3redtlider Grenzen für das Gebiet des Gefinderechts den landeZgejegliden SorjHriften auch fernerhin Kaum gibt. Näheres hierüber f. unten Bem. IX. Val. ferner im einzelnen die Bem. zu Art, 95 inZbef. aud) über die Wbgrenzung bes Begriffs „SGefinde“, {omie Lotmar, Arbeitzvertrag Bd. 1 S. 19 #.) Außer Zweifel fteht e8, daß landesrechtlihe BorjchHriften über Dienfiverhältnifje auch für da3 Gebiet de3 Privatrecht3Z mit NechtSwirkjamkeit fortbejtehen wie auch neu getroffen werden fönnen in denjenigen RechtSgebieten, welde daz ESG. z. BGB, Art. 55 ff. überhaupt noch dem Landesrecht übrig gelaffen hat. E88 gilt die8 3. B. in bezug auf die Vorichriften über Dienftverhältnifie beim Bergbau. (Art. 67 ESG. z. BOB.) 4. Im Einzelfall entjtehen Zweifel, ob und inwieweit neben der fprzialgefeklichen Megelung, die an fih vorgeht, die VBorfdhriften des BGB. noch zur Anwendung gelangen lönnen; die gilt insbej. für die Vorfehriften der Gew.D. Hier ift in erfier Reihe die nühere Auslegung der jpeztalgefeglidgen Bejtimmung maßgebend. Vgl. Neukamp, Das VBerhältntz de3 BGB. zur ReihSgewerbeordnung, Verwaltungsarhiv Bd. 5 S. 209 ff., v. Blume dafeldit Bd. 7 S, 481, Kland VBorbem. VI, 3 vor 8 611. 5. Dienjtverhältnifje, melde rein im Sfentliden Rechte wurzeln, liegen außerhalb des Gebiete3 des BGB.