6. Titel: Dienjtvertrag. Borbemerkung. 1001 HinfihtligH der Frage, ob ein vertragSmäßigeS8 Kon: Iurrenzberbot bei Nerzten gegen die guten Sitten verftößt, vgl. Iur. Wihr. 1907 S. 475 und D. Iur.3. 1907 S. 952. d) Die fog. Augskunftserteilnug (vgl. 8 676 und Bem, Hiezu) fällt regelmäßig unter den Werkvertrag, da hHiebei meift ein beftimmter, wenn auch immaterieller Erfolg den Gegenjtand deS Bertrag3 bildet. 8) Der Berkagsbvertrag, der früher nicht jelten al Dienftvertrag aufgefaßt wurde H{t nunmehr durch ein befondere8 ReidH3gejeß geregelt (NSG. vom 19, Yunt 1901, RGGL S. 217). P) Ueber daS VertragZverhältni3 eineS Nedaktenr& (Schriftleiter8) vgl. Kuhlenbed im Beitungsverlag I Nr. 37, III Nr. 3, 4, 49. g) Ueber den Bühnenengagementsbertrag vgl. Borbem. IM, 1, e vor S 631. h) Die Erteilung von Unterricht wird nur dann und injoweit alz Wertvertrag gelten fönnen, al8 etwa — wa3 freilid) felten ijt — ein beftimmter Erfolg %. DB. Bejtehen eine8 Eramen?) ausdrücklich zugefihert und vereinbart würde und zwar in dem Sinne, daß die Vergütung davon abhängen jol. Andernfalls fiegen hier regelmäßig Dienftverträge vor. Ueber da Kommiffionsverhältnis vgl. RGE. Iur. Widhr. 1905 S, 20, aber auch RGE. Bd. TIL S. 76, OLG. Stuttgart BI. f. RA. Bd. 75 S. 689, Kecht 1910 Nr. 2811, L3. 1909 S. 543. k) Der Dienitverfchaffungsvertrag ift regelmäßig Wertvertrag, |. Kipr. d. OLG, (©amburg) Bd. 3 S, 22, Seuff. Arch. Bd. 56 S. 395. HinfichtligH des BergführervbertragS val. Martius, Der Bergführer-Vertrag, Berlin 1906. 2, Der dem Dienjtverhältni8s ebenfalls verwandte Nuftrag im gejegliden Sinne des BGB, Hat das fejte TatbefjtandserforderniZ der Unentgeltlidhkeit der Auftragserfülung ($ 662 und Bem. 2, c hiezu), während beim Dienftvertrage für die geleiftete Tätigkeit begriffs- mäßig ein Entgelt entrichtet wird. (S& 611; M. II, 459.) Nur ijt dabei zu beachten, daß Unter den Begriff des „Entgelt3“ (der Bergütung der Dienfte) nicht auch eine Schab- Io8Haltıung für Auslagen u. dgl. (jei e8 au nur mit einem Baufhgquantum) gezogen werden fann. (Ueber den Gegenfaß von Auftrag und Dienjtvertrag f. au Borbem. 3, b vor $ 662, jowie Hadenburg, Dienfivertrag S. 11 ff.) 8. Bon Verträgen, die eine Gefehäftsbeforgung (vgl° über bdiefen Begriff im einzelnen die Bem. 2, b zu 8 675) zum Gegenitande Haben, Handelt im befonderen & 675, injofern bdafelbft eine Reihe von Vorfhriften au8 dem Auftrag 3rechte Hierauf erftrect werden. Zu beachten bleibt aber, daß eine derartige Gejchäftsbeforgung fih entweder al8 Dienftvertrag oder al3 Werfkfvertrag im Sinzelfalle darjtellen muß, Tofern $ 675 Überhaupt zur Anwendung kommen joMl; vgl. die Bem. 2, a zu 8 675 und oben Bem. IM, 4. 4, Der Mäklervertrag, weldher ebenfalZ unentgeltlige Dienftleiftungen tn ih [Oließt, font in verfchiedener Geftalt vor, {o daß er bald dem Dienft-, bald dem Werkvertrage nahe lebt. 8 ijt deshalb in den 88 652 ff. eine Gruppe hefonderer Borfhrijten für den: lelben aufgejtellt worden. Ueber Ubgrenzung gegenüber dem Dienjtvertrage vgl. Sotmar Bd. 1 S. 279, 280, jowie Ripr. d. OLG. Bd. 12 S. 73, Bd. 13 S. 392, Recht 1906 S. 297. 5. Befondere RechtSnormen find für den Handelsrechtliden Agenturvertrag aufgeftellt. Vgl. Hierüber HOS. 88 84 ff., Jowie aud RKipr. d. OLG. Bd. 10 S. 237 HinfihtliH des Agenturvertrags im allgemeinen, ferner Bb. 10 S. 206 ff. (abweihend Breit in Holdheims MSohr. 1905 S. 227), Bd. 19 S. 17 (München) und S. 300 (Kiel), NachH RGE. in Fur. Wir. 1908 S. 138 ift der Ägenturvertrag al8 eine Unterart des Dienftvertrag? aufs zufafjen (e8 {ft aljo 3. B. au 8 625 BGB. anwendbar). Wegen & 615 vgl. BI. f. N. 1. Bez. d. Kammerger. 1908 S. 39. Val. Hiezır auch Riezler, Urheber: und Erfinderreht S. 392 ff. Über den fogen. „Aufführungs-Agenturbertrag“. Wegen der Kündigung vgl. RGE, in ©3. 1909 €, 551. Geaen die reichsSaerichtliche Auffaflung val. übrigens Lotmar Bd. 1 S, 291 ff. „