6. Titel: Dienftvertrag. $ 611. 1011 Ctmas anderS liegt die Sache jedoch in Hinficht auf Irene und Berfehwiegenheit, DaB Verlekungen in foldden Punkten felbit Schadens erfaßaniprüche begründen Können, bedarf keiner näheren Erörterung. Wo e8 NO insbefondere um Bewahrung von Gefchäftsgebeimnifen (über diefen Begriff 1. insbe]. NOS. vom 6. Dezember 1899, Bl. 1. NA. Bd. 65 S. 454 und die Komm. zu $ 17 des Wettbew.Gef. vom 7. Yuni 1909) u. dal. handelt, muß für die im Dienftverhältnijje Stehenden auch eine Mechtapflicht zur Verfhwiegenheit al8 dem perfönlidhen Charakter bes Dienfiverhältnifies8 ent{prechend angenommen werden, felbit wenn der Dienit- feiftende nicht eigen8 auf befondere Treue und Verfchwiegenheit verpflichtet worden tft. Bol. hiezu auch Staub zu 8 59 HGB. Unm. 39 ff., ferner & 17 DBeftrafung des VBerrats von GefdhäftS- und Betriebsgeheimnifjen) und SS 12. 13 Schmiergelder-Beftrafung) des SGefehHeS gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7. Iuni 1909. MNeber die Unwendung des 8 826 im Falle der Aus- außung der in einem früheren Dienftverhältnijje kennen gelernten Gefchäft3- und Er REN val. Bem. 3, c, K zu 8 826 und die dort ermähnte Literatur und Vraris, insbe]. ROSE. in Jur. Wicdhr. 1907 S. 252 und ROCS. Bd. 65 S. 333 ff. Bol. ferner Schmied, Der gefeklihe Schuß der Fabrik und Gefhäftsgeheimnifje in Deutichland und im Ausland, 1907, Bolze, Rechte der Angeltellten und Arbeiter an den Erfindungen ihres Etablifjement8, 1907, De en I, € oben weiter angegebene Literatur, fowie Uotmar Bd. 2 S, 859, 860. Neber Berlegung der Dienftvertrag3pflidht durh Abhängigmadhung der Sm der Sienftpflicht von dem VBerfprechen einer Sonderver-= gütung vol. RKOS, in Bl. f. RA. Bd. 74 ©. 309. V, Berpflichtungen des Dienftberechtigten : Der Schwerpunkt der Berpflidtungen des Dienitberecdhtigten fällt nach der ausdrücklichen OF im $ 611 in die Seiftung einer Bergütung. Der Begriff „Vergütung“ wird im Leben vielfach durch andere Worte ausgedrückt, wie 3. 3. Lohn, Arbeits= Iohn, a Bezüge, Preis, Gage, Honorar, Salär, Renumeration (vgl. hierüber Lotmar a. a. ©. Bd. 1 S. 118 {f.; allgemeiner fann man bier zutreffend von „Entgelt“ iprechen, 1. Sotmar S. 119). a) Die ES iflt für den Dienitvertrag, wie hereitz oben ausgeführt, mefjfentlidher Natur. Wird durch Vertrag ein DYDienft unentgeltlich zuge fichert, fo liegt je nach den VBerhältnifien des Einzelfalls eine Schenkung vor oder ein Auftrag vder auch gar Fein rechtsverbindlidhes Verhältnis; eS {ft aber nicht ausgejehloffen, die Beftimmungen der SS 620—624, 626—628 auf unentgeltlich übernommene Dienite entfprechend anzuwenden, Da Ddiefe mit der Entgeltlichkeit der Dienitleiftung nicht in unmittelbarem a jtehen; vgl. hiezu Mi. II, 459, Kuhlenbefk zu S 611, Lotmar Bd. 1 S. 128 ff., Stay, Getchäftstührung S. 46 Anm. 5, fowie Yılpr. d. DL®. Bd. 12 S. 84, aber auch Lotmar Bd. 1 S. 87 und Riezler Arch, 1. hürgerl. R. Bd. 27 S. 237. Mangelhafte AYrbeitäleiftung fchliekt beim Dienftvertrag im allgemeinen bie Vergütungspflicht nicht aus, f. Lotmar Bd. 2 €. 69, 72, 177, 182, vgl. aber auch oben Bem. I, a, IV, a und menen des Affordes Lotmar Bo. 2 S. 651 ff, 670 % , , Was die rechtlidhe Natur der nn anbelangt ift, {o ift bei allen hier einfhlägigen Kecht8iragen zu beachten, daß die Vergütung meder Ent Ihädigung oder Schaden Serfaß (freilich wırd fie im Berkehr und auch in manchen Gejegen und Verordnungen fo bezeichnet, vgl. Lotmar Bd. 1 S. 135 ff.) noch bloßer Auslageneria ijt (Auslagen find, fofern nicht etwa das Segenteil ausdrücklich oder 1tillihweigend vereinbart it, neben der Ver- gütung befondersS zu SEN bal. aber in diefer Hinficht auch SS 615 und 649; 1. hiezu au Lotmar Bd. 1 S. 136 ff.) fie ftellt 41h vielmehr rechtlich dar als die vertragsmäßige Gegenleiftung des Dienftberechtigten für die von ihm bereits empfangene vder noch zu empfangende Leiltung des Dienftverpflichteten. nn Wenn und foweit freilich die im Dienftvertrage bedungene Arbeit nicht geleijtet wird, die bedungene Vergütung jedoch gleichwohl, fei eS gänzlich oder teilweife zu entrichten ift, trägt die zu entrichtende Vergütung gewöhn- (iO den Charakter des Schadenszerjabes und zwar des ErfabeS entgehender Sinnahme, entgehenden Verdienftes (Lotmar Bd. 1 S. 148). , Der Gefebeswortlaut verlangt „vertragSmäßige“ Vergütung, d. h. eine foldhe, welche dem konkreten Bertragsverhältnis8 entipridht. Dabei fann eine ausdrückliche Vertraasfeitfeßung von Urt und ®@rböBe der Ver: CA*% X’ 7