1024 VIL Aofdhnitt: Einzelne ScohuldverhHältnifje. S. 77 und 109, Fuld in Bl. f. RA. Bd. 68 S, 53, Bonn a. a. D. S. 6 und 81, Decker a. a. ©. S. 14; a. M. Blume, Recht 1902 S. 8, Lotmar Bd. 2 S. 309 {f., Bd. 1 S. 148 ff. Er fanın daher auch felbftändig durch Klage geltend gemacht werben, vol. RKOES. in StS. Bd. 34 S. 209 und 382. 3. 8615 umfaßt au den Fall, wenn der Dienitverpflichtete nach einer, wenn auch yon ihm nicht verfchuldeten Unterbrechung feiner Dienite {ich zu ihrer Leiftung wieder bereit und imjtande erklärt, EEE daß das Dienftverhältnis troß der Unterbrechung a zu Er 1 E06 1. GE. in Warnever Era.-Bd. 1909 Nr. 286 (abw. Ripr. d. DLG. BD. 17 S. 403). 4. Der Anfpruch wird Fällig, wie menn die Dienfte wirklich geleiftet worden mären, val. Sigel S. 79. , GHinfichtlih der Naturalleiftungen vol. Bem. IV, b zu 8 698. 5. Wegen der fog. Maiausfperrung vgl. Bem. XII zu 8 611. 6. Neber die Zuläffigkeit eines vertragsmäßigen Ausf{hluffes8s des 8 615 vgl. Gew. u. Kfn.Ger. Bd. 14 S, 388 und Neumann Sahrb. Bo. VII S. 244. 11. Sinfichtlih der Unmöglichkeit der Leijtung kommt hier derienige Hal _ in Betracht, welcher fich ergibt infolge eineS erft nach Entitehung des Schuldverhältniffes zintretenden Umftandes joldher Yrt. , a) Zür diefen Zall kommt es auch hier im Rahmen der Dienjtverträge allge mein darauf an, ob jenen Zwijchenumftand der eine oder andere Teil zu berfreten hat; f. SS 276 ff. Liegt leßteres Leinem der Teile ob, {fo erlifht Verpflichtung und Gegenverpflichtung. Für den Fall teilmeifer Unmöglichkeit 1. & 323 mit 58 472, 473. Cinzelfragen erörtert hiezu ein- gehend Sigel a. a. OD. 8 12 ©. 50 ff. und 77 ff., |. ferner Decker a. a. OD. S. 11 ff. und die dortigen Zitate fowie Bonn S. 5 und 6, Neumann, Sahrb. Bd. 1 S, 338 und Lotmar Bd. 2 S. 340—372, 734—741. In dem Bereiche 0 allgemeinen Beftimmungen greift aber S$ 616 mit ner befonderen Modifikation ein (vgl. hierüber Näheres zu S 616); te berührt Vorkommnifie in der Berfon des Dienftpflidhtigen. 5jat der eine oder andere Teil die Leiftungsunmöglichkeit zu vertreten, fo „‚ommen, je nachdem Ddiefe Vertretungspflicht den Leiltungsgläubiger oder SeiftungsSfchuldner trifft, die allgemeinen Vorfchriften der 88 324, 325 zur Ynwendung. Val. die Bem. zu jenen Baragraphen. Bu beachten ift, daß Unmöglichkeit der Leitung und Annahme: verzug (val. hierüber unten IN) undvereinbare Gegenfäße bilden und deshalb auf der Örundlage des nämlichen U nebeneinander nicht beftehen fönnen (herrfhende Meinung; WE Deder a. a. OD. S. 11 und 12 und die Bitate in Anm. 1 dafelbft, fowie Lotmar Bd. 2 S. 283—9285. IT. Crwächft aber die Dienftleiftungsverhinderung dem Dienftverpflichteten durch einen Annahmeverzug des Dienitberechtigten, {jo greift die Spezialvorjhrift des 3 615 ein. (Vgl. dazu W. II, 279.) 1. Begriff des Annahmebverzugs. a) Was al Annahmebverzug zu betrachten ift, bemißt {ich nach den ein: ichlägigen allgemeinen VorfwOriften, {. SS 293 ff. BOB, (Beifpiele: Nichtbeichaffung der notwendigen Werkzeuge [vgl. Bem. IV, b zu 8 611), Unterlaffen der erforderlichen Dienftanweihung 20.) Zu beachten ijt hier in8bef. au S 295 (Anerbieten der Dienfte al8 Vorausjebung des VBerzugs), 1. aber auch unten Bem. 2, c. Befondere in der Verfon des Dienftberechtigten liegende Vorausfebungen, neben den allgemeinen des Ver- OS, 9 Mn $ 615 nicht erfordert. Val. Lotmar Bd. 1 S. 108. Bd. 2 S. Mm . Sür deffen Anwendbarkeit begründet ‚e5 auch) feinen Unterfchied, aus welden Gründen der Dienitberechtigte in Verzug it; inöbejondere it e8 nach dem Inhalte des S 615 nicht notwendig, daß auf Seite des Berechtigten ein Verfchulden vorliegt. (3m Falle des 8 616 i{t dies ander8!) S 615 regelt injofern alfo A den Einfluß des Zufall8 in der Berfon des Dienjtberedhtigten und zwar Lonform dem gem. %%.; vgl. l, 38 pr. Dig. h. t. 19, 2, ROES. Bd. 3 S. 179 ff, 182 und Kubhlenbheck zu $ 615; f. ferner auch die bei Baum S, 377 ff. angeführte Judikatur der Gewerbegerichte, Doge0e aber Sotmar Bd. 2 S. 283 ff Sin Verzug des Dien)tberechtigten kann auch anzunehmen fein, wenn diefer zine Seiftung, welche die Dienite erit ermöglicht, zu machen hat, erftere aber verzögert. (Gachenburg, Dienitvertraa S. 37.) W}