8, Titel: Müöllervertrag. S 652. . 1145 mie verbindlich zu machen; wer fie befolgt, handelt auf eigene Gefahr (vgl. Sndemanın S 177 Nr. 5 und Schweidert a. a. OD... Eine Haftung des Empfehlenden für den dur Befolgung der Empfehlung entitebenden Schaden tritt nur bei argliftigem Handeln ein (vgl. bayr. Oberit. CO. im „Mecht“ 1902 S. 2835). | SHinzuweifen it in diefent Bufammenhang au auf 8 4 des Reichs itellenvermittlergefeßeS vom 2. Suni 1910, wonach Verträge nichtig find, durch die fich ein Arbeitnehmer oder Arbeitgeber verpflichtet oder verpflichtet Hat Rüchvirkung!), fi auch in {päteren zällen der Mitwirkung eines befitimmten gewerbamöäßigen Stellenvermittler3 zu bedienen dies ijt befonders gegen die Zheateragenten gerichtet, val. SzczeSnu, Romm. 3. Stellenvermittlergefeß S. 15 und 42). Die fog. Arbeitsämter mit fommunaler Untertüßung und Berwaltung unterfiehen den 88 652 ff. nicht (auch nicht nach dem 8 34 Bew.D.), Sie haben vielmehr den Charakter einer jtäbtijden Wohl- jabrtSeinridtung, die unter Mitwirkung von Vertrauensmännern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer berufen ift, der Arbeitsloligkeit und auch den Schäden der privaten Arbeitsvermittlung entgegenzuwirfen. Ihre Arbeitss vermittlung erfolgt arumdfäßlich unentgeltlich, much üben fie nicht das „Gewerbe“ eines GefindevermieterS oder Stellenvermittlers im Sinne des 3 34 ®emw.D. au8 (val. näher bei Schweicert a. a. D.). Wegen der Beftimmung in Der preuß. Min.BO. vom 10. Augult 1901, wonach der Gefindevermieter oder Stellenvermittler auf Verlangen de8 Dienftberechtigten die Nermittlungsgebühr zurüczuzahlen hat, fall3 der SE ly PT ODPEN die Stellung nicht antritt, vol. ROSE. in Yur. Wichr. 1908 3. 240. Vermittlung eines fanfmännif® en Gejellihaftsvertrags unter- ED BGB. nicht dem GOB., |. Ripr. d. OLG. (Hamburg) Bd. 2 S, 251. N 6. Ueber die Unterfcheidung zwijchen Mäkler und Agent 1. Iipr. D. DYLSG. Bd. 2 S. 383 (Vermittlung von Maffage-Berträgen); val. hierüber auch Borbem. 3, c (Unter- Ichied zwifchen HandelSagent und Handel8möäkler) und VBorbem. 8. „7. Bei Vermittlung von unfittlidhen Verträgen ann ein Anfpruch auf Mökler- zebühr nicht entitehen, vgl. 3. 3. Mipr. d. DLS. Bd. 4 S. 238 (Verkaur eines _Bordell8s), Seuff. Arch. Bd. 55 S. 148, jowie Bem. I, 4, c zu $ 138; j. dagegen aber auch Seuff. Arch. Bd. 59 S. 257. AuZ der Praxis vgl. ferner noch über Fälle von Unfittlidh keit bei der Möflertätigkeit Kammerger. in Di. 1. I. i. Bez. dD. Kammerger, 1909 S. 19, Q8. 1909 S. 949, Bayr. 3. f. N. 1909 S. 338 OLG. Zweibritcken). 8. Der Möller als folder ift außer feinem Auftraggeber. Dritten gegenüber Setragsmäßig weder berechtigt noch verpflichtet; anders nach dem HGB. SS 98, 99, vol. Dörr a. a. OD. = 9. Eine Bevolmächtigung des Möklers8, den zu bermittelnden Bertrag im Namen des Yuftraggebers mit dem Dritten zu Ichließen oder eine Mertragsleiftung In Empfang % nehmen, liegt außerhalb des Müöklervertrags, vgl. Dörr a. a. D. S. 629, 630; aus der Braxis vol. biezu auch KRipr. d. DLG. Bd. 13 S. 392. 10. Neber die Abarenzung zwifchen Mäklex- und Gejellfhaftsvertrag vgl. Borbem. 4, d. it. Ginfichtlih der Vermittlung eines Darlehens vol. unten Bem. HIN, 2, c und 2u5 der raxis ferner Bl. f. RN. i. Bez. d. Kammerger, 1905 ©. 19, bab. Kipr. 1905 S N Kecht 1906 S. 682. Wegen Verkaufs einer Hypothek vol. Bayr. 3. 1. $R. 1908 12, An eine befitimmte Form ift der Mäklervertrag nicht gebunden. € ift babe auch 3. 3. die Zufage der Gebühr für einen Grunditüucdsverkauf Formlo8 (ohne die Einhaltung des 8 313) gültig (Mipr. d. OLG. [Dresden]! Bd. 14 S. 28), vgl. aber auch DLS. Stettin in BofMSchr. 1908 S. 70 bei Warneyer Bd. 7 S. 139 Nr. 13. 13, Wer für den Nachweis der Gelegenyeit zum Abichluß eines Vertrags einen Mäöklerlohn verfipricht, feßt voraus, daß ihm ein Weg gewiefen wird, der ihm nicht Dbnebhin bekannt it, vol. NOS, Hecht 1907 Iir. 744, {. aber auch ROSE. dafeldit Nr. 1815 und Rıpr. d. OLG. (Gamburg) Bd. 14 S. 29 d. | 14. Die Mäklergebühr fann en in Dienften vertragsmäßig abgetragen werben, bal. hierüber Lotmar Bd. 1 S. 161 ff, aber auch Höniger, Die gemifchten Ber- träge S. 70 und 75 ff. 3)