1150 VIL Mbijdhnitt: Einzelne Schuldverhäliniffe. heit Ichließen Lafen. Bol. Kipr. d. DLG. Frankfurt) Bd. 1 S. 401, ROE. Bd. 39 S. 331, Recht 1908 Wr. 2920. Der Ort, wo das Darlehen „auS$- zuzahlen mar, ift aber nit zugleih Erfüllungsort der Brovifion, val. Gruchot, Beitr. Bd. 38 S. 1136. Sm Falle der Möhkler freilich mit Erfolg darzutun vermag, daß der Muftraggeber und defien Vertragsteil in der Noficht, feinen Yrovikions- anfpruch zu vereiteln, die Auszahlung des Darlehens argliftig verhindert haben, fönnte er gleichwohl die Provifion verlangen, val. Kıpr. d. HLO. a. a. ©. und unten Ben. 5, d. Val. ferner noch die oben in Bem. I, 11 angegebene Prayi3. , 1) Bei einem Formmangel des Hauptverirags, der diejen nichtig madht, ift auch feine Möäfkflergebühr verdient (e3S {cheiden jedoch auch hier die Fälle aus, in denen etwa durch Erfüllung die Heilung des Zormmangel8 eintritt, vol. 3. SB. 8 313 Sag 2, oder wenn der nichtige Vertrag von den VertragsS- parteien faktijh in allen Punkten erfüllt worden if, vol. biezu Reichel, Yrch. f. d. ziwililt. Praxis Bd. 104 S. 33); {. au ROSS, Bd. 29 S. 230, jowie Rfpr. d. DLG. (Kammerger.) Bd. 20 S. 216. Der Auftraggeber kann RO hier auch auf den von der Gegenpartei nicht geltend gemachten OtM- mangel berufen und die Möklergeblihr damit abfdhneiden, val. ROS. in Sur. Wichr. 1902 Beil. S. 228. Neber dem Fall aber, daß die Recdht3- unwirkfamfeit des vermittelten Vertrags vom Auftraggeber allein befeitigt merden fönnte und Diefer „gegen Treu und Glauben die Befeitigung des Hindernifes verweigert, j. Kipr. d. OLG. (Roftok) Bd. 1 S. 402. Wenn der vermittelte Vertrag der Genehmigung des Bormundfchafts- gerichts bedurfte, {olche aber nicht erhielt, fo_befteht Fein Unfpruch auf ven Mäöklerlohn, 1. Kipr. d. DLSG. (Kiel) Bd. 4 S. 240. Die erfolgreihe Anfechtung des vermittelten Gejhäftz muß auch den An- Ipruch des Maäklers befeitigen und, wenn er die Provijion bereits erhalten hat, einen Herausgabeanjpruch gegen ihnen aus ‚ungerechtfertigter Be- ceicherung begründen, vgl. Oruchot, Beitr. Bd. 40 S. 967, Neumann ZU 8 652, ROEC. Bd. 25 S. 319, Bd. 29 S. 230, fowie auch Dörr a. a. Ö. Solange die Anfechtung noch a erfolgt und durchgebrungen ijt, Dbefteht der Anfpruch auf Möklerlohn. Aus der Praxis val. hiezu noch Seuff, Arch. Bd. 62 Nr. 251, wojelbit außoefüDrt wird, daß diejenige Partei, deren Ber galten die AUnfechtbarfeit des Vertrags herbeigeführt hat, die Möklergebühr hrerfeitg bezahlen muß und nach Bezahlung nicht zurücverlangen kann: ; au DL®. Karlsruhe, Bad. Kipr. 1908 S. 262, Neumann, Sahrb. Bd. 7 S, 274 Nr. 8, b und Kipr. d. DLG. Gamburg) Bd, 18 S. 16. Cine freiwillige Wiederaufhebung des HauptvertragS kann regelmäßig den Anfpruch auf Möklergebihr nicht berühren; vgl. in diefer Hinfiht NOS. Bo. 25 S. 319, Nipr. d. OLG. Moftod) Bd. 1 S. 402, Iur. Wichr. 1902 Beil. S. 228. Der Mäklerlohnanfpruch aber, der durch die Zahlıng des Raufgeldes bedingt ijt, kann nicht geltend gemacht werden, wenn VOL der Zahlung der Vertrag durch die Vereinbarung der Parteien rücgängig gemacht wird, vgl. Sb Wichr. 1898 S. 443, Neumann zu 8 652, aber auch DLSG. Stuttgart Recht 1909 Nr. 3054. . Strittig ift die N wenn da3 vermittelte Gefchäft felbft ımter dem Korbebalte freien a wurde und einer von beiden Vertragsteilen demnächjt zurücktritt. Nach der einen Anficht fann bier ein Anfprucd auf Möklergebühr um deswillen nicht entfteben, weil nach S 652 Vorausfjebung des bverbienten Müklerlohnes das Zujtande- fommen des Hauptvertrags Tei, N een aber 10h nicht der Zall fei, folange zin Wertragsteil ohne Angabe von Gründen {ih an fein Abkommen nicht für Men erachten und e3 einfeitig umitoßen Lönne, anderfeits die volle recht“ ie Erijtenz des HauptvertragsS erft dann gegeben fei, wenn Die defini- tive Einigung beider En über das abzujchlieBende Geichäft erklärt jeis unerheblich mülle dabei jein, ob das Widerrufsrecht dem Yultraggeber des MüklerZ3 oder deljen Vertragsgegner vorbehalten ifjt, Da ein TechtS- wirffamer a des zu vermittelnden Gejhäfts noch in keinem von beiden Hällen vorliege. So insbe]. Kospatt a. a. OD. S. 552 in eingehender Be- gründung, Behrend, Handelsrecht S 58 IV Adf. 1 und Anm. 16, Burchard in den Verhandlungen des 24. Iuriftentags Bd. 11 S. 287, Schollmeyer S. 114, Dernburg & 339, I, 1. Dagegen jind für Ddie Yuffaffung, daß Der Brovijionsanfpruch des Makler von der Ausübung des NRücktrittsrechts nicht berührt werde, Mielentfeld a. a. OD. S. 534, 543, 544, Seuff. Arch. Bd. 40 y)