“778 VII AbfjoOnitt: Einzelne Shuldverhältnifje. Yebertragung der Beforgung fremder Gefchäfte in den zum Dienfi- und Werfvertrage gefaßten Befchlüffen ihre erfdhüpfende Regelung gefunden habe; hiebei wurde auch auf daS analoge Verhältnis der entge (tl den) Miete zur unentgeltlichen) Leibe (SS 5835, 598) hin gemwiefen. Dei den ME der IL. Komm. wurde auch bemerkt, daß dur nachträgliche Vergütung der Dienfte des Beauftragten die rechtliche Natur des AuftragsSverhältniffeS nicht geändert werde (SB. 11, 352, vgl. Urt. d. Reichsger. vom 22. November 1909 ROSE. Bd. 72 S, 188 ff.). Cine ohne rechtliche Verpflichtung hiezu gewährte Bergütung wird regelmäßig al8 (remuneratorijche) Echenkung (f. oben S. 739 ff.) zu betrachten jein (eben]o Matthiaß S. 338, Weyk I S. 465, Pland Bem. 4, Scherer Note 1; dagegen joll nach Dertmann VBorbem. 2, b ein nachträglich gewährtes Honorar keine Schenkung oder höchftens eine folde im Sinne des S 534 bilden; vol. audH WB. IL, 352 und NONR.-Komm. Bem. 4). Ob das Verfpredhen eines Trinkgeld3 als verpflihtende A einer Gegenletitung (8 315) oder al Berfprechen einer von der iNBür des Veriprechenden abhängigen Belohnung aufzufafjen ift, hängt von dem Umftänden ab; regelmäßig wird daß lebtere anzunehmen fein. Sn diefem Falle wird das Vorliegen eines Auftrags durch das Ver: jprechen nicht ausgefchloffen (Wlanck Ben. 4). Veber die gegenteulige Beurteilung des TrinkgeldE von Kellnern f. Bem. V, d zu $ 611. Aus dem Grundlage der Unentgeltlichkeit des Auftrags Ani fich, daß die gegen Entgelt geübte Tütigkeit des Arzte3, Rechts: anwalt3 und ähnlidher Kategorien nicht unter den Yuftrag Fällt (oal. für das BLM. bayr. Oberft. LS. Bd. 13 S. 90). Dak die Ytechtsanmwaltsordnung vom 1. Juli 1878 das Verhältnis zwildhen Anwalt und Rartei mehrfach als „Auftragsverhältnis“ bezeichnet (85 32 Wbf. 2, 49 Ubf. 1 Nr. 3), Kommt hiegegen nicht in Betracht. Der in der HI. Komm. geftellte Antrag, iele Beiimmungen der Rechtsanwaltsordnung entjprechend abzuändern, murde hiZ zur Be- A HE €®. zurücgeftellt, {päter Tedoch nicht mehr aufgegriffen Ueber die Frage, ob in derartigen Zällen ein Dienft= oder Werkvertrag anzunehmen it, {. oben S. 997 ff.; über die Untwend- barkeit des 8 675 auf Yerzte, Mechtsanwälte, Notare, Gerichtsvollzieher u. dol. |. Bem. 2, b und 3 zu 8 675. Eine den Begriff des Auftrags ausfdohließende Bergütung kann unter Umftänden auch al8 ftillichweigend vereinbart gelten, val. SS 612, 632, 653, 689, HOB. 8 354. Sit Gegenitand des Auftrag3 die Nebernahme der. Bürgfchaft, 10 wird das Moment der Unentgeltlichkeit nicht dadurch ausgefchloffen, daß gemäß & 774 die Jorderung des Nuftraggeber8 auf den Bürgen übergeht; denn Diefer NE Gerubht nicht auf einer Leiftung des Auftraggeber8 und bildet keine Gegenleiftung Für die Nebernahme der Bürafchaft Urt. d. Rammerager. vom 5. März 1903 Yiyr. d. DLG Bd. 6 S. 453 ff). 3. Die Beobachtung einer befonderen Korır it zum Zuftandelommen eines rechtS- wirffamen AuftragS nicht erforderlidh; jowohl die Erteihung al8 die Annahme des_Auf- trag8 fann demgemäß auch Hillichmweinend erfolgen CM. 11, 528; vgl. Urt. d. DL®. Dresden vom 24. März 1902 YKijpr. d. YDLG. Bd. 6 S, 87 ff. über Erteilung eines Yuf- trag8 in der Sorm einer Bitte; f. auch ROOTS, Bd. 21 S. 91). Ob in dem wider}pruchSs (ofen Dulden der Führung eigener SGefchäfte durch einen anderen eine Hillichweigende uftragserteilung liegt, ift ET (val. BLR. ZI. IV cap. 9 82, bayr. OYberit. 26. Bd. 3 S, 38 ff. Bd. 7 S. 62, Bd. 13 S. 90; 1. auch die in RGOMR-Komm, Bem. 2 ermähnten Urteile dD. Reichsgerichts). ‚ Demaemöß iit insbefondere zu dem Auftrage, der auf Ermerbung des Eigentums an einem Orundfüce gerichtet Mit, die Beobachtung der im S 313 vorgeichriebenen en nicht erforderlich (Urt. d. Meichager. vom 28. Februar 1903 und 29. Januar 1906, GE. Bd. 54 S. 75 ff., Bd. 62 S. 336, ferner vom 15. Oktober 1909 Sruchot, Beitr. Od. 54 S. 625, Urt. d. HLG. Dresden vom 21. Oftober 1908 Rfpr. d. OLG. Bd. 18 S. 3 ff, 1]. anderfeit8 ROS. Bd. 50 S. 163 ff; vol. auch Urt. d. Reichsger. vom 13. April 1908 Recht 1908 S. 328 und hinfichtlidh des anuZ einem Yuftrag ermwachfenen #