1190 ; VII Wbfnitt: Einzelne Schuldverhältniffe, 5. Neber das Burücbehaltung3redht des Beauftragten wegen fälliger Un- {prücdhe aus dem Muftrage f. Bem. 7 zu $ 667. 6. Ueber die Verpflichtung des Au ftraggebers8 zur Berzinfung des vom Beauf- tragien aufgeiwendeten Geldes |. Bem. 3 zu S 670. 7, S 668 findet entiprehende Anwmenduug auf Dienft und Werkverträge, bie eine Gefchäftsbeforgung zum Gegenftande haben ($ 675). 8. Bermandte Beftimmungen für den Berwahrer und für den Borr mund enthalten die 88 698, 1834. 8 669. Hür die zur Ausführung des Auftrags erforderlichen Aufwendungen hat der Auftraggeber dem Beauftragten auf Verlangen VBorfhuß zu leiften. 6, I, 594: IT, 600; IL 656. u. Die Verpflichtung des AYuftraggeber8, für die zur Ausführung des Auftrags erforderlichen Aufwendungen (f. Bem. 1, a zu & 670) dem Beauftragten auf defjen Ver langen Borfhuß zu leiften, Sn ih aus dem Wefien des Yuftragsverhältniffes 3 vgl. Dernburg, Band. Bd. 2 S 116, 2, a, Windicheid-Kipp, Band. Bd. 2 S, 803 ote 13). Der Vorfchuß ift, audhH wenn die erforderligden Aufwendungen in anderen Gegen- jtänden als Geld beitehen 3. VB. Futter für das zu transportierende Bieh), in Geld zu gewähren (DVertmann Bem. 1). Die Frage, ob S 669 dem Beauftragten einen Iagbaren Anfprudh auf Vorfchuß- (eiftung gewährt oder ibn nur berechtigt, die Ausführung des Auftrags von vorheriger Vorichußleiftung abhängig zu machen (für die erftere Anfiht Wand Bem. 1, Achilles Note 2, Ennecceru8s $ 382 Ziff. 1, Fildher-Denle Note 2, Matthiaß S. 341, RORN-Komm. Dem. 3, Weyl1 S. 468 Nr. 6, DVertmann Bem. 3, a, Scholmeyer S. 123, Crome 8 252 Anm. 46, Dernburg $ 297, 11; für die lebtere M. II, 540, WindfhHeid-Ripp, Band. Bd. 2 S. 804, Endemann I S 173 Anm. 22), it mit Nückficht auf daS unbefhränkte Widerrufs- cecht des Auftraggebers (& 671 Abi. 1) von geringer praktifher Tragweite, dürfte aber in leßterem Sinne zu entfcheiden fein, da dem Beauftragten ein Recht auf Ausführung des Auftrags überhaupt nicht zuftebt (Borbem. 2, ebenfo Soldmann-Lilienthal S, 697 Anm. 3). Dagegen muß bei Dienft= und Werkverträgen, die eine Sefchäftsbeforgung zum Segenftande haben, dem zur Dienfileiftung Berpflichteten und dem Unternehmer ein flag- barer Anfpruch auf Boy uplehung eingeräumt werden; denn in diejen Fällen beftebt zn RMecht auf Beforgung des Gefchäft8 und durch S 675 wird auf foldhe Verträge & 669 nur für „ent/prechend“ anwendbar erklärt (val. aber Bem. 6, b zu 8 675; and. An). Gold- mann-Lilienthal S. 703 Anm. 6). , N Die Höhe des zu leiftenden Borfhuffes bemikt fihH nach der Göhe der voraus- HOtlich (objektiv) erforderlichen Yufwendungen (vgl. Een $ 670: „für erforderlich halten darf“); fo mit Recht Dertmann Bem. 2, ebenjo NONR.-Komm. Bem. 2: 2, Daß der Beauftragte verpflichtet ift, von dem Erfordernis eines VBorfchufies den Auftraggeber rechtzeitig zu benachricdhti AM (Fall8 er die Yufwendungen nicht etwa Te beftreiten und nach 8 670 Erfaß verlangen will), folat aus S 666 AUC, 11, 3, Beweispflichtig dafür, daß dem Beauftragten Borfchuß geleiftet worden ift, ift der Auftraggeber (fo mit Mecht Enneccerus & 382 Ann. 2, Achilles Note 2 zu 8 670, Dernburg S 297 Anm, 3, Pland Bem, 3, d zu S 670, Urt. d. Neichsger. vom 6. Dezember 1905 Seuff. Arch. Bd. 61 Nr. 81, Urt. d. OLG. Bamberg vom 7. Januar 1905 Ripr. d. 2A Su ES S. 183 ff.; and. Ant. Urt. d. DLG. Celle vom 15. März 1904 Ripr. d. DLG. 4, Neber den Anfpruch des Bormundes und Gegenvormundes auf Bor: icOhuBleiftung |. 8 1835 Ubi. 1. 8 670. Macht der Beauftragte zum Zwede der Ausführung des Auftrags Auf- wendungen, die er den Umftänden nach für erforderlidH Halten darf, fo ift der Auftraggeber zum Erfage verpflichtet. &. 1, 595 26f. 1; IL 601 Abi. 1 Sab 1: IL 657 Sag 1.