10. Titels Auftrag. S 676, 1207 Sit der Nat oder die Empfehlung von einem Seamten er= teilt worden, fo kann auch die Anwendbarkeit des S 839 4. auch 38 1674, 1848, GBDO. 8 12) in Frage fommen vgl. Seuff. Arch. Bd. 12 Jr. 26, Urt. d. DL®G. Marienwerder vom 29. Oftober 1903 Kipr. ), DLG. Bd. 8 S. 473 F., Urt. d. Neichsger. vom 20. Februar 1902 Bl. f. MA. Bd. 67 S. 140 ff.) , er Aus den unter « erwähnten GefebeSbeimmungen ergibt jich, daß ne außerbertragsmäßige Haftung für Rat und Empfehlung baupt- jächlih bei vorfäglidhem Handeln laß greift. Argliftig handelt ıber in diefer Richtung nicht nur, wer feine Angaben wider befleres Willen macht, Jondern auch, wer die Richtigkeit von Tatlachen verfichert, on deren Richtigkeit er nicht überzeugt ift, oder ich auf die Kennt- 18 von Tatfachen beruft, die im unbekannt find (Urt. d. OYberft. LO. Münden vom 6. Dezember 1901 Samml, mn. & Bd. 2 S. 779 ff. Urt. d. Neichsger. vom-6. Oktober 1902 Bl. f. RA. Bd. 67 S. 504 ff. Ob wegen Berftoßes gegen 8826 nach S 676 haftet, wer gutgläubig ine unrihtige Auskunit erteilt hat und nach Erkenntnis ihrer Un ;ichtigfeit e8 unterläßt, fie zu berichtigen, fanız wohl nicht allgemein, 'ondernm nur nach Lage des einzelnen Yalle8 beurteilt werden (für Berneinung der Frage Urt. d. VL®G. Karlsruhe vom 7. März 1908 Recht 1908 Nr. 3780). ; leber außerbertragsmäßige. Gattung für dritte Nerfonen f. 3 831 und Bem. hiezu. Hinfiotlid jurijitifdher Berfonen (. 831 und Bem. Hiezu. ri Ueber den Ausfchluß der Nufredhnung f. 8 393; binfichtlih des ‚ Bericdhtsftandes |. ZPO. & 32. . 3) Nicht ausgefchlofien it jelbitveritändlich, daß fich die Erteilung eines Rates Dder einer Empfehlung fowohl als Vertragsäverlegung wie als unerlaubte Handlung Ddarfiellt; in diefem Sale fann der Gefchübigte nach feiner Wahl den einen oder den anderen Anfpruch geltend machen (gl. Borbem. II vor 8 823, Bendir a. a. DO. CS. 4, Aönigsberger a. a. D. ES. 89 6). Yeber den Fall, daß ein ShHaden durch mehrere Auskünfte vers urfadht wurde, von denen nur einer als unerlaubte Handlung anzufehen em SEO bon 10. März 1910 ROSE. Bd. 73 S. 289 ff. em. 5 Ab. 2 zu d . & 676 findet nicht nur auf eigentlihe Entpfehlungen und Ratfchläge, fondern auch auf neutrale Au8 Fünfte Anwendung (Urt. d. DL. Hamburg vom 22, November 1907 Recht 1908 S. 10). 2. Qiegt eine der in Bem, 1, a und b erwähnten VBorausfegungen vor, jo it Dder- jenige, der den Mat oder die Empfehlung erteilt hat, Em Erjage des aus der Be- eung Des Rate3 oder der Empfehlung erwachfenen Schaden? nach Maßgabe der 8 249 $. (f. insbefondere $ 254 und hHiezu Urt. d. Reichsger. vom 7. April 1908 Warneyer 1a.-Bd. 1908 Yer. 463) verpflichtet. Dagegen wird ben Fehlen beider Boraus- leßungen eine Haftung auch durch grobe Fahrläffigkeit bei Erteilung des Rates oder der Empfeblung nicht begründet (WM. II, 555, BP. Il, 380, 664. „3.895 MAbf. 1 Nr. 1 des Börfengefeges vom 8. Mai 1908 bedroht, mit Ge- längnis, Seloftrafe und Verluft der bürgerliden Chrenrechte einen Rommiffionär, der, um fih oder einem Dritten einen BermögenSvorteil zu verfchaffen, das Bermögen des Rommittenten dadurch bejhädigt, daß er hinfichtlih eines abzufOließenden Sefhäfts wider hefjeres Willen unrichtigen Rat oder unricdhtige Auskunft erteilt. Di 4, Nach Art. 29 des bayr. AG. 3. BOB. ift eine Dienftherrihaft, die einem Mienftboten das Zeugnis treuen Verhaltens erteilt hat, obwohl er gegen fie eine ‘were Veruntreuung begangen hat und die8 der Dienftherrfchaft bekannt war, für den Schaden verantwortlich, welcher der nachfolgenden Dienitherrihaft auZ dem Vertrauen md die Richtigkeit des BeugnifieS entfteht. Die Verantwortlichkeit erlifcht mit dem YWUb- aufe von drei Sabhren feit der Erteilung Des Beugnijtes, Joweit fie nicht vorher geridtlidh Beltend gemacht wird (vgl. Vorbem. 1X, 8 vor S 611, Bem. zu & 630 und die dort ?rwähnte Literatur). dri 5. Neber die Haftung des einen Rat oder eine Empfehlung Erteilenden gegenüber dritten Berfjonen entfcheiden die allgemeinen Srundfäße (|. insbe]. SS 823 ff.) Hienach deanttwortet fich auch die Frage, inwielveit der KJnhaber eines NunSkunftsbureaus de eine unrichtige WMuskfunft dem „Angefragten“ d. 9. demjenigen haftet, über den die Xusfunft erteilt worden ijt (vol. bierüber Brückner a. a. DO. S. 273 F., Sontag a. a. D. S. 147 #. und Staub a. a. ©. Anm. 26 fowie Urt. d. Reihsger. vom 3, Hebruar 1908 z}