L220 VII. ÄbidHnitt: Einzelne Schuldverhältniffe, d) Endlich hat der Gefchäftsführer Geld, das er für fich verwendet hat, während er e& dem Gefchäftsherrn herauszugeben oder für Ddiefen zu verwenden Hatte, von der Zeit der Verwendung an zu U (SS 681 Sn vgl. M. IT, 859 und die Bem. zu S 668, ROGE. Bd. 18 5.1 Je 2, Hat der Gefchäftsführer aus der SGefchäftsführung einen fälligen Unfpruch gegen den Gefjhäftsherrn (f. inSbefondere & 683), fo itebt ihın gegenüber dem HGerausgabe- aniprucdhe des Gefchäftsherrn das Hurücbehaltungsrecht nacı Maßgabe der SS 273, 274 zu. 3. Ueber die Berpflidhtung des Gefhäftsführer3 und feines Erben zur Kortführung des begonnenen Gefhäfts f. Dem. 3, € zu S 677 und Vorbem. 5. Der ‚A Gef Häftsherren hebt die Verpflichtungen des Gefchäftsführer3 nicht auf, ). Xsorbem. d. 4, Yeber bie Ger D EG des Gejchäftsführer8 zur Rücfihtnuhme auf den Willen und das Interefje des Gefchäftsherrn |. S 677 und Bem. hiezu; über die sem Sefdhäftsführer zuftehenden Anfbrüche |. SS 683—685. 5. Ueber Genehmigung der SGefchäftsfihrung f. 8 684 Sab 2 und Bem. 1 zu S 684. 8 682.*) Sit der SGefchäftsführer ge[Häft8unfähig oder in der GejhHäftsfähigkeit be ichränft, jo ft er nur nach den Vorfchriften über den Schadenszerfag wegen ynerlaubter Handlungen und über die Herausgabe einer ungerechtfertigaten Be- veicherung verantwortlich, ®, I, 752; IL, 618; IH, 669. ı. Gefhäftsunfähigkeit und befihränfte Gef{häftsfäbigkeit des SerhäftsführersS. Die Gefchäftsführung obure Auftrag üt in A jondern eine Handlung, die unmittelbar Kraft Gefeße8 rechtliche Wirkungen erzeugt Borbem. 2). Auf folde Handlungen finden im allgemeinen die für KRechtsgeldhäfte geltenden VBorfehriften entfprechende AYniwvendung. Daher beantwortet ich die Frage, inwieweit für einen EEE Malen (8 104) oder it der Ge[häfts[fähigkeit befhränkten 88 106, 114) ©ejchäftsführer Kechte und Pflichten aus der Seläfeführung erwachfen, grundfäßlich nach den allgemeinen Beftimmungen der SS 105, 107—113 ff. auch S 165 und unten Bem. 3). S 682 enthält aber eine Sondervorichrift in doppelter Richtung vgl. M. I, 860, Z®. VI, 528; WB. 11, 729): a) Hür Schadbenserfaß (SS 249 ff.) haftet ein gefhäftsunfähiger oder in der Me üftefäDigteit befchränfter Gefchäftsführer nur dann, wenn fih die Uebernahme der Gefdhäftsführung vder die Art derfelben al8 eine une“ [aubte Handlung im Sinne der S8 823 ff. daritellt (val. BLR. EL. IV cap. 13. $ 2 Biff. 10). Selbitverfiändlich finden in diefem alle auch die Borjdhriften der SS 827—829 Anwendung (val. Liszt, Die Deliktsohligationen im Syltem des BOB, Berlin 1898 S. 18 ff.; and. Anf. hinfichtlich der Ans mendbarkeit des $ 828 Abi. 2 Sag 1 Klein a. a. D. S, 82 ff). Bur Herausgabe des aus der Gefchäftsbeforgung Erlangten (88 681 Sah 2, 667) 1t ein folder ©efchältsführer nur nach eabaabe der Borfehriften über die Herausgabe einer TE Bereicherung (SS 812 ff.) verpflichtet (val. BLR. EL I Fit. 13 8 274, BUR. Tl. IV cap. 13 8 2 Biff. 10, Tächt. 56. 8 1349). 3, Daß Gefchäftsunfähigkeit‘ und befhränkte GeihHäftsfähigkeit des Gejhäftsherrn auf defjen Rechte und Pflichten ohre Einfluß it, hatte 1 6 756) ED der Erjabpfliht des SGejchäftsherın ausdrücklich Herborgehoben. Bon der I Komm. wurde diefe Beftimmung al8 felb}tverftändlich geftridhen (Me. 11, 865, BP. II, 739 ; nach gemeinem Yechte haftete der handlungsunfähige Gefchäftsherr nur biz zum Betrage der Sn vorhandenen Bereicherung; Dernburg, Rand. Bd. 2 8 122 Anm. 36, Windfcheid- Ripp, Band. Bd. 2 S, 923 Anm. 24; val. BERN. Il. IV cap. 13 8 2 Ziff. 9, Jäch]. GB. 8 1351). An Stelle des Willens des Gefchäftsherrn (SS 677—679, 683) kommt in Jolchen Hällen, wenn ein gefeßlicher Vertreter vorhanden ift, dejfen Wille in Betracht (M. II, 865; val. Bem. 3, d zu 5 677, Bem. I, 1, b, « zu 8 683 und Dertmann Bem. 2). *) ©. Rlein, Zu S 682 BOB,, Bl. f. RK. I. Bez. d. Kammerger. Kahrg. 21 S, 81 ff.