[4 VII. Abfhnitt: Einzelne Schuldverhältnifje. Khan vgl. Windfheid-Kipp, Band. Bd. 2 S. 1085 Anm. 14.) HGinfichtlich der Hemmung der Berjährung 1. Bd. I S. 658 Bem. 2 zu 8 205, Der Örundfag des S 768 Abi. 1 Sa 1 gilt auch Hinfichtlich der- jenigen Sinreden, die dem Hauptfhuldner nur für feine Berfon juftehen (f. 3. BD. 88 519, 1579; MM. IE, 662; ebenfo land Bem. 1, Neumann Note 3, a; and. Anf. Dernburg 8 287 Anm. 5, Dertmann Bem. 2, a, Siher, Mecht8zwang S. 235; vgl. Dernburg, Band. Bd. 2 8 79 Biff. 1, b, BLR. ZI. IV cap, 10 8 10 Ziff. I. Ob bie Einrede des Haupt{Huldner8 im BZeitbunkte der Bürgichajt8- übernahme bereit3 beitand oder erlt {päter zur Entitehung gelangte, ijt für die Anwendbarkeit des 8 768 Ybf. 1 Sag 1 unerheblich ‚Dernburg $ 287, II, Crome S. 876, Endemann I $S 191 Anm. 13). Neber Ausnahmen von dem Grundfake des S 768 Abf. 1 Sak 1 fl. unten Dem. 3. 2) Daß der vom Öläubiger in Anfpruch genommene Bürge auch die in feiner Berfon begründeten Einwendungen und Einreden G. S. Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit des Bürgichaftsvertrags, NichHteintritt der Be: dingung, unter welcher die Bürgfchaft übernommen worden ift, Verjährung der BürgichHaftsfchuld, eine ihm yerfönlidh feitens des Gläubiger gewährte Stundung, ein ihm zuftehendes Zurücbehaltungsrecht) geltend machen kanır, ft {elbftverftändlidh (val. Dernburg $ 287, 11, Schollmeyer S. 174). . Er fann daher auch gegenüber der BürgfHaftsforderung mit einer ihm gegen den Gfäubiger zuftehenden Forderung aufredhnen (ff. Urt. d. ER vom 7. Februar 1903 ROGE. Bd. 53 S. 403 {f.; vol. auch Ben. 1, b, d zu A . 2. Die Beltimmung des S 768 Wbf. 2, daß der BVerzidht des Hauypt- j%uldners auf eine Einrede dem Bürgen die Geltendmachung diejer Einrede nicht entzieht, ftebht im Einklange mit dem Örundjabe des $ 767 Abi. 1 Sa 3 (©. 92; Dem. 4 zu S 767; val. SS 884, 1137 Abi. 2, 1211 Aof. 2. Nicht unter S 768 Ubi. 2 fällt der VBerluft einer Einrede fraft Gejebes G. DB. durch Verfäumnig einer Ausfhlußfrift, vorbehaltlofe Annahme gemäß 8 341 Abi. 3; f. über leßteren Fall Urt. d. ReichSger. vom 26. Januar 1903 ROS. Bd. 53 S, 358 ff). 3. Der Örundfag des 8 768 Ubi. 1 Sah 1 erleidet eine Musuahme durch die Beitimmung des Abf, 1 Sag 2, wonach die beichränkte Haftung des Erben de8 Haupt- jchnldners (SS 1967, 1975 ff, 1998 ff.) nicht zugunften des Bürgen wirkt. Dies berubt auf der Erwägung, daß die Einrede der befhränkten Haftung fich auf die Unzulänglichkeit des Vermögens des Hauptichuldner3 gründet, gegen welche der Gläubiger gerade durch die Bürgichaft gelichert werden foll (D. 92; vol. 88 1137 Abi. 1 Sat 2, 1211 Wbf. 1 Sag 2). Ein in der I. Komm. geitellter Antrag, weldher Berallgemeinerung diejer Beftimmung bezweckte, murde abgelehnt (. IT, 466). Eine weitere Xusnahme von dem Grundfabe des 8 768 AWobf. 1 Sab 1 enthält RD. 8193 Sat 2 {f. Bem. 7 zu 8 767. Nach Dernburg $ 287, IM Joll (dem Zwecle der Bürgfchaft ent{predend) dem Bürgen die Berufung auf alle Einreden des HauptjchuldnerS$ verfagt Jein, die ihren rund in der Vermögensunzulänglichkeit haben, gegen melde die Bürgichaft den Gläubiger fhlüßen follte. Dies widerpricht dem Wortlaut und der Entfjtehungsgefchichte des GejegeS (PB. II, 466); richtig it nur foviel, daß dem Bürgen die Bezugnahme auf joldhe NechtSbehelfe des OT GN bleiben muß, gegen die nadh der Ablidht der Vertrag) hlieBenden die Bürg|haft gerade Schuß gewähren jollte (fo mit Recht Crome S. 876, 877 Anm. 25 und 26, $ 295 Anın. 18—21; ebenfo Bland Bem, 5; f. au Erk-Leonhard S. 568 Anm. 2). 4, Berzidhtet der Bürge in dem Bürajhaftsvertrag auf die Geltendmachung einer dem Hauptidhuldrer zuftehenden SEinrede, {o liegt infoweit, al8 der Haupt{huldner durch die Einrede gefhüßt ift, kein Bürgfchaftsvertrag, Jondern ein nad allgemeinen Grund- \ipen zu beurteilendes Schuldverfprechen (8 780) vor (M. II, 662, Z6. II, 365; ebenfo land Bem. 4, Dertmann Bem. 3, Goldmann-Lilienthal S, 817 Anm. 21, Filher-Henle Note 5, Kuhlenbet Note 1; and. Yuf. Dernburg 8 287, 11; val. auch Windicheid-Kipp, Band. Bd. 2 S. 1084 Anm. 10, S. 1089 Biff. 5 und Ek-Leonhord S. 569 Anm. 1). Nicht ausgefhloffen ift, daß der Bürge nah Abfchluß des Bürgichaftsvertrags auf (ver- zi®tbare) Einwendungen und Einreden des Hauptichuldner8 Verzicht leiftet. 5. Neber die Einrede der Borausklage {. 88 771—773. 5)