19. Titel: Vergleich. Borbemerkungen, S 779, 1437 :inen Beraleih im Verhältnifie zu einer SchiedSgerigt3flaufel vgl. Nipr. d. OLG. (Rönig2berg) Bd. 8 S. 85, IV. Der Schieddeiddertrag (d. H. ein Vertrag, durch welden die Entidheidung Über ein Recht2verhältni3 von der Wbleiftung eineS außergerihtlihen EideS abhängig gemacht wird) wich im BGB. nicht erwähnt. Er erfcheint Heutzutage ohne praktijde Bedeutung. Im übrigen it ein folder an fich gültig, denn das BGB. enthält kein Verbot, wonad) etwa inf Oinbliek auf die Heiligkeit de8 Eide8 ein derartiges Abkommen nichtig wäre (M. IL, 657). V. Die Normen über den Ziwangsbergleich al3Z ein fbezifijh Lonkursrechtlihes Fnfritut änden fiG in den SS 173, 175, 210, 230, 185 ff. und 195, 196 KO. VI. Ueber die Frage, inwieweit ein Prozehvergleih (vgl. hHiezu audh Bem. € zu S 779) den unmittelbaren Gegenftand einer Eintragung im Grundbuche bilden kann, find die Meinungen {ehr geteilt; vgl. OLG. Dresden im „Recht“ 1903 S. 183 Nr. 997, Förfter dafelbft S. 260, Kregichnar dafelbft S, 357 und Jojef edenda S. 502, ferner NROGE. Bd. 48 S. 183 ff., bayc. Oberft. QG. Samml. n. F. Bd. 4 S. 232, Zentral-Bl. Bd. 8 S. 619 und Sellner in BL f. RAU. Bd. 69 S. 32 und 33, fowie Dronke in Ztichr. f. deutfhen ZB. Bd. 30 S. 47, Kober in Bl. f. RAU. Bd. 70 S. 274 und Herold, fächj. Arch. 1908 S. 252. XYedenfall8 kann die Eigentumsübertragung an SGrunditücden im Sinne de8 8 925, aljo eine Auflafjfung im engeren Sinne (für Bayern vgl. Art. 81 AG. und hayr. Oberit. LO., wie oben angegeben), jowie au im BergleiGde nicht erfolgen (vgl. aud) bayr. Oberft, LG, BL f. RA. Bd. 73 S. 509). Dagegen wird die für die Belaftung eines Grundftüds mit einem Rechte und für die Nebertrogung oder Belaftung eines folgen RechteS erforderliche dinglige Einigung (und Eintragungsbewilligung) im gerihtliHen Bergleihe wohl erflärt werden können; e8 ift jedoch Hiebet die entfprechende grundbuchmüßige (vgl. insbe]. SS 29, 13 BO.) Faffung dahin zu berückfihtigen, daß nicht lediglidh die (obligatorijhe) Berpflihtung zur Beftelung jener KHechte übernommen wird (mas nidht genügen fönnte), jondern vielmehr von der einen Partei die Eintragung der Gypothe:, Grunddienftbarkeit 20. auf ihrem Grund- Hide Ddiveft bewilligt wird, vgl. Fofjef und Sölhner a. a. D., fomwie Neumiler, Hypothek beftelung im Prozekvbergleidh, BL f. RAU. Bd. 72 S. 288 (eine Unterwerfung unter die jofortige ZmwangSboNftredung kann dabei aber nicht vereinbart werden; für Bayern vgl. Art. 167 bj. I AG. und Dienftanweijung für die Grundbucdhämter S$ 78 Nr. 3, 8 79 Nr. 2). Die {ediglig obligatorijd vereinbarte Verpfligtung in einem Vergleich, eine dinglide Recht8= inderung vorzunehmen, kann auch nicht etiva eine Einigungserklärung der Moßgabe der 38 794, 894 3BRO. erfeben (val. Gaupp-Stein S 894 Anın, I, 1, Föriter und Sellner a. a. D.). Bal. ferner Füriter, Gruchot, Beitr. Bd. 54 S. 568 und Predart ebenda S, 560, Die Form des 8313 wird erübrigt durch Abjhluß des Vergleich vor dem Prozeß: cichter, val. RGE. Bd. 48 S. 1838 ff, Gruchot, Beitr. Bd. 46 S. 901, Rift. d. OLG. Bd. 2 5. 51 und Kober a. a. D. VII Meber den VergleiH im edHten Streitverfahren der freiwilligen Gerichts: barfeit vgl. Fofef in SGruchot, Beitr. Bd. 48 S. 557 ff. VIIE. Ueber das Verhältni8 des TarifvertragS zum Bergleidhe val. Sotmar, Arbeits: vertrag Bd. 1 S. 770 ff; f. au Vorbem. IV, 8 vor $S 611, IX. Ueber den Vergleigh zur Abivendung des Konkurfe® |. Bem. E zu $ 779 a. E. 8 779, Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewißheit der Parteien über zin Mechtsverhältnig im Wege gegenfeitigen Nadhgebens bejeitigt wird (Vergleich), it unwirfam, wenn der nach dem Inhalte des Vertrag als Ffeftftehend zu runde gelegte Sachverhalt der Wirklichkeit nicht ent{pricht und der Streit oder die Unaewikheit bei Kenntnik der Sachlage nicht entftanden fein wiirde.