20. Titel: Schuldverfbrechen. Schuldanerkenntnis. & 782. 1467 Ueber die Frage, ob eine Vermutung für Bollitändigkeit befteht, vgl. unten Bem. €. Die HillfHhweigende Annahme eines KehnungsSanu8zug8 enthält regelmäßig noch feine Anerfennung des Paffivfaldos (vgl. Seuff. Arch. Bd. 35 Nr. 313, Bd. 42 Yr. 95); e8 hefteht auch keine Zrift für Erhebung von Cin- wendungen vol. RKOGHGSG. Bd. 3 S. 426). Wohl aber wird die Genehmigung 3etätigt durch SFortfebung des Aontokurrentverkehrs (NOGHS®. Bd, 2 S. 117) ınd durch eine Yuittung über den Betrag, der zur Begleichung der Saldo- Ould überfendet murde (NOHSG. Bd. 10 S. 359). ine fehr befirittene Frage liegt darin, ob und inwieweit in der Norechnung ne Novation zum Bollzuge fommt (val. über die verfchiedenen Meinungen te SA rnin ran bei Staub, Komm. zu S 355 HGB. Anm, 6 und 27 {f., ferner Cofjfad S 161, Dernburg Bd. 1 S, 271, Seuff. Arch. Bd. 11 Mr. 228, Bd. 24 Nr. 260, NOHSG. Bd. 11 S. 276, ROSE. Bd. 10 3. 55, Bd. 18 S. 248, hefonder8 eingehend Negelsberger a. a. ©. S. 10, a 1. Aufl. Komm. zu 8 355 HOB. Note VUN. Das Natlir- che wird jein, den Mobationgswillen hier als Regel anzuerkennen. Mit Kecht bemerkt KRegelsberger a. a. ©. S. 12 und 13: „Die Parteien ftehen hier vor einent Entweder — Oder. Wollen fie tilgen, {jo müfjen fie den Äntergang der Forderungen in den Kauf nehmen. Wollen fie den Torf jeftand der Forderungen, fo mülen fie auf das Tilgungsgefchäft verzichten. Man fanır nicht Sierkuchen backen, ohne die Eier zu zerichlagen.“ Der ent» gegengefebte Wille (al8 der NovationSwille) würde das Zuftandekonmen des ÄÜbredhnungsgefchäfts vereiteln. Die Annahme einer Nobvation bedingt aber z(8 Folge, daß jämtlicdhe in die Berechnung hereingezogene Einzelfordberungen aufgehoben werden, einfcdhließlidh der mit ihnen etwa verbundenen Neben- rechte (Bürgichaft, Vfandrechte 20.) ; Leine Partei Kann eine verrechnete Jorde- sung durch Klage, Aufrechnung 20. mehr, zur gefonderten Geltung bringen fo mit Mecht Kegelsberger a. a. OD, S. 10, ferner Niümelin a. a. SD. 3. 194 ff., 211 und vol. biezu NOGE, Bd. 10 S. 55, dagegen aber Seuff, Urch. Bd. 12 Nr. 144, Bd. 24 Nr, 260 und Nießer in Werh. der XV D. Yurifientags Bd. 1 S. 13 ff.; val. ferner auch RNOGES. in Iur. Wichr. 1903 Beil. 96 Ir. 219 und 1902 S. 97, GÖruchot, VBeitr. Bd. 46 S. 1129. (Das Neichägericht fteht hienacdh auf dem Standpunkte, daß der Abrechnung außer= Jalb eines Rontokurrentverhältnifjes der novatorifche Charakter abzujyrechen jet; ebenio Düringer-Sachenburg Borbem. 2 vor SS 355 ff, Staub, Crfurs a 8 357 Anm. 5 und Yland in Bem. 4, €.) Ander3 Dbezüglih der Sicherungen beim handelsSredhtlidhen Rontokurrentgefhäft auf Orund des S 356 GB. . Megen der Frage, inwieweit die Feftftellung eines Kontokurrent- jald0o8 das Burücdgehen auf die Sch uldverhältniftie A ogl. ROSE. vom 28. Oktober 1903 in Gruchot, Beitr. Bd. 48 S.117 und ferner u NOS, Bd. 56 S. 10, ur. Wichr. 1908 Yeil. 4 S. 35 und Sur. Wir. 1905 5. 186. Sn leßterer Enticheidung wird zugleich ausgefjihrt, daß die Zejt- itelung und Anerkennung des Saldos im Kontokurrentverfkehr eine doppelte Bedeutung Habe, nämlich die Bedeutung eines Unerkfenntniffes de3 gefundenen Saldvs als Schuld und die Bedeutung einer bvertragsmäßigen Aufrechnung der Einzelpoften ; das Änerfenntnis macht die ungliltige Schuld nicht gultig; die vertragsmäßige Aufrechnung aber tilgt die 3WwWar flaglofe, aber rfüllungsfähige Verbindlichkeit. Vol. ferner NOS. Bd. 56 ©, 23, Bd. 59 S. 193, Sur. Wichr. 1902 S. 189, NegelSberger a. 0. OÖ. S. 407 ff, Kling: müller in der Btjchr. f. GR. Bd. 583 S, 181, Staub Anm. 31 zu S$ 355, Syfur8 Anm. 15 3u $ 376 HGB, Nümelin a. a. ©. S. 206 f., OL ff. Ueber den fvog. uneigentlidhen Aontokurrent val. Mipr. d. DSG, (Bamberg) Bd. 14 S. 374. Eine befonders wichtige Anwendung findet das Abrechnungsgefchäft im vers :ragsmöäßigen Rontokurrentverhältnis. Bol. hiezu 55 355 ff. D6OS5., die Kommentare von Staub, fowie von Düringer-Hachenburg hiezu erner RKRegelsberger a. a. DO. S. 18. Der Umfang der Abrechnung kann von den Parteien beliebig eng oder weit beftimmt werden. CS it aber zu beachten, daß bei einer wirklichen Abrechnung jede Partei nicht bloß anerkennt, daß die dem Gegner aut gebrachten Poften richtig find, fondern auch, daß ihr felbit Guthaben8poften ıußer den in Äbrechnung einaeftellten aus dent der Berechnung unterzogenen D a)