68 VIEL Mbfnitt: Einzelne Schuldverhältnifje. auf Grund eines nichtigen Börjengerhäfiz Geleifteten (Urt. d. ReichSger. vom 30. Mat 1904 Kur. Widhr. 1904 S. 407). GinfichtlihH des fog. Hydroa- oder Sellafyitems Bem, 1, b zu S 763) vol. Urt. d. Landa. I Berlin vom 30. Januar 1902 D. Yur,3. 1904 S, 416; über Begünftigung einzelner ®f[äubiger bei einem Privatakkord 1]. Urt. d. QDL®. Braunfdhmweig vom 13. Oftober 1905 ©. Iur.3. 1906 S. 211. x) Das bloße Mitwirken unfittlidher Beweggründe genügt nicht, erforder- lich it vielmehr, daß der unmittelbare Zwen der Leiftung 10 beitimmt ijt, daß der Empfänger durch die Annahme ege Gejeb oder Moral verftößt (Urt. d. OLG. Dresden vom 2. Öftober 1902 Seuff, Arch. Bd. 59 Nr. 81, Urt. d. Reicheger. vom 29. Mai 1906 ROSE. Bd. 63 S. 350 ff). Der Zweck der Leiftung Ianıt ein volllomımen einwandfreier fein, wenn nur im Hindlid auf ihn die Annahme der Leiftung fi al8 gefeß- oder fittenwidrig daritellt (fo im Falle des 8 331 St®WB. oder bei Gingabe von Geld gegen das Verfprechen, ein geplantes Verbrechen zu A val. Schholmeyer S. 213, Crome S. 1003, Matthiaß SS, 408. Zur Anwendbarkeit des S 817 Sag 1 ift erforderlich, daß der Empfänger den Zwed der Leiftung gekannt bat, nicht aber, daß dem Empfänger au der ihm zur Saft fallende Berftoß gegen das GefeB oder die guten Sitten zum Bewußtfein gekommen ift (ebenfo Matthiaß S. 403, Mayr ©. 576 und im Ergebnis auch Gold- mann-Lilientbal S. 872 Anm. 4, ferner Urt. d. Rammerger. vom 3. Oftober 1909 NRipr. dD. DLG. Bd. 20 S. 247 und [hinfichtlih des Verftoßes gegen ein gefebliches Berbot] Urt. d. Reidhager. vom 4. Oktober 1909 NGE. Bd. 72 S, 48 FM. ; and. Anf. Crome S. 1008, Fi{her-Genle Note 2, anfcheinend auch M. II, 849), Maßgebend it die Zeit der Annahme; war zur Zeit der Erfüllung eines SchuldverhältnifjeS die Annahme des Were nchenen nicht mehr verbots- oder fittenwidrig, fo kann die Erfüllungsteiftung nicht aus $ 817 Saß 1 zurücdgefordbert werden (Urt, d. Reichsger. vonı 4. Februar 1909 Recht 1909 Nr. 982). Der Anfpruch auf Herausgabe ift nicht nur dann gegeben, wenn die Leiftung im SHinblic auf einen fünftigen Erfolg oder ein {päteres Berhalten des Empfänger angenommen wurde, fondern auch dann, wenn der Grund der Leiltung der Vergangenheit angehört, 3. BD. bei Bezahlung geleifteter Dienfte, für welche Bezahlung zu nehmen dem Gefeß oder den guten Sitten widerftreitet. DVBorausfekgung des Herausgabeanfpruchs ift endlich, baß der Verltoß gegen zin gefeßlicdheSs Berbot oder gegen die guten Sitten ausfchließlicdh dem Empfänger der SE NE zur Saft Fällt. Liegt ein folder VBerftoß au auf Seite des Leijftenden vor, fo ijt nad $ 817 Sa 2 die RNüd- forderung ausgefchloffen (WM, II, 850; val. Dernburg, Band. Bd. 2 8 140 nm. 4, RR. Zi. I Tit. 16 $ 206, BLR. ZLIV cap. 13 88 Biff. 1, Seunff. Arch. Bd. 51 Nr. 183, bayır. Oberft. LOG. Bd. 5 S. 462, Bd. 6 S. 188 ff.). € fann daher 3. 3. die Draufgabe nicht zurüdverlangt werden, wenn der Vertrag wegen eineS auch dem Geber der Draufgabe zur Laft fallenden Beritokes gegen ein gefeblihe8 Verbot oder gegen die guten Sitten nichtig it (1. Dem. 4 zu $ 337); das gleiche gilt im Falle des 8 333 St®B. (aktive Beftechung), Val. auch Urt. d. Reichsger. vonı 2, Februar 1901 ROSE. Bd. 48 S. 298 ff. (Schenkung aus Mitteln, die durch Verbrechen erlangt wurden), Urt. d. RMeichsger. vom 30. Mai 1904 ROSE. Bd. 58 S. 204 ff. (Gingabe von Geld, um den Empfänger zur Unterlaffung einer Strafanzeige zu beitimmen), Urt. d. OLG. Hamburg vom 10. Dezember 1900 Rfpr. d. VLG®. Bd, 2 S. 219 MBermietung eines SGrundftüds zum Bordellbetrieb; 1. auch ROES, Bd. 38 S. 199 ff), Urt. d. Reidhsger. vom 29. Mai 1906 ROT. Bd. 63 S. 353 (Bahlung de8 Kaufpreifes8 für das Iıbentar eineS VBordell8), Urt. d. OLG. Marien“ mwerder vom 15, April 1902 Kfpr. d. DLSG. Bd. 5 S. 106 ff. (Gewährung von Geld zur Zortfebung des Spiel8), Urt. d. DLSG. Kiel vom Et 1908 Kipr. 5. DES. Bd. 9 S. 16. Anfpruch auf Rückauflaffung eines Bordellgrundftücks), Urt. d. Neichsger. bom 21. April 1906 ROES. Bd. 63 S. 186 (Verkauf eines Orund- jtüd8 mit Ynventar und SGefchäft zweds Fortfeßung des Bordellgefchäfts), Urt. d. DL®. Frankfurt a. M. vom 10. Juli 1906 Recht 1906 S. 1194 und Urt. d. OLG. Nürnberg vom 11. Januar 1907 BI f. RA. Bd. 72 S. 404 ff. 2) uf