24. Titel: Ungerechtfertigte Bereicherung. S& 817. — 1569 Bahlungen zur Ermöglidhung der Fortfebung des Bordellbetriebs), Urt. d. Keichsger. vom 19. Dezember 1908 Warneyer (Erg. Bd. 1909 S, 175 (Au8- jeutung des Irrtum eine8 Gelchäftsunkundigen), Urt. d. Heichsger. vom t. Oftober 1909 ROSE. Bd. 72 S. 47 ff. (Abichluß eineS gegen S$ 181 Sag 3 #9. veritoßenden Wbkommens), Urt. d. OLG. Dresden vom 28. Yunt 1907 Ripr. d. OLG. Bd. 18 S. 58 (Rückforderung der Vertragskoften bei Kauf eine8 Bordell8), Urt. d. Meichsger. vom 2. November 1908 SGruchot, Beitr. Bd. 52 S. 685 ff. (Bablung und Annahme eines Schweingegeldes), Urt. d. DLO. Dresden vom 12. November 1909 Ripr. d. DLG®. Bd. 20 S. 234 (Nück- “orderung des Einfabes vom Buchmacher), Urt. d. Reichsger. vom 15. Yumt 1910 echt 1910 Nr. 3173 (8 817 Sag 2 fteht der RMücforderung einer ge jablten Borprämie bei einem verbotenen Börfentermingelhäfte nicht entgegen). x) Daß der Leiftende jich bewußt war, durch die Leitung gegen Gefeß oder Moral zu verftoßen, {ft zur Unwendbarkeit LeS8 S 817 Sag 2 aicht erforderlih (f. oben unter b, 7). , Die Borfhrift des 8 817 Sat 2 entzieht Lediglich dem Leiftenden den Anfpruch auf Rückforderung, Ichließt dagegen nicht aus, daß Dritte Berfonen die Nichtigkeit des Rechtsge{häft8 auf Grund der SS 134 der 138 zu ihren SGunften geltend machen (Meumann Note 3, HROES. Bd. 48 ©. 2938) Befteht die Leiftung in der Cingehung einer Berbindlidhkeit, 'D greift der Herausgabeanfpruch gemäß 8 817 Saß 2 wiederum Plab ‘al. Urt, d. Neichsger. vom 3. Oktober 1906 KOES. Bd. 64 S. 148 ff. Urt. d. DLG. Nürnderg vom 11. Januar 1907 Bl. f. AA. Bo. 72 S. 406). Der Seiftende fann alfo fowmobhl Rage auf Befreiung von der Verbindlichkeit erheben, als ihre Erfüllung verweigern; nur Die Zurücforderung de8 zur Erfüllung einer joldhen Ber- bindlichteit Geleifteten ift auch in diefem Falle aus: gefchloffen vgl. € I, 684 Abt. 3, ME. II, 850 ff., 693 ff, ZOG. VI, (98, 522, %. II, 702, Urt. d. OL®. Bamberg vom 23, IJunt 1905 Bl. f. RA, Bd. 70 S. 616). Selbftveritändlich fann der Klage unter defonderen Umftänden die exceptio doli generalis (f. Bd. I Bem. VII zu 8 123) entgegenfteben; vgl. POilipp a. a. OÖ. S, 386. Die Einräumung rein dinglidher Rechte, wie 3. B. die Beftellung einer Grund{hnuld oder die Abtretung einer ESigentümergrundichuld, Hit als Eingehung einer Verbindlichkeit im Sinne des 8 817 Sag 2 nicht anzufeben (Urt. d. Reichsger. vom 5. März 1910 RGE. Bd. 73 S. 143 ff). ach Urt. d, Neichsger. vom 21. April 1906 RGES. Bd. 63 S. 186 ff. "ol $ 817 Sag 2 überhaupt, auf Tachenredhtlidhe Erfüllungs- zeichüfte Feine Anwendung finden. Wer allo durch einen nach $ 138 richtigen Raufvertrag (alfo in8befondere durch den Kauf eines Bordell8) zin Orundftüc erworben und für den Kaufpreis Sypothet beitellt jat, fönne zwar nicht von Verkäufer auf Rückgabe des Orundftlickhs jelanat werden und auch felbfi den bar gezabtten Kaufpreis nicht arückfordern; er fönne aber nicht außerdem auch noch die Hypothek ;ondizteren, D, h. die Uufhebung des HybothekenrechtS verlangen; Die xinglihe Verhaftung des Orundftückz bieive vielmehr auch binfichtlich ver Binfen beftehen; SS 1163 Abi. 1 und 1137 feien unanmendbar, weil fie zu einent dem 8 817 Sag 2 widerftreitenden Ergebnifje führen würden bereinltiunnend Reichel und Werner a. a. O., 1. auch Nifjen x. a. ©.; and. Anf. Matthießen a. a. D.). Diele Anficht it auf- gegeben durch Urt. d. Neichsger. vom 5. Februar 1908 NOS. Bd. 68 5. 97 ff., weil bei Nichtigkeit eine8 Bordelliaufs die für die Kanfpreis- iorderung bewirkte Hypothekbeftellung feine „Seiftung“ im Sinne des 3 817 ift. 8 befteht daber an fJich bet Nichtigkeit DeS Kaufvertrags jemäß 88 812, 817 ein perlönlicdher Konditionsanlpruch auf tücgängig- machung der formell noch beftehenden Kaufpreishypotbet und der Käufer de8 Bordell3 wäre an fich befugt, Jomwobhl die Befreiung von der perfön- lichen Haftung mie auch die Aufhebung der Hhpothekenberechtigung zu verlangen. Mit Recht hat aber das bedeutungsvolle Urt d. Reihsger, vom 8. Oktober 1909 (NOS. Bo. 71 S. 432 ff.) ausgefprochen, daß ziner dahin gehenden Clage die exceptio doli generalis ent zegenitehe, wenn der Kläger Befreiung von feiner Verbindlichkeit be jehre, das auf unfittliche Weife erlangte Unwefjen aber nicht beraus- Z{audinger, BOB. ILL (SoOulbverbälintffe. Engelmanıt: Ungerecdtfertiate Bereldag.). 5.16. Huf. 99